Vieles haette ich verstanden, wenn man es mir nicht erklaert haette

Das improvisierte Studio

... wie erreiche ich gute Fotos mit wenig Aufwand in den eigenen vier Wänden? ...

Wieder einmal schüttet es draussen aus Kübeln, die Tage werden kürzer und so richtig hell scheint es in den nächsten Tagen auch nicht mehr zu werden. Tante Gerti hat liebevoll das einhundertvierundfünfzigste Marienkäferkuschelhimmelbettchen aus Ostereiernestbastelrasen und leeren Streichholzschächtelchen vollendet und schaut Dich mit ihren entzündeten Augen schnippisch an. Du kennst den Blick und weisst, was das heisst:
ein erneuter Versuch eines gelungenen Portraits von Tante Gerti für die große Fotowand im Vereinsheim des Marienkäferzuchtvereins!

Und das heisst ebenfalls:
keine Sonne, keine Fotos auf der Pferdewiese und keine Fotosession im Oberbruttenscheider Wald.


So muß mal wieder die eigene Hütte herhalten als improvisiertes Fotostudio.



An was mußt Du alles denken und was solltest Du beachten, damit Deine Fotografien auch gelungene Portraitfotos werden?

Bei der Gelegenheit noch ein kleiner Hinweis:
in den Rubriken
Portraitfotografie und Aktfotografie habe ich bereits einige Tipps für erfolgreiche Fotos hinterlegt. Es handelt sich, wie in vielen anderen Bereichen der Fotoschule auch, um Tipps an jene Fotofans, die ohne einen großen (finanziellen) Aufwand und Profi-Equipment zu guten Fotos kommen wollen. Im Zusammenhang mit meinem persönlichen Foren-Test habe ich einige Schelte bezüglich meiner Tipps erhalten, denn sie seien zu laienhaft und unprofessionell. So haben sich einige selbsternannte Foto-Profis herablassend amüsiert, dass ich wahrhaftig vorschlage, Strahler auf ein Stativ zu setzen und eine Multiblitz-Anlage nicht zwingend für nötig halte.
Nun gut.
Ich bleibe auch weiterhin bei meiner Überzeugung, dass es auch mit wenig Aufwand und etwas Improvisationsgeschick geht, hervorragende Fotos zu schaffen. Natürlich weiß ich auch aus meiner eigenen Praxis, dass ein komplett ausgestattetes Fotostudio vieles leichter macht und die eigene Kreativität beflügelt. Falls Du also die Möglichkeit hast, das Fotostudio
eines guten Freundes nutzen zu dürfen, oder in Deiner Nähe ein Studio für Deine Arbeiten mieten kannst, solltest Du diese Chance auch wahren. Alle Fotofans, die diese Möglichkeit nicht haben und für ein paar Portraitfotos nicht ein eigenes Studio nebst Ausrüstung kaufen wollen, gehts hier weiter:

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Du benötigst einen größeren Raum, den Du abdunkeln kannst, oder Du fotografierst alternativ einfach abends. So vermeidest Du ungeplante Lichteinflüsse durch einfallendes Tageslicht (man sieht beispielsweise die Schlagschatten von den Strahlern härter). Der Raum sollte so groß sein, dass Du einerseits ein paar Meter entfernt von Tante Gerti (Dein Fotomotiv und Objekt der Begierde) fotografieren kannst und andererseits noch genug Platz hinter Tante Gerti ist. Den brauchst Du, um einen möglichst gleichmäßigen Hintergrund zu platzieren. Ideal ist ein großes Tuch (gemustert, farbig, schwarz oder weiß nach Deinen Vorstellungen), das gleichmäßig bis auf den Fußboden liegend die Fläche hinter Tante Gerti ausfüllt. Wichtig ist, dass Tante Gerti nicht direkt vor dem Tuch sitzt, liegt oder steht, denn dann kann der Hintergrund schnell zum bildbeeinflussenden Vordergrund werden. Du hättest dann zusätzlich zu kämpfen mit fiesen harten Schlagschatten. Dunkelheit ansich, kannst Du ja entsprechend wegleuchten und so machst Du es Dir nicht gleich schwerer, als es sein muß.


