Vieles haette ich verstanden, wenn man es mir nicht erklaert haette

Die erste Seite der Fotoschule

…  der Anfang ist gemacht ...

weiter in der Fotoschule

Hallo Fotofan,

nun stehst Du ganz vorne, am Anfang. Du hast die richtige Wahl getroffen, Die Fotoschule seitenweise von vorne bis hinten chronologisch durchzuklicken. So entgeht Dir kein Thema und Du musst Dich nicht fragen, was Du Dir möglicherweise selber vorenthalten hast durch Deine Auswahl. Ich bin sicher, Du wirst in vielen Rubriken auf inspirierende Themen treffen und neue Foto-Ideen entwickeln. Ganz gleich, ob Du Dich zu den völlig unerfahrenen Frischlingen oder zum versierten Semi-Fotografen zählst.

Im Laufe der Jahre (Die Fotoschule startete Ende 1999, also noch im alten Jahrtausend) haben einige Spezialthemen Einzug gehalten, die ihren Weg nach häufig wiederkehrenden Fragen zahlreicher Fotofans in Die Fotoschule gefunden haben.

Für viele Fotofans ist das Gewohnheits-Ding erfahrener Fotofans bereits das Spezialthema:  sie haben sich eine digitale Spiegelreflex, Vollformat- oder Systemkamera gekauft und sehen sich unvermittelt mit einigen unerwarteten Problemen konfrontiert:

“Was ist eine Blende und wofür ist die gut? Warum wirkt durch das super teure Objektiv alles unscharf und wie fange ich eigentlich richtig an mit der neuen Errungenschaft?”

Aus der Motivation oder gewissen Unsicherheit sind sie hier in der Fotoschule gelandet, vielleicht geht es Dir da ähnlich. Möglicherweise ist es aber auch nur eine länger eingelegte Foto-Pause und Du willst wieder zurück finden in Dein schönes Hobby namens Fotografie.

Dann sind da noch die, die richtig einsteigen wollen und mit Spaß und Freude alles über ihr Foto-Hobby erfahren möchten. Und all das, das findest Du hier. Bevor es so richtig los geht, ich höre es schon, Du scharrst bereits ungeduldig mit den Hufen, habe ich noch eine Information für Dich:

sehr viele Fotofans haben irgendwann den Wunsch verspürt, ihren Reader, das Smartphone oder Tablet mit einer geschlossenen
eBook-Datei zu füttern und Die Fotoschule nicht nur als mitunter verwirrend umfangreiche Webseitensammlung, sondern als ganzes Werk immer im elektronischen Bücherregal parat zu haben. Und das auch ohne Internetverbindung, im Urlaub oder auf dem Weg zur Arbeit.
So entstanden neben der Fotoschule, vier weitere speziell zugeschnittene Werke: als eBook in allen gängigen Reader-Formaten (pdf, ePub und Kindle-mobi) für so ziemlich jedes “Lesegerät” mit zusätzlichen, nicht online verfügbaren Tipps, Fotos und Anregungen; parallel und in Anlehnung zur Fotoschule.

Die eBooks der Fotoschule


>> Die folgenden Infos zu den eBooks überspringen und direkt weiter in der Fotoschule, klickst Du hier <<
 

Was ist für Dich der richtige eBook-Einstieg?

Beginnst Du gerade mit Deiner neuen DSLR (SLT, DSLM oder Systemkamera) und bist sehr unsicher, was Du mit Deiner neuen Kamera samt Ausrüstung anstellen kannst? Willst Du dabei von Beginn an den richtigen und effektivsten Weg finden, um auch am Anfang schon tolle Fotos auf die Speicherkarte zu bekommen?

Dann empfehle ich Dir vor der “eigentlichen Fotoschule” den
Leitfaden für DSLR und DSLM-Beginner. Du findest in dem Leitfaden viele Tipps, die Du auch ohne Foto-Kenntnisse verstehen und umsetzen kannst, sowie zahlreiche “erste Übungen” mit Deiner neuen Kamera. Ich bin sicher, im Anschluss daran wirst Du es kaum erwarten können, den Rest der Fotoschule zu verschlingen.

Ganz frische DSLR-Piloten klicken
HIER für den Leitfaden der Fotoschule als Online-Version





Hast Du eine längere Fotopause hinter Dir, oder willst Du nur die wichtigsten Einstellungen und Tipps für typische Motivsituationen im Schnellverfahren wieder parat haben? Dann hilft Dir
Der Quick Guide der Fotoschule schnell und präzise, wieder Deine alte Form zu finden.

Den Quick Guide der Fotoschule als Online-Version findest Du per Klick
HIER





Bist Du, sagen wir mal, fotounlustig? Hast Du schon dies und das fotografiert, jeden Winkel in deiner Gegend und Dir fehlen die Ideen, was Du noch fotografieren könntest? Fällst Du förmlich in eine innere Fotomotiv-Lethargie und Dein Kamera-Akku verrottet tiefentladen im Fotoschrank? Stattdessen bewunderst Du jeden Tag all die schönen Foto-Postings auf Facebook und rammst Dich noch tiefer in Deinen Foto-Frust? Dann hat Die Fotoschule mit dem nunmehr vierten eBook die Lösung für Deine nicht ganz ausweglose Situation bereit:

66 Ideen bei Fotografier-Unlust

Einen kleinen Vorgeschmack kannst Du Dir per Klick HIER in der Online-Version anschauen, bestimmt findest Du die Idee, um Deine Kamera wieder erfolgreich und mit viel Freude zur Hand zu nehmen!

Für alle anderen Fotofans geht´s jetzt richtig los in der Fotoschule. Ich wünsche Dir viel Spaß rund um Tante Gerti, dem Oberbruttenscheider Wald, der Marienkäferzucht und der wahnsinnig schönen und aufregenden Welt der Fotografie; unserem gemeinsamen Hobby!


Du willst Dich also durch die Seiten der Fotoschule ackern, weil Du entweder ein fotografischer Frischling (Anfänger hört sich immer so abwertend an...) bist, oder schon einige Erfahrungen mit unserem schönen Hobby gesammelt hast und noch ein paar Ideen mehr finden möchtest.

Du siehst, so schnell geht das mit den Unterstellungen…

Ich denke aber, ich liege damit nicht so falsch, da ich viel Feedback von anderen Fotofans erhalte, das sich in gewisser Weise deckt. So bleibe ich einfach mal in dem „Spekuliermodus“ und zeichne ein typisches „Fotofan-Szenario“, das sich aus den Feedbacks ergeben hat.

Ganz am Anfang steht die Neugierde, damals in analogen Zeiten war sie oft entfacht von einem ersten Fotoapparat. Heute wird es vermutlich Deine Smartphone-Kamera sein. Du hast irgendwie keine Ahnung, wie das mit dem Knipsen funktioniert, aber Du willst gute Bilder haben. So baut sich ein Schub auf, Dich reizt es, doch irgendwie Ahnung vom Fotografieren zu haben. Du willst richtig gut werden. Na gut, aber zumindest besser.

In der Praxis: Du siehst die Stelle, an der Du gerade stehst auf einem Foto in Facebook und willst jetzt selber so ein Foto machen. Oder soll ich schreiben: machen können? Du versuchst es mit allen Apps, die Dein Smartphone hergibt, leider bleibt das Resultat irgendwo zwischen Müll und schrecklich. Wenn Du an der Stelle nicht aufgegeben und weitergemacht hast, wirst Du einen guten Energieschwung in Dir haben, Dich nicht demotivieren zu lassen oder frustriert alles in die Ecke zu pfeffern.

Du bist hier in der Fotoschule gelandet, das war ein sehr guter Schritt. So kannst Du um ein paar, immer wieder typisch vorkommenden, anfänglichen Fehlern umher kommen. Im Laufe der Seiten findest Du alles, was Du gerade anfangs falsch machen kannst und natürlich auch einfache Wege, es richtig hinzubekommen. Tante Gerti hat letztens gelesen, dass Henri Cartier-Bresson oder Helmut Newton (da war sie sich nicht mehr so sicher...) gesagt hat, dass ihre ersten 10.000 Fotos die schlechtesten sind. Nun sitzt sie völlig gefrustet im Gartenstuhl und starrt in den Garten. Sie habe erst 3600 Fotos und jetzt kommen noch dreimal so viele schlechte Bilder hinzu.

