Blitz

...das kleine Gewitter im Fotoapparat...

Vielleicht gehörst Du auch zu den Leuten, die sich wenig Gedanken über diesen hellen kleinen Freund in der Kamera machen.
Schade eigentlich, denn mit der Unterstützung des Blitzlichtes lassen sich interessante bildgestalterische Ideen umsetzen. Man kann sehr viel mehr erreichen, als nur ein korrekt belichtetes Foto.

Bei den modernen Kameras unserer Zeit, egal ob analog oder digital, schaltet sich bei schlechten Lichtverhältnissen das eingebaute Blitzgerät automatisch ein und “man macht das Foto mit Blitz”.


Warum muß das überhaupt sein?

Der Blitz muß häufig gar nicht sein, darauf komme ich aber gleich weiter unten.
Daß sich ein Blitz einschaltet, liegt an vorgegebenen Programmabläufen in der Kamera. Der Sensor (oder analog der Film) benötigt eine gewisse Mindestmenge an Licht, um das Bild einfangen zu können. Gelingt es der Kamera nicht, durch das Zusammenspiel von
Blende im Objektiv, Verschlußzeitenregelung und ISO-Wert-Anpassung genug Licht zur Verfügung zu stellen, schaltet die Kamera das Hilfslicht (sprich Blitz) ein.
So wird die Lichtmenge im Umfeld (in der Reichweite des Blitzgerätes) künstlich, für den Bruchteil der Belichtung, erhöht. Der Film / Sensor bekommt sein Quentchen Licht und alles ist prima.

Zwei grundlegende Dinge fallen als erstes auf:
einerseits ist die Reichweite von eingebauten Blitzlichtern sehr beschränkt (wenn man auf 5 Meter kommt, hat man schon ein leistungsstarkes Gewitter im Apparat), andererseits haben die entstehenden Fotos meistens nichts mehr mit der Stimmung zu tun, die während der Aufnahme herrschte. Kerzenlichter sind allenfalls noch weiße Tupfer und Tante Gertis Gesicht glüht schockierend weiß mit roten Flecken unter der Haut. Zu allem Übel gleicht ihr Blick noch dem eines Zombies, sie hat rote Augen und schaut gefährlich aus. Ob das nun ihre wahre Persönlichkeitsstruktur zu Tage bringt, will ich hier gar nicht weiter vertiefen...

Dieses Foto aus meiner Fotoserie Winterlandschaften

Dieses Foto aus meiner Fotoserie Winterlandschaften entstand mit manuell zusätzlich aktiviertem externen Blitz. So konnte ich die dunklen Bereiche der Schneekristalle aufhellen und die Äste zusätzlich zur Sonne noch mehr zum Strahlen bringen.

R@lfonso online Praxis- Tipps:
 
Grundsätzlich die Programmautomatik der Kamera so einstellen, daß nicht automatisch der Blitz gezündet wird.
Das hat ganz nebenbei auch noch den Vorteil, daß man dadurch kräftig Akkukapazität sparen kann. Die meisten Digitalcameras und viele analoge Programmkameras merken sich die zuletzt gewählte Einstellung vor dem Ausschalten. Beim Einschalten springen sie in den letzten Modus und laden gleich zu Beginn auch den Kondensator des Blitzes, egal ob Du ihn nutzt oder nicht. Dummerweise zieht der Kondensator jede Menge Strom.

Die Kamera ist meistens erst dann voll betriebsbereit, wenn der Kondensator seine Spannung erreicht hat. Du verzögerst also unnötig die Einsatzbereitschaft der Kamera; Digitalcameras brauchen ohnehin schon etwas länger, als Kameras klassischer Bauart.
Wenn Du auf ein Motiv triffst, das eine Blitzlichtberieselung benötigt, dann kannst Du ihn immer noch einschalten.
Und dabei sollte Dir doch ein Anliegen ganz besonders wichtig sein:

Du machst das Bild und nicht die Programmautomatik Deines Fotoapparates!

Wenn das Licht nicht ausreicht, dann überlege, ob Dein Motiv überhaupt vom Blitz erreicht wird. Ich hatte es oben schon geschrieben, die meisten eingebauten Blitzgeräte schaffen maximal 5 Meter. Auch wenn es dann doch mal 7 Meter werden sollten, so wirst Du es nicht schaffen, die Kirche am Berghang per Blitzlicht aufzuhellen (wenn die dann noch 200 Meter entfernt liegt). Ich habe schon lustige Kommentare geerntet, wenn losgelassene Digicam-Fotografen mit mir am Strand standen und die untergehende Sonne mit Blitzlicht fotografierten. Ich wurde dann freundlich und fachmännisch darauf hingewiesen, daß es bei mir nicht geblitzt hat und das Bild so nichts wird. Na ja, da mein Blitz keine Reichweite von
41 Kilometern hat und leider auch den Himmel nicht formatfüllend auszuleuchten vermag, schien ich ganz klar im Nachteil zu sein...

---> wilde Sonnenuntergangsblitzerei in Frankreich am Meer <---

Wenn Dein Blitz die nötige Leistung hat, um Dein Motiv auszuleuchten, dann versuch Dir vorzustellen, wie das Bild nachher aussehen wird und vor allen Dingen, ob Du es so haben willst. Ich hatte oben bereits das Beispiel mit dem Kerzenlicht erwähnt. Stimmungsvolle Atmosphären, die gerade durch wenig vorhandenem Licht so reizvoll sind, werden auf einem Blitzfoto nichts mehr von ihrem Charme versprühen.

Um bei dem Beispiel zu bleiben, stell Dir vor der Aufnahme vor, wie die Kerzenatmosphäre wohl bei komplett eingeschaltetem Raumlicht wirken würde. Noch etwas krasser wird Dein Blitzfoto nachher aussehen.
Ich finde es immer schade, wenn mir jemand solche Fotos zeigt und kommentiert mit dem Hinweis, daß es aber in Wirklichkeit eine total kuschelige Stimmung war.
Zitat:
“Das kann man hier aber leider nicht sehen...”


Was kannst Du also machen, um bei wenig Licht mit oder ohne Blitz gute Aufnahmen zu erzielen?

lies bitte HIER weiter

...und hier gehts weiter in der Fotoschule...


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