Weiterhin benötigst Du eine Kamera mit Objektiv im Bereich von 70 – 120 mm Brennweite (bezogen auf Kleinbildfilm). Das sollte möglichst eine
DSLR oder vergleichbare Bridge / Prosumer- Kamera sein. Von großem Vorteil ist z.B. die gute alte 50mm Festbrennweite, denn sie bietet bauartbedingt eine höhere Schärfe (meistens haben die Festbrennweiten ein deutlich höheres Qualitätsniveau, als Zoom- Objektive) und vor allen Dingen Lichtstärke von 1:1.4 (was es Dir ermöglicht, auch ohne Stativ aktiv zu werden). Was das Licht angeht, solltest Du vom klassischen Blitzen Abstand nehmen:
Du brauchst nur 2 Videoleuchten mit 1000 – 1500 W (gibt’s mit etwas Glück für 30,-- € auf dem Flohmarkt). Und die montierst du auf 2 Stative. Fertig, das wars. Für Aktaufnahmen oder kuschelige Portraits reicht auch eine Einzelne. Wenn Du dann noch ein bisschen mit der Blende rumspielst, damit es aussieht, wie bei Kerzenschein, hast Du im Prinzip schon gewonnen...

Und die oberste Regel:
bloß niemals Blitzen mit dem eingebauten Miniblitz Deiner Kamera, das ist erstens uncool und zweitens versaut es die schönste Stimmung und macht einen fiesen Hautton.
Die Leuchten haben einen ganz klaren Vorteil (das haben mir schon viele Modelle bestätigt): man ist viel entspannter, weil man nicht immer darauf achten muss, wann der Blitz kommt (weil´s ja eben Dauerlicht ist).

Links und rechts neben Tante Gerti brauchst Du zumindest soviel Platz, dass Du die Strahler im angemessenen Abstand aufbauen kannst. Nun kann es eigentlich schon losgehen.



Ein Hinweis zum Thema Strahler (einige Mails erreichten mich hierzu und es gibt einiges an Verunsicherung bezüglich LED, LUX und Lumen):
 
anstatt der Videoleuchten kannst Du auch LED-Strahler nehmen, wenn sie hell genug sind. Es gibt inzwischen welche, die eine vergleichbare Helligkeit wie ein 500 Watt-Strahler entwickeln. Und das, bei deutlich reduzierter Wärmeentwicklung. Preislich liegen die aber noch im recht üppigen Bereich. Auch Baustrahler funktionieren, sofern das Leuchtmittel halbwegs farbneutral ausgelegt ist.

Einige Fotofans machten mich darauf aufmerksam, dass es bei 1000 Watt-Strahlern zu einer ordentlichen Hitzentwicklung kommt und die Leuchten maximal 5 Minuten brennen dürfen.
Zur Vorgehensweise während des Shootings kannst Du Dir folgenden Anhaltspunkt nehmen. Ich arbeite immer mit zwei zusätzlichen 100 Watt- Lampenstrahlern, die direkt neben den 1000 Watt-Strahlern stehen und so dieselbe Lichtverteilung hervorrufen, wie die 1000 Watt. Damit erarbeite ich Positionen mit dem Modell, schau wie das Licht fällt etc und schalte dann mit einer "einfachen" Steckdosen-Fernbedienung die Strahler für das eigentliche Foto ein. Das hat den Vorteil, dass Du nicht ständig eine Beleuchtung wie vorm Kernkraftwerk hast (und das Model nur noch blinzelt, wenn es nicht direkt dahinschmelzt) und vermeidest so das Temperaturproblem. Bezüglich der maximalen Leuchtdauer gibt es lampenseitig Unterschiede, manche vertragen Dauerlicht, andere dürfen nur kurz leuchten.

Chrissi__

Mit einem 500 Watt- Strahler seitlich von rechts beleuchtet und indirekt links mit einem Reflektor aufgehellt.