Wer von den beiden nun was gesagt hat und was Tante Gerti denkt, ist ja eigentlich auch egal. Was ich allerdings aus eigener Erfahrung sagen kann, Du wirst mit jedem Foto besser. Irgendwie kommt immer ein Zipfel Verbesserung dran, ohne dass man es eigentlich so direkt merkt. Wenn ich so überlege, was ich anfangs stolz auf gewisse Fotos war. Das waren meine Highlights schlechthin, die ich allen zeigte. Damals übrigens noch in echt als Bild oder Dia, nicht per Posting auf Instagram. Habe ich sie mir ein paar Jahre später noch mal angesehen, fiel mir dies und das auf, was ich damals noch falsch machte und inzwischen beherrschte. Heute, nach vielen Jahren, fällt es mir oft schwer zu verstehen, was mich seinerzeit bei den Bildern so vom Hocker riss. Die sind eigentlich überwiegend richtig "schlecht". Das aber eben aus dem Blick des Fotofans, der vermutlich schon mehr als 100.000 Fotos hinter sich hat und dadurch viele, viele Zipfel an Verbesserung verinnerlicht hat. Andere würden sagen, meine eigene Messlatte ist kontinuierlich nach oben gewandert. Jedes meiner Top-Fotos hat sie ein Stückchen nach oben geschoben.

Hinzu kommt sicherlich auch, dass man einen viel höheren Zugriff auf Fotografien generell hat. Facebook und Co. berieseln Dich fortwährend mit Fotos und die Kameras selbst sorgen schon für einen automatisch hohen Qualitätsdurchschnitt. Unscharfe oder komplett fehlbelichtete Fotos gibt es kaum noch, Filmkorn und Farbstiche sind ebenfalls verschwunden.

In meinen ersten Jahren habe ich irgendwann mal was von Langzeitbelichtungen gelesen, nachts im Dunkeln. Das wollte ich auch ausprobieren. Heraus kam mein absolutes Foto-Highlight für die nächsten Jahre:

1977 A45 bei Ergste

Ich glaube, ich sehe Dich gerade schmunzeln. Stimmt, da weißt Du gar nicht, wo Du anfangen sollst mit den Dingen, die im Bild nicht gelungen sind. Sehe ich ganz genauso. Das ist es, was ich meine.

Tante Gerti sitzt flennend im Garten. Schade, denn sie hat die schöne Botschaft des berühmten Fotografens für sich negativ ausgelegt. Mach es anders, nimm sie positiv. Mit der Fotografie hast Du mit jedem Bild die reale Chance, Dich eine Idee weiterzuentwickeln. Es gibt kein Ende, wie bei vielen anderen Hobbies, bei Denen Du irgendwann das Ziel oder Ende erreichst. Ob es Deine Fähigkeiten oder schlichtweg die Motive sind, Du hast immer die Option auf schöne neue Erfahrungen. Ich denke nicht, dass man da Frust schieben muss. Und auch wenn ich zurück blicke und in meinen Diakästen wenig finde, was ich heute posten würde, macht es mich doch froh, dass ich heute Fotos schaffe, bei denen ich nicht lange überlege. Und das ist nur deshalb so, weil ich den Weg über die alten Fotos gegangen bin.


Du magst Dir nun denken,
"klar, der Ralfonso hat ja auch die geile Ausrüstung und alle Möglichkeiten, solche Fotos zu machen. Nicht jeder hat so viel Kohle, sie in solch ein teures Hobby zu investieren."

Genau das zieht sich durch die Emails von Fotofans an Die Fotoschule, wie ein roter Faden! Das wirst Du an verschiedenen Stellen sehr viel detaillierter lesen können, hier nur kurz zum Einprägen:

spar Dir Deine Kohle!

Du erliegst lediglich einem geschickten Marketing-Feldzug der Kamera- und Objektivhersteller.

Leuchtende Fotos, schöne Bilder, sogar automatisch schöne und noch bessere Bilder und alles was Du Dir fotografisch wünschst, ist da in einem anmutig glitzernden kleinen Kasten gebaut und wird Dir unter die Nase gehalten; bis der Duft Dich zum Erliegen bringt. Das klappt in der Fotografie genauso wenig, wie das stimulierende Parfum, das jeden Mann schwach werden lässt; auch das Dröhnen der HiFi-Anlage im Premium-Auto oder Wummern des Sportauspuffes lässt Deine hübsche Nachbarin nicht in Dein Bettchen hüpfen. Ist alles nur Marketing. Du sollst konsumieren und das möglichst teuer.

"Ich habe die XYZ von meinem Vater, die kann ich nutzen, reicht die denn wohl?"
"Ich kann mir keine DSLR-Ausrüstung leisten, aber ich habe eine LZ 1000 (sagen wir mal: TipTop-Bridgekamera), geht die auch?"


Ja.
Geht nicht nur auch.
Geht gut.


Es kommt irgendwann der Punkt, an dem Du merkst, dass Du mit Deiner Kamera nebst Ausrüstung an Grenzen stößt. Wann sie Dir nicht mehr ausreicht. Dann hast Du aber schon so viel Erfahrung, dass Du ganz genau weißt, was Du brauchst und was Dir fehlt. Und das muss nicht zwangsweise teuer werden. Aber das dann Gekaufte wird Dich weiterbringen bei den nächsten 10.000 Fotos.


Also:
lass das Portemonnaie stecken, brauchst Du jetzt noch nicht.

Windfluechter_Sonnenuntergang_Seestern2017

Fotofan Margit fotografierte diese morgendliche Stimmung am Darß mit einer Kompaktkamera von Sony, der DSC-RX10. Keine DSLR, keine speziellen (teuren) Objektive, aber dafür mit einem gelungenen Blick für Motive und dem Willen, das Gesehene auch so auf die Speicherkarte zu kriegen…

So hat sie es gemacht.

 
Ganz häufig werde ich auch gefragt,
"wie lange ich denn für ein Foto brauche. So im Durchschnitt... Weil es sooooo peinlich ist, wenn man wieder vor der Kamera hockt und soooo lange braucht zum Einstellen. Ein guter Fotograf ist da schließlich viel schneller und zeigt mit seinem Tempo auch sein Können."


Mach Dich frei davon.
 
Wie lange ich für ein Bild brauche, kann ich Dir gar nicht beantworten. Das hat eine Bandbreite von Klick bis ........................................................................... (
an dieser Stelle im Web gekürzt) .............................. Klick.

Mal gehts flott, wenn ich was Neues ausprobiere, oder es irgendwie einfach nicht so recht passen will, kann es dauern. Das ist kein Grund Schweißausbrüche zu bekommen, es ist auch egal, was Andere scheinbar gerade denken (was sie vermutlich gar nicht tun, sondern nur Du denkst, sie täten es...) und es ist vollkommen okay. Es tickt keine Stoppuhr hinter Dir, die Dir vorgibt, bis wann das Bild nun endlich im Kasten sein muss. Besonders anfangs wirst Du mehr Zeit brauchen, nach einigen Fotos und wiederkehrenden Motivsituationen geht es dann flotter. Deine Erfahrungswerte werden größer, Du wirst routinierter. Überlegst Du hinterm Steuer heute noch, wo genau der fünfte Gang im Auto liegt? Nein? Es gab Zeiten, da hast Du den Schaltknüppel mit voller Überlegung dahin bewegt (Automatikfahrer zählen jetzt nicht...).

Investiere die Zeit, die Du brauchst. Wenn nachher ein gutes Foto dabei rauskommt, umso besser. Wenn nicht, versuchst Du es nächstes Mal wieder. Das ist sicher nicht besonders pralle mit dem Frust umzugehen, aber da wirst Du durch müssen. Umso schöner ist Dein erster Treffer. Fehler gehören dazu und sind Deine Chance, Dich zu verbessern. Sie sind nichts Negatives. Wärst Du Herzchirurg, sieht das schon anders aus. Da würde ich Dir grundsätzlich eine andere Herangehensweise empfehlen.  ;-)

Ich war übrigens unter Zeitdruck noch nie sonderlich kreativ.
Darum vermeide ich es sehr, mir den Zeitdruck auch noch selber zu verpassen.

GranCanaria1999

Auch das Foto von Gran Canaria stammt aus meiner "Ahnengalerie" und entstand 1999 auf Diafilm. Nach dem Urlaub war das mein ganzer Stolz, neben ein paar anderen Highlights. Ich nutzte in dem Urlaub erstmals meinen neuen Polfilter am ebenfalls neuen Reisezoom und war begeistert von meinen Künsten (begeistert und nicht prahlend angeberisch, da gibts einen feinen Grad...). Das war auch gut so, denn es gab mir sehr viel An- und Auftrieb fotografisch weiterzugehen. Heute fällt mir als Erstes auf, dass ich den Schärfepunkt falsch wählte; er liegt auf dem Distelzeugs im Vordergrund. Dadurch wird die Küstenlandschaft oben rechts bereits sichtbar unscharf.
Das Thema Film vs. Datei wäre der nächste Punkt. Allen Ernstes, würdest Du so ein Foto aus Deiner digitalen Kamera als gut oder überragend bezeichnen? Ich nicht. Körnig ist es. Das war damals ganz normal und niemand störte sich dran. Heute wäre der erste Kommentar: "unscharf, verpixelt und die Farben verwaschen...". Auch der technische Foto-Fortschritt hat die Messlatte nach oben gesetzt, nicht nur die Horden bei Facebook und Instagram.



Ein gerne eingesetzter Trick, gerade zu Beginn, ist die Programmautomatik und der Zoom Deiner Kamera. Die Automatik kompensiert scheinbar Deine Unkenntnis und der Zoom macht Dir das Fotoleben bequem. Tante Gerti im Bild heranzoomen, oder die Landschaft durch Betätigen des Zooms „ganz draufbekommen“, ist für viele beginnende Fotofans ein Reiz, dem man gerne erliegt. Die kleine Zoomtaste an der Digitalkamera bzw. der Zoomring am Objektiv dient jedoch nicht zum bequemen Zurechtrücken des Motivs, sondern der gezielten Auswahl einer bestimmten Brennweite (und das ohne ein Objektiv wechseln zu müssen).

Ein „passend in den Sucher bekommen“ geht grundsätzlich zu Fuß durch echtes Annähern, bzw. Entfernen vom Motiv. Jede Brennweite hat ihre spezifischen Eigenheiten, die nachdrücklich entscheidende Auswirkungen auf die Bild-Darstellung haben. Dein Foto mit Tele sieht anders aus, als eines mit Weitwinkel. Das wird schnell vergessen zu beachten, wenn es überhaupt bekannt ist.
 
Die Programmautomatik als Kompensation des Nichtwissens soll laut den Verheißungen der Hersteller zu immer richtig belichteten hervorragenden Fotos führen. Im allgemeinen Durchschnitt schafft so eine Programmautomatik auch einen allgemeinen Durchschnitt. Wenn Du mehr willst, musst Du erstmal verstehen, was die Automatik warum einstellt. Durch die Grundregeln über Blende, Verschlusszeit und ISO gelangst Du langsam weg von der Automatik, weil Du gerne selber Einfluss nehmen möchtest.

Weil Du keinen allgemeinen Durchschnitt mehr willst.

Falls Du Dich jetzt sorgen solltest, ob Du das jemals verstehen wirst? Ja, wirst Du ganz bestimmt. Alles, was Du wissen musst, findest Du in den kommenden Rubriken der Fotoschule und noch ausführlicher und verständlicher in den Kapiteln des Buches. Auch, wie Du dem Autofokus Deiner Kamera zeigst, auf was er scharf stellen soll. Und wie Du den Blick des Betrachters auf Dein Motiv lenkst. Du wirst ein Gefühl dafür entwickeln, keine überfüllten und überfrachteten Fotos mit „allem drauf“ zu produzieren und Deine Bilder zu gestalten.

Das kommt alles ganz natürlich, Schritt für Schritt, quasi automatisch. Drum schieb keinen Frust, wie Tante Gerti, freu Dich auf ein geniales Hobby. Und mach Dich von diesen ganzen Parolen, Halbwissen-Thesen und Besserwisser-Kommentaren frei. Ein „guter Fotograf“ lässt seine Fotos fertig in der Kamera entstehen und arbeitet sie später am Rechner nicht nach, ist heute wie damals zu analogen Zeiten schlichtweg falsch. Damals wurde im Labor abgewedelt, nachbelichtet, die Körnung während der Filmentwicklung geschmälert und das projizierte Negativ mit Filtern farblich korrigiert. Heute hast Du ein RAW, das entwickelst Du auch. Nur eben digital.

Als „guter Fotograf“ erst recht.

Du wirst anfangs soooooooo viel falsch machen, nicht bedenken, übersehen… Auf soooo viel wirst Du später zurückblicken mit einem Lächeln im Gesicht und Dir sagen: „jau, hab ich auch gemacht damals.“

Das macht Spaß, ehrlich.

Lass Tante Gerti da sitzen und apathisch in den Garten starren, wir genießen lieber unser Hobby und freuen uns über solche Kommentare:

>> Einmal im Leben so viel Optimismus haben wie Leute, die mit dem iPhone aus 50 km Entfernung die Alpen im Dunkeln mit Blitzlicht fotografieren.<<

Herz_Zingst_2017

"Mach mal aus Deinen Händen ein Herz, ich habe letztens ein tolles Foto mit Sonne drin gesehen, das machen wir jetzt auch. Es ist gerade so unheimlich schön hier." Oh jeh, ich sehe den Lensflare bereits auf dem Display der Digicam, Herzen konnte ich auch noch nie formen (zeichnen übrigens auch nicht...) und der Horizont ist schief und und und und....

Ja und?

Niemand sagt, dass Du nicht einfach einen
Moment zur Erinnerung festhältst, um Dich später an diese schöne Stelle und der wunderbaren Stimmung zurück zu bringen. Auch, wenn Du es besser, schöner, perfekter und ganz anders hinbekommen würdest. Manchmal ist das dann schlichtweg wurscht.




Alles toll, was der Ralfonso da in die Tastatur gehämmert hat, aber das kennst Du bereits alles?
Du findest Dich in meinem „Fotofan-Szenario“ im „Spekuliermodus“ nicht so recht wieder, da Du gar kein Frischling mehr bist?

Ganz egal, Die Fotoschule, wie auch
Das Buch der Fotoschule sind so aufgebaut, dass Du immer etwas an neuen Impulsen finden wirst. Unwesentlich ist, ob Du bei Deinen ersten 1.000 oder zweiten 50.000 Fotos angekommen bist. Meine Foto-Tipps sollen Dich inspirieren, erinnern, auf andere Gedanken bringen, Dir neue Ideen vermitteln; Dich dazu bringen, Deine Kamera jetzt in die Hand zunehmen. Ob sie sich nun neu und fremd oder gewohnt und vertraut anfühlt, das macht keinen Unterschied. Ich bin sicher, auch Du wirst Deine Freude an der Fotoschule haben.



Okay, also....

Los geht´s!



Los geht´s mit dem Handwerkzeugs, ohne das es schwer werden würde, Fotos zu schießen:

Die Kamera

…  welche Kamera brauchst Du? ...

Auch wenn es die Kamerahersteller nicht gerne hören, aber man braucht keine
“Super-Spezial-Monster-Teuer-Allesdrinunddran-Kamera”!

Nach wie vor nicht, da hat sich im Laufe der Jahre immer noch nichts geändert:

Das Bild macht der Fotograf!

Auch wenn dieser Spruch inzwischen in allen Social Media arg strapaziert ist und mancher Fotofan die Stirn runzelt, wenn Dir “das Auge” fehlt, dann kannst Du Dir einen Fotoapparat für 20.000 € kaufen und Deine Nachbarin schießt mit ihrem iPhone die besseren Fotografien. Gut zu fotografieren kann man lernen, es gibt viele Gestaltungsgrundlagen, deren Beherzigung Dir von Anfang an bessere Fotos bescheren wird. Allerdings ist es in der Fotografie nicht anders, als in anderen Bereichen des Lebens auch:

man hat seine Schwerpunkte.