Lumen und LUX sind Klassifizierungen für Helligkeiten. Bisher hat man immer als Hilfsmaß die Angabe Watt genommen, eine 100 Watt-Birne ist eben so hell, wie eine 100 Watt-Birne. Durch die Verbreitung alternativer Beleuchtungsmittel, hat sich das verändert. Spätestens seit Einführung der Energiesparlampen wurden anfangs immer Vergleiche aufgeführt (8 Watt Energiesparlampe entspricht 60 Watt Glühlampe, was aber nur bedingt stimmte). Durch die LED-Technologie gehen diese Vergleiche gar nicht mehr. Im technischen Bereich und bei der Entwicklung von LED´s wird seit jeher mit dem Begriff Lumen gerechnet, was sich im privaten Bereich bisher nicht sehr weit verbreitet hat. Lumen gibt an, wieviel Licht aus einer Lichtquelle rauskommt, dieser Wert ist die direkte Vergleichsmöglichkeit von Leuchtmitteln. Wenn Du mal den Lumen-wert einer 75 W Glühbirne mit dem einer heutzutage bezahlbaren LED-Leuchte vergleichst, wirst du sehen, dass da für eine Raumbeleuchtung viel zu wenig Licht rauskommt. Du kannst da zwar eine Vase im Glasschrank damit etwas anleuchten, aber für eine Raumbeleuchtung gehts nicht. Das ändert sich zur Zeit aber rasant, wenn Du allein die Entwicklung im Automobilsektor verfolgst (Scheinwerfer mit LED). Hier wird es in den nächsten Jahren noch einen ordentlichen Schub geben (Stand heute: Ende 2011).

LUX gibt an, wieviele Lumen auf einem Quadratmeter auftreffen. Wenn ein Strahler, der 1000 Lumen abgibt genau einen Quadratmeter ausleuchtet, hast Du da 1000 LUX, leuchtet er 2qm aus, hast Du nur noch 500 LUX. Auf einer Arbeitsfläche braucht es mehr LUX als im Vorratskeller, damit lassen sich Beleuchtungsanlagen für improvisierte Studios berechnen. In der Portraitfotografie ist es aber nicht so sehr entscheidend.

Ganz grob kommen aus einer 100 W Glühbirne (und entsprechend aus einer 20 W Energiesparleuchte) rund 1000 Lumen raus. Die Lumen- Angabe findest Du mittlerweile auf allen Leuchtmitteln (LED, wie Energiespar).

Zu den LED-Strahlern lässt sich noch sagen, dass es wichtig ist, welche im neutralen Farbton zu ergattern. Häufig haben die Strahler einen kühlen Grundcharakter (ins Bläuliche kippend), das kann zu Farbverschiebungen auf Deinen Fotos führen (auch mit AWB). Das gilt allerdings auch für Baustrahler, die häufig den Hang haben, genau das Gegenteil zu bewirken (ins zu warme rötliche Licht kippend). Gerade bei Portraits fällt das aber nicht ganz so krass auf.

Kleider machen Leute

Tante Gerti sollte sich gut schminken und passende Kleidung zur Verfügung haben .
Nun, in wieweit dieser alte Spruch noch auf so manche "Leute" heutzutage zutrifft, möchte ich lieber mal nicht kommentieren. Für Deine Portraitfotos gilt das auf jeden Fall uneingeschränkt, denn passende und ausgefallene Kleidung kann Deinem Modell und somit Deinem Bild einen deutlich positiven Kick geben (viele tolle Sachen findet man ebenfalls für ein paar Euro auf dem Trödelmarkt, auch ein Kostümverleih mag das eine oder andere Accessorier in seinem Sortiment bereit halten....) .