Der Maurer mag perfekte Häuser bauen können, ist aber trotz fleißig besuchter Abendkurse eine Niete am heimischen Computer. Der Rennfahrer gewinnt jedes Rennen und schafft keine Bahn im Rückenschwimmen, usw. So kann es sein, dass Dein Talent vielleicht im Video und nicht im Foto liegen mag. Ich bin der Meinung, das sollte man akzeptieren. Jeder sollte das machen, was er kann. Und man soll seine Energie nicht in die Dinge pulvern, die sichtlich nicht zum Erfolg führen.

Da Du aber den weiten Weg durch´s Internet gewählt hast, um mehr über die Fotografie zu erfahren, bin ich sicher, dass das Medium Fotografie Deiner Neigung entspricht.

Also, auf geht`s.

Aus der Fotoserie Korfu

Aus der Fotoserie Korfu

Du brauchst nicht die beste Kamera (was das auch immer sein mag...). Viele Fotografien in der Digital-Fotogalerie entstanden mit einer einfachen analogen Fix-Focus-Kamera und fester Brennweite (das Bild oben z.B. mit einer Olympus µII), andere Fotos sogar mit einem Smartphone oder iPhone. Du wirst in der Fotoschule noch viele Rubriken entdecken, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen, aber ich will nicht vorgreifen.

Zu behaupten, dass der Fotoapparat keine Rolle spielt, ist im Umkehrschluss aber ebenfalls falsch.
Was macht der Schreiner mit ´nem krummen Hammer?



Deine Kamera sollte folgende Minimalbedingungen erfüllen:

scharf zeichnendes Objektiv
gute Belichtungssteuerung
akzeptable Akkulaufzeiten
rauscharmer und detailreich auflösender Sensor



Das muss nicht zwingend eine Digitalkamera sein, aber wo gibt es noch analoge Kameras (mit Film)?
Es gibt jedoch noch ein viel wichtigeres Kriterium:

Du musst sie dabei haben, keine Kamera, kein Bild.

Das ist in den heutigen schnellen Kommunikationsportalen a la Facebook, Twitter und Instagram sicher auch ein abgedroschener Spruch, Die Fotoschule benutzt und wiederholt ihn aber schon seit 1999. Da gab´s noch kein Facebook, höchstens für Freaks.

Der tiefere Sinn dahinter:
darum ist eine kompakte Kamera, die man problemlos “immer dabei hat”, einer umfangreichen Spiegelreflexausrüstung mit vier Wechselobjektiven und Stabsystemblitz ganz klar überlegen.
Im Schrank zu Hause kann die Spiegelreflex mitsamt des ganzen Objektivfuhrparks ihre Qualitäten nur unzureichend ausspielen....


Vielleicht solltest Du Dir überlegen, so eine kleine “Immer-dabei-Kamera”, zusätzlich zu kaufen. Ich habe auf diesem Wege wirklich sehr viele gute Fotos geschossen. Immer dann, wenn die sperrigen Kilos auf der Schulter keine Chance hatten, dabei zu sein. Inzwischen ist die Smartphone-Welt weit fortgeschritten, vielleicht ist ein neues Smartphone eine Bereicherung und Deine Immer-dabei-Kamera? Das Handy (ich weiß, es gibt keine Handys mehr, es gibt Smartphones und darunter iPhones, die auf keinen Fall als Handy zu betiteln sind...) dürfte ja Dein stetiger Begleiter sein, oder...?



R@lfonso online Tipp:

Canon Power Shot G- Serien, Sonys Cyber-shots DSC- Serien oder Panasonics Lumix DMC TZ-Serien sind ideale kleine Begleiter, die in Sachen Bildqualität mit den großen Kameras gut mithalten. Zooms von Weitwinkel bis Tele, Automatiken für die Momente, wenn Du keine Zeit oder Lust zum langen manuellen  Einstellen hast, gute Sensoren, gute Akkulaufzeiten und eben handlich klein.

Und wenn es nur ´ne olle Leiter im stillen See am Bruttenscheider Wald ist, geh´ mit Kopfkino spazieren! Kopfkino an, Augen auf, wo ist egal und welche Kamera Du dabei hast? Egal, wenn Du eine dabei hast...

Tja, Film oder Datei, das ist hier die Frage...

So lautete die Überschrift einer separaten Rubrik zu Beginn der Fotoschule Anfang 2000. Ich riet dann zum Kauf eines Scanners und nachträglichen Digitalisierens der analogen Fotografien aus dem guten alten Fotoapparat.

Heute kennen gut die Hälfte der Fotofans keinen Kleinbildfilm mehr und schauen interessiert und leicht belustigt zu, wenn ich an meiner analogen Spiegelreflex den Deckel der Rückwand öffne, um einen Film in den Filmaufnehmer zu fummeln und danach am Schnellspannhebel werkel. Nur 36 Fotos gehen auf einen Film? Da schafft die kleinste Speicherkarte ja mehr...

Die Foto-Discounter haben analoge Fotoapparate aus ihrem Programm geworfen und zu kaufen gibts nur noch DIGITALE!


Unwissenden und unsicher Suchenden stellen sich heute solche Fragen:

Megapixel, x-fach-Zoom, DSLR oder doch nicht, Marke und Preis (ist denn das was, wenn das so billig ist...?).
Wie in anderen Bereichen des Lebens, willst Du nichts falsch machen. Du liest in Foren, Zeitungen und immer neuen Testberichten, um Dich “schlau zu machen”. Du willst die richtige Kamera haben. Allerdings wirst Du bereits recht zügig festgestellt haben, dass die richtige Kamera irgendwie nirgends zu finden ist...






Die richtige Digitalkamera
Ho, Ho, vielleicht eine Spiegelreflex, Prosumer, Systemkamera, Digicam, superflach oder klobig dick, mit 3fach oder 23fach Zoom? Du kannst es Dir bestimmt schon denken, die richtige Digitalkamera gibt es nicht. Es kann nur eine, für Deine Bedürfnisse richtige Digitalkamera, geben. Und was das ist, musst Du selber heraus finden.



Ich gebe Dir mal ein paar Denkanstöße.

Fotografierst Du bisher mit einer klassischen (analogen) Spiegelreflexkamera?

Dann wird Dich eine digitale Kompaktkamera nicht glücklich machen. Dir wird innerhalb kürzester Zeit die Wahl der Brennweite, die Beeinflussung der Belichtung und Dein Systemzubehör fehlen. Digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) waren bis vor einigen Jahren sündhaft teuer, sind aber gerade in den letzten Monaten durchaus erschwinglich geworden. Das Niveau hat sich dem damaligem analogen Preisgefüge angenähert. Selbst die preislich attraktiven Einsteigermodelle bieten alles (und das ist sehr viel mehr, als es eine analoge SLR damals überhaupt konnte), was ein SLR- Fotograf braucht. Das Wechseln von Objektiven und Verwenden von Systemzubehör, der Einsatz externer Blitzgeräte und sogar das Betreiben von synchronisierten Studioblitzanlagen ist möglich. Fernsteuerungen, Verwacklungshilfen (Anti-Shake), Belichtungsreihen, Serienfotos, HDR, RAW, für jedes Foto ein anderer ISO-Wert oder die Möglichkeit Videos mit der SLR zu filmen, waren damals reinstes Science-Fiction.

Die namhaften Hersteller, allen voran die großen bereits von damals bekannten Namen, wie Nikon, Canon, Olympus, Pentax und neu als Nachfolger der Minoltas nun Sony haben eine Systemzubehörvielfalt, dass es einem schwindelig wird. Im Fremdmarkenzubehörsegment tummeln sich immer noch Sigma, Tamron, Tokina und viele andere qualitativ ebenbürtige Hersteller. Selbst die preiswerteren Auslaufmodelle im DSLR- Markt schaffen bereits Auflösungen im Bereich von 10 Megapixel, die Fotografien bis 30x40 cm ermöglichen.

Canon bietet mit seiner EOS- Reihe die Möglichkeit, eine digitale Spiegelreflexkamera mit Anschlussmöglichkeit von Wechselobjektiven und Systemzubehör für unter 400,-- € zu erwerben und Olympus, Sony, Nikon und Pentax bieten ebenfalls solche Kameras an. Nikon, wie auch vorher schon zu klassischen Spiegelreflexzeiten mit Film, im qualitätsbewussten, professionellen und teurerem Segment (wobei es die D40 auch schon zu Schleuderpreisen gibt).

Minolta hat es trotz der Verschmelzung mit Konica nicht geschafft, den DSLR- Markt mitzubestimmen, bot mit seiner Dynax-Serie aber sogar DSLR mit Antishake-DSP an, was sehr effektiv verwackelte Fotos reduziert. Sony versucht nun mit einer großen Modellvielfalt dieses Loch zu füllen und zieht mit seinem DSLR- Angebot gleichauf mit den Konkurrenten. Bei der Gelegenheit eine kurze Anmerkung (´zig Emails erreichten mich schon genau mit dieser Frage):

Minolta-Fans können die neuen Sonyobjektive, Blitze und weiteres Zubehör an ihrer Dynax 5D oder 7D verwenden und umgekehrt beim Umstieg auf eine Sony DSLR ihre Minolta DSLR- Sachen weiternutzen. Es handelt sich einfach um weiterentwickelte Minolta- Technik (ein vorhergehendes “Besser-mal-probieren” ist allerdings empfehlenswert).
 

Friedhof in Frankreich

Ein altes Foto, das ich in einer meiner Fotokisten im Keller fand. Es entstand Anfang der 90er Jahre an der französischen Atlantikküste. Ein wunderbarer letzter Ort für alle Liebhaber der Strände dieser Welt. Gibt es einen schöneren Friedhof, als diesen hier? Während eines Ausflugs auf der Ile d` Oleron entdeckte ich diesen schönen Ort der ewigen Ruhe. Es war eine ganz fremde Atmosphäre einerseits auf einem Friedhof zu stehen, andererseits den Sand des Strandes zu spüren und aufs Meer zu schauen.

Fotografiert mit einer Minox 35GT-E und ja, es rauscht, es ist nicht richtig knackescharf das Kreuz links ist angeschnitten, die Blumen rechts unten ragen noch ins Bild und, und, und... Trotzdem wird die Bildaussage transportiert, obwohl die technische Umsetzung nach heutigen Gesichtspunkten voller Fehler ist.

Viele neu einsteigende Fotofans stellen die Frage nach den Megapixel:

"Wie viele hat die denn?"

Es ist verständlich, Du suchst nach einer Maßeinheit, um zu vergleichen. Beim Auto bekommst Du direkt eine Einschätzung, ob es eine Gurke mit 40 PS oder ein flotter Flitzer mit 187 PS ist. Das haben die Kamerahersteller schnell aufgegriffen und versuchen im Mordstempo neue Modelle auf den Markt zu werfen, die ständig "mehr Megapixel haben". So erreicht der Megapixelwahn, ähnlich des Megahertzwahnes im PC- Bereich, immer neue Höchstmarken. Zur Zeit sind im Digicam- Sektor die 18-24 Megapixel-Kameras im Kommen, nur bringen die Megapixel alleine nicht automatisch eine Verbesserung der Abbildungsleistungen. Fatalerweise ist es meistens genau umgekehrt; mehr zum Vor- und Nachteil kannst Du in der Rubrik “Pixelwahn” lesen ---> Klick hier <---

Viel entscheidender für eine gut auflösende Kamera ist die Größe des Sensors, die physische Größe in Zentimetern (wird bei den Digitalkameras üblicherweise in Zoll angegeben). Pauschal kannst Du davon ausgehen, dass eine Kamera mit einem 1 Zoll Bildsensor (oder größer) allen anderen Kameras mit kleineren Sensoren überlegen ist. Pauschal, wohlgemerkt. Im Spiegelreflexsektor halten die etwas kleineren und länger etablierten APS-C-Kameras häufig sehr gut mit. Es bleiben dann zwar messbare Unterschiede, aber für Dich sichtbar ist das meistens nicht (jetzt mal abgesehen von anderen Gründen, die durchaus für das Vollformat sprechen).

Die Kameras werden durch die Bank schneller und besser und haben das Speichermedium Film längst abgehangen. Die Fotoschule behandelt an vielen Stellen zwar noch das Thema Film, aber inzwischen ist diese Technologie in der Breite tot.
Die Grundausstattungen im Digitalkamera- und DSLR- Segment wird immer üppiger, ohne dass die Preise parallel damit ansteigen. Die Möglichkeit in RAW zu speichern bieten inzwischen selbst Digicams und Smartphones, vor nicht allzu langer Zeit war das eine Königsklasse der DSLR. Ausgeklügelte Automatiken, GPS, HDR, WLAN, Panorama und so weiter sind fast immer mit dabei. Das klingt klasse und vor allen Dingen sehr verlockend, “denn schließlich brauchst Du das ja alles...” Das denken viel Fotofans, wenn sie starten. Es ist aber nicht so, je versierter Du wirst in Deinem Hobby, umso mehr gelangst Du zu der Erkenntnis: es ist noch so, wie damals.

Du steuerst manuell die Blende und Verschlusszeit, wählst den korrekten ISO-Wert und stellst vermutlich manuell scharf.

Das Kino drumherum an Deiner Kamera ist nice to have, brauchste aber meistens nicht.

Du solltest bei Deiner richtigen Digitalkamera nicht vergessen, dass eine tolle herausragende Sache daran, die Kamera nicht zwangsläufig gut werden lässt. Eine hohe Megapixelzahl heißt nicht zwangsläufig, dass die Kamera auch besser ist, als eine Kamera mit geringerer Auflösung. Ebenso wie im PC- Bereich kommt es auf das Zusammenspiel vieler Komponenten (z.B. Objektiv, interner Datenfluss der Kamera....) an; denn auch da ist nicht die Megahertz- Zahl des Prozessors der alleinige Faktor für eine schnelle Arbeitsweise des PC´s. Die Kombination und Abstimmung der Einzelteile ist es.

So solltest Du auch die unzähligen Testberichte im Internet und anderen Medien lesen. Ein Preis-Leistungs-Sieger besticht häufig durch das Kriterium Preis. Das macht die Kamera nicht zwangsläufig gut. Du hast nur wenig Geld aus dem Schächtelchen zu holen und bekommst dafür relativ viel. Das mag aber Deinen Wünschen an schönen und qualitativ bestechenden Fotos rein gar nicht entsprechen. Oft werden Kameras mit einer Top-Bildqualität weit unter anderen Kameras platziert, die deutlich schlechtere Ergebnisse liefern. Auch hier ist häufig der Kaufpreis mit in das Bewertungsschema eingegangen und führt zu Abwertungen. Gleiches gilt für das Vorhandensein oder Funktionieren von Zusatzfunktionen. Die Bild-Qualität-Siegerin kommt auf Platz 12, weil davor 11 Kameras mit WLAN und
WIFI-Fernsteuerung, Bluetooth und NFC stehen. Das sind möglicherweise Kriterien, die für Dich gar keine Relevanz haben. Was hast Du davon, wenn Deine neue Kamera per WLAN mit atemberaubender Geschwindigkeit alle Fotos von der SD-Karte auf den Rechner überträgt, dafür aber alle Fotos rauschen oder irgendwie verwaschen aussehen; nur weil der Sensor in der Kamera nicht annähernd die Qualitäten des WLAN-Moduls aufweist?

Weststrand

Das klassische Urlaubsfoto, hier entstanden am Weststrand zwischen Ahrenshoop und Prerow auf Fischland-Darß-Zinst an der Ostsee. Solche Motivsituationen (sonnige Landschaft tagsüber) bewältigen alle Digitalkameras ohne Probleme. Dafür brauchst Du nicht zwingend eine Spiegelreflex, das geht selbst mit dem iPhone (Du fotografierst im gemäßigten Weitwinkelbereich). Viel entscheidender, als die benutzte Kamera ist, wie Du sie einsetzt.

 Hier entscheidet der Stand der Sonne darüber, ob Deine Farben leuchtend oder grau und ausgewaschen wirken. Die Position beim Fotografieren und aktive Wahl des Bildwinkels sind das nächste Kriterium. Das Bildformat (hier 16:9 hin zum Panorama) und die Drittel-Aufteilung des Horizontes geben dem Bild den letzten fehlenden Schliff. Die Marke und Bauart der Kamera würden hier nichts verändern.