Die Arbeit Deiner Visagistin (das mag durchaus Tante Gerti selbst vor´m Schminkspiegel sein) ist sehr entscheidend für das Gelingen Deines Fotos. Das gilt insbesondere für Schwarzweiß-Fotos. Um Kontraste und Schattierungen besser erfassen zu können, sollten Make Up´s (Lippenstift eher dunkler, Kajal ruhig kräftiger und dichter, Lidschatten stärker...) ruhig etwas überzeichnet sein.


Je nach Belieben (also ganz so, wie Du möchtest, denn das weiß ich ja leider nicht ;-)) ) kann Tante Gerti auf einem Stuhl sitzen, vor Dir tanzen, festgelegte Posen einnehmen, lachen, staunen, weinen oder lasziv direkt in Deine Kamera schauen. Oft hilft es, eine weitere Person mit zu deinem Foto- Shooting im improvisierten Studio zu nehmen. Um entsprechende Posen und Ausdrücke bei Deinem Model zu erreichen, kannst Du beispielsweise vorgehen, wie es
Martina in einer Email an mich beschreibt:

------------------ schnipp ---------------------

>> Ich sage zu den Männern, dass sie gucken sollen, wie ein Schwein, ein arrogantes...
Und zu den Frauen sag ich, sie sollen Michael anschauen und denken: "Was willst du Arschloch von mir?" Entweder brechen sie dann in
schallendes Gelächter aus, was ich schnell fotografiere oder sie gucken wirklich so und das fotografier ich auch schnell oder sie gucken skeptisch, was ich auch mag...
Ein Augenblick ist wirklich nur einen Augenblick lang und danach vorbei und niemals genauso wiederholbar. <<

------------------ schnapp ---------------------

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Während Deiner Fotosession solltest Du mit offener Blende arbeiten, damit Du eine geringe Schärfentiefe erreichst und so der Hintergrund auch wirklich in den Hintergrund tritt. Das erfordert allerdings eine genaue Scharfstellung auf Dein Motiv und gute Optiken (nochmal der Tipp zum höherwertigen Normalobjektiv, sprich 50mm f1.4). Die Lichtverteilung auf Deinem Motiv kannst Du mithilfe der Videoleuchten schon vor dem eigentlichen Foto beurteilen (die Digitalfotografie macht´s mit dem kleinen Kamera-Display möglich...) und die Leuchten entsprechend ausrichten. Sehr hilfreich ist auch hier wieder die "Dritte Person", die ergänzend gezielt einen Reflektor halten kann, um Dein Model passend indirekt auszuleuchten. Das muß nicht zwingend ein teurer Reflektorschirm sein. Annähernd gleichwertig ist auch ein gebastelter Reflektor aus weißem Styropor. Vielleicht steht Dein Reflektor aber auch bereits im Flur an der Garderobe:
eine schöne weiche Ausleuchtung erhältst Du mit einem Schirm in Regenbogenfarben, in den Du hineinleuchtest und Tante Gerti so indirekt beleuchtest. Das klassische "Blitz von vorne druff" - Fotografieren solltest Du auch beim Einsatz von Videoleuchten möglichst vermeiden und stattdessen lieber spannungssteigerndere Beleuchtungen von der Seite oder sogar von hinten (mit leichter Aufhellung vorne <-- lässt die Haare schön leuchten) bevorzugen.

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Making of ....
Typischer Minimalaufbau mit zwei indirekt an die Wand strahlenden Leuchten, die so ausgerichtet keinen Schlagschatten erzeugen.

Sollte Deine Kamera die Serienbildfunktion beherrschen, nutze sie.
Fotografiere soviele Fotos
von den (scheinbar) gleichen Ausdrücken Deines Models, wie es geht und beachte vor allen Dingen die Schärfe (ggf. in der Serie nachregeln, ich empfehle Dir die manuelle Scharfstellung). Gerade bei Portraits gilt es die absolute Schärfe auf den Augen des Models zu haben. Sind hier Unschärfen sichtbar, empfindet der Betrachter Dein Portraitfoto sofort als “unscharf”. Sind Haare oder Ohren nicht mehr 100%-ig scharf, wird das eher toleriert.