Das folgende Foto entstand an demselben Strandabschnitt, ein paar Meter weiter unten näher am Wasser. Und in die andere Richtung, aus der die Sonne schien. Auch das Bild entstand mit einem iPhone und vermutlich sagt bei dem Bild jeder, “mit einer richtigen Kamera wäre das Bild ein schönes Bild geworden.” Dabei zeigt das Bild genau das Gegenteil von den oben beachteten Faktoren: Standpunkt beim Fotografieren, Stand der Sonne, Bildaufteilung, Bildformat...)

Weststrand

Viele Fotofans fragen Die Fotoschule nach der richtigen Digitalkamera. Oft hilft eben schon das richtige Lesen von Testberichten. Was ebenfalls auch heutzutage noch richtig gut hilft: guck Dich im Freundes-, Familien-, Kollegen-, oder Bekanntenkreis um und frag einfach. Ich meine im echten Leben, nicht die Facebook-Gruppe "Kamerasuche für Anfänger". In Letzterer tummeln sich möglicherweise wieder ein paar Aufschneider, die sich vor Jahren nicht trauten, die Zähne überhaupt auseinanderzukriegen und heutzutage anonym im Web als Pseudo-Foto-Profi zu wirklich allem ihren getippten Senf hinzugeben müssen. Ich meine den Arbeitskollegen, der immer so gute Fotos macht und dem Du während der letzten Weihnachtsfeier mal auf die schöne Kamera geschielt hast. Frag ihn. Lass Dir die Kamera zeigen, das macht er bestimmt gerne. Frag ihn, wie die Kamera seiner Meinung nach ist, ob er sie sich wiederkaufen würde oder ob er aus seiner Erfahrung ein ganz anderes Modell im Fokus hat. Nimm sie in die Hand, vielleicht gibt er sie Dir gerne mal zum Ausprobieren und fühle, wie sie sich in Deiner Hand macht. Gefällt sie Dir? Ist sie viel zu fummelig, zu groß, zu klein, zu schwer oder einfach nur hässlich?
Solche Gespräche und parallel das echte "In-die-Hand-nehmen" bringen Dich um Meilen voran! Nach 10 Stunden googeln bist Du genauso schlau wie vorher und wenn Du dann irgendwann merkst, dass die so ausgewählte Kamera mal eben doppelt so groß ist, wie Du es erwartet hast, dann kannste wieder googeln...




Unabhängig davon (oder zusätzlich, um Dir ein paar Hilfestellungen zu geben) habe ich ein kleines Gerüst aufgebaut, dass Dir vielleicht ein paar Wege aufzeigt und sogar einige Türen öffnet:

Es gibt Dich auch heute immer noch, den Fotofan mit analoger Erfahrung. Damals fotografiert wie wild, dann kam das Haus, das Motorrad, die Kinder, die Scheidung, das nächste Haus oder auch alles in anderer Reihenfolge. Kamera und Fotografieren, die schönen Stunden, die Du damals damit verbracht hast? Die sind irgendwo zwischen Haus, Kinder und Motorrad auf der Strecke geblieben. Und gestern kam Dir da so eine Idee, vielleicht könntest Du ja auch mit so einer digitalen Kamera...?
Nur wie und mit welcher? Was nimmt man denn da so?


Also:

willst Du der klassischen Fotografie Adios sagen (oder siehe oben, hast es bereits vor Jahren...) und komplett von Analog-SLR auf Digital umsteigen, dann solltest Du es unter einer DSLR nicht probieren. Jede andere Digicam wäre ein Kompromiss, der dazu führen wird, dass Du in einem Jahr nochmal beim Händler stehst und wieder kaufst...
Die DSLR steht hier allerdings gleichbedeutend mit einer DSLM (spiegellose), Systemkamera und mit Abstrichen auch für eine höherwertige Kompaktkamera (Bridge). Wichtig ist die manuelle Steuerung, der größere Sensor für das kreative Gestalten der Schärfentiefe und die Möglichkeit für Wechseloptiken (bei der Kompaktkamera entsprechend ein großer verbauter Zoombereich).

Natürlich hängt Deine Entscheidung auch davon ab, wie intensiv Du Dein neues altes Hobby wieder bzw. weiter betreiben möchtest. So kann auch eine Travelzoom-Kamera oder eine kleinere Kompakte mit guten Bildeigenschaften und großem Zoombereich Deine richtige Kamera werden. Hast Du keine Lust, wieder Kilos spazieren zu tragen, weil Du dann gleich wieder die Lust an der Fotografie verlieren würdest, ist so eine Kamera die Lösung für Dich.

In den Vorgängerversionen dieser Rubrik nannte ich an dieser Stelle den Fotofan, der an der klassischen Fotografie festhalten und zusätzlich ein Bein in den digitalen Bereich stellen will. Ich glaube aber, den gibt´s nicht mehr. Falls Du doch zu dieser aussterbenden oder fast ausgestorbenen Spezies gehörst, hier die Kurzversion:
hol Dir zu Deiner analogen Spiegelreflex eine gute und kompakte Digitalkamera mit einer Auflösung nicht unter 10 Megapixel und einem eingebauten Zoomobjektiv (3-fach ist Minimum), intelligenter Belichtungssteuerung und das alles in "handlich" (gibt es für ungefähr 70,-- € --> Aldi, Lidl und Co. machen es möglich). Klein genug zum dabei haben, flexibel genug um auch schwierigere Aufnahmesituationen zu bewältigen. So hast Du in komplizierten und ausgefallenen Situationen die Möglichkeit auf Deine klassische Spiegelreflex auszuweichen und für den Hausgebrauch nimmst Du die Digitale. Du wirst Dich wundern, wie breit der Einsatz der Digitalkamera werden wird...

Auf Korfu

Typisch für viele Griechenland-Fotos sind Bilder, die den starken Kontrast zwischen dem dunklen Blau des Meeres und den weiß getünchten Hauswänden zeigen. Auf Korfu findet man diese Szenerie eher selten; Santorini ist da die erste Adresse für alle Fotobegeisterten.

Aber....
auch auf
Korfu gibt es sie, man muß nur die Augen auf machen.

 Dieses Foto entstand nicht mit einer “High-End-Spiegelreflex”, sondern mit einer Bridgekamera der ersten (digitalen) Stunden.

Stativ Minolta Dimage 7 140mm 1/125s  f5,6

Hier nun die Tipps für den Ersten von den beiden häufigsten Fotofans, den Neueinsteiger
(der andere ist der typische Umsteiger oder Erweiterer).

Damals:
Neueinsteigern im Bereich Fotografie riet ich lange Jahre vom Kauf einer Digitalkamera ab.
Diese Seite erschien 2002 erstmalig und da habe ich so argumentiert:
Erste Versuche sollte man mit einer guten Kompaktkamera (mit Zoom und Blitz) klassischer Art unternehmen. Danach stehen Erfahrungen rund ums Bild an. Was ist ein Farbstich, was ist Schärfentiefe (ist übrigens identisch mit dem Begriff Tiefenschärfe) und wie hängen verwackelte Bilder mit Verschlusszeiten zusammen. Und was sind Verschlusszeiten? Erst wenn man hier etwas Fuß gefasst hat, kann man sich erfolgreich im digitalen Wirrwarr bewegen. Außerdem besteht die Möglichkeit über gescannte Fotografien (oder Picture-CD´s vom Fotohändler) an digitale Bilder zu gelangen.

Nun, ich habe meine Meinung angesichts der aktuellen Marktsituation bereits in meinem großen Update dieser Seite Mitte 2006 geändert (und das ist ja auch schon Jahrzehnte her...). Bist Du in den letzten Tagen mal mit Deiner Tante Gerti in einem Fotogeschäft oder einer Fotoabteilung eines Kaufhauses gewesen und hast ihr gesagt:
"Frag mal nach Kleinbild-Sucherkameras...."
Na?
Genau!
Die gucken Dich an, als ob Du in einer Musikabteilung LP´s kaufen willst.
Wobei...
Hier setzt ja gerade wieder ein gewisser Retro-Effekt ein. Den lassen wir aber jetzt echt mal weg.

Die Qual der Wahl
Diese Modelle habe bzw. hatte ich selbst im Einsatz und kann sie Dir empfehlen. Selbst das iPhone (hier zu sehen in der bereits klassischen Version 4s) liefert für seinen Einsatzbereich hervorragende Bilddateien. Es ist aber eben die Frage, wo Dein Schwerpunkt liegt, oder liegen wird? Eine DSLR bietet Dir mit Sicherheit die größte Flexibilität für den weiteren Ausbau Deiner Kameraausrüstung. Um genau das machen zu können, was Du vielleicht mal wirst. Sie hat leider aber auch einen entscheidenden Nachteil: sie ist dick, klobig und schwer. Somit mag sie für Dich rein gar nichts sein, wenn Du nie Bock hast, sie mitzunehmen. Überlege genau, was Du aktuell für Foto-Aktionen im Kopf hast und was aus Deinem neuen Hobby vielleicht mal werden könnte? Willst Du nur mal im Urlaub fotografieren, oder Dich richtig intensiv mit dem Thema Fotografie beschäftigen? Schleppst Du nicht so gerne, oder hast Du auch im normalen Alltag immer eine Art Rucksack dabei? Willst Du was in der Hand halten, oder liebst Du das Filigrane?

Ob es nun schön oder schrecklich ist, die Zeit der analogen Fotografie (mit Film, egal ob Dia oder Negativ) ist zumindest im
Consumer-Breitenmarkt vergangen. Wer kauft heute noch eine Kamera mit Film (und ohne Display hinten drauf zum Sofortangucken)? Diese Rubrik aktualisiere ich nun schon das fünfzehnte Mal seit 2002 und in nur einem Jahr ist der Markt überschwemmt von Neuerscheinungen digitaler Kompaktkameras um die 16 Megapixel Auflösung. Stetig andauernd ist der Boom im Spiegelreflexbereich (inklusive der spiegellosen Systemkameras, DSLM, SLT). Es werden hochwertige digitale Spiegelreflexkameras gebaut, die den klassischen Brüdern und Schwestern gleichen, teilweise sogar die vorhandenen (und damals teuer gekauften) Wechseloptiken und das vorhandene Systemzubehör verwenden und......ja und...... endlich auch bezahlbar sind. Dieser Trend dürfte noch andauern und an Intensität eher zunehmen. Tja, für Deine damals teuer erkaufte Spiegelreflexausrüstung bekommst Du auf dem Privatmarkt nicht mal mehr ´nen Toaster. Wertloser Müll. Schön doof, seinerzeit sooooo viel Geld dafür ausgegeben zu haben....

Halt!

Wenn Du mir jetzt eine Email schicken willst, dass das alles gar nicht so sein wird und der Film niemals aufhört zu existieren und die Digis nie die Analogen verdrängen, die Qualität der Sensoren nie an den Nuancenreichtum der Filme rankommt und das Feeling ewig ein anderes sein wird:

Du hast ja Recht.

Aber.....

Der Farbfilm hat den Schwarzweißfilm verdrängt, obwohl die Qualität eines perfekt ausgearbeiteten Schwarzweißbildes auf weichem Barythpapier niemals von einem Farbfoto auf Plastikträgerpapier (PE) erreicht wird.

Wie hieß es damals in der Musikbranche?
CD und LP werden parallel weiterexistieren? Und was ist mit der Cassette?
Heute ist eine LP etwas für Freaks, die räucherstäbchenbedröhnt die Nadel auf den schwarzen Träger bugsieren und das Knacksen als einen romantischen Akzent bezeichnen.
Spielfilme schaut man auf DVD (und die ist auch gerade dabei abzudanken....ich sag nur Blue ray und Video on demand....) und der Wecker am Bett geht funkgesteuert atomgenau und nie mehr nach. Der ist aber inzwischen vom Smartphone ersetzt und wecken wird Dich letztlich das Vibrieren Deines Fitness-Trackers oder die Apple Watch am Handgelenk.


Ich stehe nach wie vor dazu, dass ich viele meiner besten Fotografien mit meiner Uralt-Minolta-SRT und Festbrennweiten machte, am liebsten Stunden in meiner Dunkelkammer hockte und entwickelte und heute noch weiß, bei welcher romantischen Situation genau der Knackser auf meiner Roxy Music LP entstand (die ich übrigens noch habe)  :-))

Ebenso ist es andererseits der Lauf der Zeit, sich den Gegebenheiten des Breitenmarktes anzupassen und auch die Annehmlichkeiten nicht ständig zu verteufeln (´ne LP im Auto ist irgendwie doof, der Sonnenuntergang bei tiefblauem Himmel mit glutroten Deko-Wölkchen in Schwarzweiß eher trostlos und die vielen Vorteile der digitalen Fotografie sind mehr als nützlich).
Ich genieße es, meine Dunkelkammer nun digital bei Tageslicht am Notebook im Garten betreiben zu können, ehemals zeitraubende Dunkelkammerbearbeitungen nun per Klick zehnmal besser umzusetzen, kistenweise Fotos zu schießen, auszuwählen und sofort verfügbar zu haben und das für lau! Und auch eine Multi-Programmautomatik für komplett Blöde nutze ich in manchen Situationen liebend gerne, weil es manchmal eben nur ums “Klick-hab-ich” geht...

Es liegt an Dir, was Du aus all den Möglichkeiten machst und was Du davon nutzt.


Sorry für so viel Text, musste mal sein.



Ich rate heutzutage natürlich allen Anfängern und Neueinsteigern zum Kauf einer Digitalkamera.
Es ist aber umso wichtiger, sich mit den Grundregeln der Fotografie zu beschäftigen, sonst rafft man niemals, was in dem kleinen Knipscomputer da eigentlich an simplen Klamotten abgeht. Hat man damals einen Auslöser an einer Einfachkamera gehabt, so sind es heute 40 Motivprogramme plus Weißabgleichkorrektur und Digitalwecker.
Das schreckt ab.

Dabei arbeiten auch die tollsten Digicams nur mit Licht.

An den Grundregeln, die über Deinen Erfolg letztlich maßgeblich entscheiden, hat sich rein gar nichts geändert. Da es besonders zu diesem Thema kistenweise Emails hagelt, habe ich eine weitere Rubrik namens “Die große Unsicherheit rund um die Digitalfotografie!” geschrieben.

Aus der Reihe “Am Darss im Herbst”

Aus der Reihe “Am Darss im Herbst”
In Farbe sah das alles recht langweilig aus, rein fotografisch gesehen. In schwarzweiß dachte ich mir, das könnte was werden. Es ist kein Highlight, aber es ist was... Zum Einsatz kam eine Sony Alpha 200 mit 90 mm Tele. Das Foto hätte mit einem Smartphone so nicht entstehen können, es sei denn, ich wäre durchs Wasser gelaufen. Eine Digicam mit 4-fach Zoom oder entsprechend eine Kompaktkamera wäre ebensogut gegangen. Die Aufnahme entstand als Farbfoto, die Umwandlung in schwarzweiß folgte später am Rechner.

Nicht vergessen solltest Du, zum Kauf einer digitalen Kamera gehört ebenfalls:

ein leistungsfähiger PC / Notebook (ab 1GHZ  4 GB RAM  20GB HDD  USB)
Fotodrucker
CD/DVD-Brenner / ext. HDD
gute Bildbearbeitungsprogramme
und idealerweise ein schöner großer Monitor mit ausgewogener Farbdarstellung

Du solltest auf jeden Fall Kenntnisse im PC- Bereich haben, Dateitypen unterscheiden können und ein paar Erfahrungen im Bereich der digitalen Bildbearbeitung mitbringen. Wenn Du dazu Nein sagen musst, dann schiebe den Kauf einer Digitalkamera hinaus. Verlockende Angebote der Druckerhersteller, die mit supereinfachen Fotoprints per eingeführter Flashcard (oder drahtloser Bluetooth- bzw.
WLAN-Übertragung) werben, sind mit einer gewissen Skepsis zu betrachten. Ich kann mich nicht erinnern, ein digitales Bild ohne Nachbearbeitung im PC gedruckt zu haben.

Allerdings muss ich inzwischen zugestehen, dass die Großlabore den Trend zum Digitalfoto auch erkannt haben und kostengünstig Fotoprints und herrliche Fotobücher liefern, so wie man es vom Film in der Tüte her kennt. So kann man zumindest anfangs um PC- Kenntnisse rumkommen; aber eben >anfangs<.




Doch zurück zum kaufwilligen Fotofan, es gibt nicht nur Neueinsteiger, sondern auch typische
Umsteiger oder Erweiterer. Noch vor wenigen Jahren war das meistens der Besitzer einer Digicam aus den ersten Jahren der digitalen Fototechnik, der entweder eine neue Digitalkamera (in der Regel eine Bridge) oder eine DSLR suchte. Heute ist es sehr häufig der Fotofan mit Smartphone, der über das Ausstattungs-Feature namens Smartphone-Kamera, in der Regel eher nebenbei und ungeplant den Foto-Einstieg erlebte. Vordergründig ist das Posten auf Facebook und Co. der eigentliche Beweggrund, erst in der zweiten Reihe stehen die Themen Bildverarbeitung und Bildgestaltung. Nämlich genau dann, wenn die leckere Pommes Schranke auf dem Smartphone-Display gar nicht so appetitlich erscheinen will und das Foto schlichtweg nicht für die gewünschten Likes taugt. Dann wird mit Foto-Apps getuned und gebastelt, beim Fotografieren mit den Beleuchtungen probiert und dies und das in der Kamera-App an-, oder abgeschaltet. Auf einmal entsteht der Wunsch, mit einer richtigen und besseren Kamera schönere Fotos zu fotografieren. Ein weiterer Effekt gesellt sich hier zu: auch wenn heute so ziemlich alle Leute alles fotografieren mit ihrem Smartphone, greift man für besondere Anlässe dann doch auf eine “richtige” Kamera zurück. Das Smartphone für den Alltagskrams, die separate Kamera für gut. Obwohl viele Smartphone-Kameras den dann eingesetzten “richtigen” Kameras technisch überlegen sind, gilt ein Foto per Smartphone bei der Taufe, dem Geburtstag, der Firmenfeier als nicht seriös genug. Vielleicht liegt es daran, dass viele Smartphone-Fotografen ihre Fotoausbeute dank des nicht vorhandenen fotografischen Wissens auf die Gerätegattung namens Smartphone übertragen. Ergo ist ein Smartphone-Bild niemals ein richtig gutes Foto...

Wer dann aber kauft, kauft inzwischen selten eine Digicam. Den kleinen Digicams ohne besondere Ausstattungsmerkmalen droht ohnehin der Untergang, wenn er nicht schon da ist. Bei der Qualität der Smartphone-Kameras in den aktuellen High-End- Smartphone-Modellen dürfte kaum noch ein Fotofan den Kaufgrund  für eine Digicam entdecken. Sicher mag es der echte Zoom sein, dagegen steht jedoch der größte Nachteil der Digicams: sie sind ein weiteres Gerät, das man nicht nur mitschleppen muss, sondern auch zu pflegen hat (ganz weit vorne ein zur rechten Zeit geladener Kamera-Akku). Die Bildqualität ist fast gleichwertig, eigentlich überwiegen ansonsten die Nachteile: zweites Gerät, mehr Gewicht in der Tasche, keine Anbindung an Social Medias, Fotos nicht direkt in der Smartphone-Bildergalerie vorhanden...

Aus der Rubrik Garten von Fotofan Holger

Aus der Rubrik “Dein Garten” fotografiert von Fotofan Holger.
Für solche Aufnahmen brauchst Du schon etwas höherwertiges Equipment, aber vor allen Dingen das Kopfkino. Ohne die Idee und das offene Auge, Dein mögliches Motiv für die Idee zu entdecken, nützt Dir auch die tollste Fotoausrüstung nichts.

Gemeinsam haben alle Umsteiger und Erweiterer denselben Wunsch: mit der Spiegelreflex (wie gesagt, auch Systemkamera, DLM, SLT usw.) endlich so richtig gute Fotos zu bekommen.
Ebenfalls gemeinsam haben sie kurze Zeit drauf auch denselben Frust: die Bilder sind irgendwie unscharf (Stichwort Schärfentiefe - kommt alles weiter hinten in der Fotoschule noch ausführlich) und die Bedienung der Neuanschaffung entpuppt sich als recht kompliziert.

 Besonders im Vergleich zum Touch auf dem iPhone oder der intelligenten Automatik der gewohnten Digicam. Wer mit der DSLR "nur" draufdrücken will und dann erwartet, dass jetzt das geniale Profifoto auf dem Display erscheint, wird direkt den richtigen Frust erleben. All das, ist in den nächsten Kapiteln und Rubriken ausführlich beschrieben, daher noch ein paar Worte zur neuen DSLR.

"Hallo Ralfonso, welche DSLR soll ich mir kaufen? Die für 495,-- € mit den zwei Objektiven dabei oder besser die XY für 1395,-- €? Ich will ja was vernünftiges haben, aber sieht man denn so einen Unterschied? In den Tests hat die XYZ am besten abgeschnitten..."

So ungefähr erreichen mich zahllose Emails verunsicherter Fotofans und erhofft wird jetzt die Master-Lösung. Das klappt natürlich sowohl als auch nicht. Der Rat, doch besser die günstige Ausrüstung zu nehmen, da die Unterschiede kaum sichtbar sein werden, mag bei vielen Fotofans passen. Kann aber genauso gut voll danebengehen, wenn der geneigte Fotofan ganz klare Ideen hat, was sein zukünftiges Fotoschaffen alles beinhalten wird.



Testberichte sind oft schwierig zu lesen, da gibt es die unterschiedlichsten Kriterien, die zu Auf- oder Abwertungen führen. Manche mögen für Dich von hoher Relevanz sein, andere sind vollends unwichtig, da Du in dem Segment vermutlich nie aktiv werden wirst. Je konkreter Deine Vorstellungen sind, was Du fotografieren möchtest, umso besser wird die Kameraauswahl funktionieren. Ich weiß, ich wiederhole mich, wenn ich das schreibe, aber Tante Gerti erzählt ja auch den ganzen Tag dieselben Geschichten: die sichtbaren Qualitätsunterschiede zwischen zwei DSLR´s im Kaufladen (oh jeh, was für ein Wort, das klingt recht oldschool...) sind sehr gering. Wenn Du sie überhaupt bemerkst. Genau entgegengesetzt hochtrabend sind die Ratschläge und Kaufempfehlungen in Foto-Foren und Gruppen in Facebook: da wird von eklatanten Qualitätseinbußen verschiedener Modelle gesprochen. Wie schon damals: im Canon-lastigen Forum sind selbst die 5 Jahre alten Bodies noch besser, als der Schrott von Nikon. Im Sony-Forum heißt der Schrott Canon und im Panasonic-Forum wiederum Sony. Lass Dich nicht verrückt machen. In der Fotoschule findest Du an vielen Stellen Hinweise zu diesem Thema und wirst sehen, dass es echt totaler Unsinn und vergeudete Zeit plus strapazierte Nerven ist.

Deine Kamera muss zu Dir passen.

Das beginnt mit der Haptik, den sonstigen Möglichkeiten und dem angestrebten Zubehör. Sehr viel differenzierter findest Du in Der Fotoschule in den nächsten Kapiteln sehr viele Infos, die Deine neue (werdende) Kamera auch indirekt betreffen.

Willst Du gewisse Dinge auch fotografieren? Gibt Dir Deine neue Kamera die Möglichkeiten dazu?

Das wird Dir beim Lesen klar werden. Und ist sehr viel effektiver, als eine Ausstattungsliste, die Du jetzt abhakst mit Ja und Nein und am Ende Deine zu kaufende Kamera dabei rauskommen soll. Es dauert vielleicht eine Idee länger, weil Du ein bisschen mehr lesen musst. Unterm Strich wirst Du nachher aber wirklich schlauer sein und viel sicherer, was Deine Wahl angeht.


In der nächsten Rubrik hat Die Fotoschule einige typische Fragen zur DSLR aufgeführt:

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