Hat Deine Wohnung eventuell einen Wintergarten mit einem schönen barocken Sofa, eine kuschelige Schräge im Wohnzimmer, einen unheimlich wirkenden alten Keller mit Steingemäuer oder offenes Fachwerk als Raumteiler? Ich bin sicher, Du hast
noch vielmehr Ideen, was Du alles mit in Dein Portraitfoto einbinden kannst und geschickt ausleuchtest.
So entfällt logischerweise mein Tipp von oben, ein großes Tuch als Hintergrund zu nehmen und weicht der Idee, vorhandene räumliche Gegebenheiten zu nutzen.

Vielleicht verlegst Du Dein improvisiertes Studio einfach in die Räume eines benachbarten Schlosses oder einer Burg? Viele "Burgherren" gewähren Dir häufig kostenlosen Einlass, wenn Du freundlich fragst und kurz umreisst, was Du vorhast. Vorhandene Requisiten lassen einen großen Spielraum für allerlei kreative Ideen und Du mußt nicht viel an eigenem Material mitnehmen. Manchmal reicht als Dankeschön ein gerahmtes Bild Deiner Aufnahmen für die Schloss- Gallerie.
Du magst jetzt schmunzeln, was ich für Tipps gebe, aber versuch´s doch mal, Du wirst Dich wundern.

Zuguterletzt gibt es ja glücklicherweise auch noch Tage, an denen es nicht schüttet und sich somit eine Vielzahl an natürlichen improvisierten Fotostudios in der freien Natur ergeben. Ob Deine Fotos an einer alten Waldhütte, in einer Ruine, auf dem stillgelegten Zechengelände neben alten Maschinen oder auf der Lichtung am Oberbruttenscheider Wald entstehen, entscheidet Deine Fantasie und Improvisationsbereitschaft.
Bei Außenaufnahmen mit schlechten vorhandenen Lichtverhältnissen kommt allerdings ein neues Problem auf: Du hast keinen Strom und Deine Videoleuchten bleiben dunkel. Die Rettung sind zwei Blitzgeräte und ein optischer Fernblitzauslöser. Das ist eine Fotozelle, die unter den Blitzkontakt montiert wird und den Blitz zündet, sobald der Hauptblitz auslöst (den Servo-Auslöser, wie er auch genannt wird, gibt es für kleines Geld im Fotozubehör). Der zweite Blitz muß kein Systemblitz sein oder sonstige Spezialausstattungen besitzen.
(da sind wir wieder beim Thema Trödelmarkt oder Fotobörse, ich muß wohl bald mal eine Rubrik darüber schreiben ;-)
 Beides würde ich Dir raten, zu kaufen, falls Du öfters im Bereich “Portrait ohne Strom” aktiv sein willst. Nicht nur für Dein improvisiertes Portrait- Studio, sondern in vielen anderen Bereichen wirst Du mit Hilfe des
externen Blitzes deutlich bessere Fotos erzielen. Du kannst die oft mickrige Reichweite des eingebauten Kamerablitzes erheblich erweitern, kannst indirekt blitzen (keine roten Augen mehr), seitlich blitzen und gezielt beleuchten. Und diese Möglichkeiten stehen Dir sogar mit einer einfachen Sucherkamera zur Verfügung.

Hier siehst Du den klassischen Aufbau eines improvisierten Studios.

Wie ich oben schon erwähnte, zeigt Dir das Bild deutlich, dass es mit etwas Erfindergeist problemlos möglich ist, ein improvisiertes Studio überall einzurichten. Falls Du nun meinen könntest, bei so einem Aufbau kann ja nichts Brauchbares entstehen, liegst Du leider falsch.

Unten habe ich zwei Fotografien zusammengestellt, die genau hier entstanden sind.
Links unten siehst Du das originale Bild, rechts die daraus am Blechotto entstandene
Fotomontage. Die Fotos sind speziell vor dem Hintergrund einer nachträglichen Weiterverarbeitung und Veredelung enstanden. Ich könnte mir vorstellen, dass mancheiner während der Aufbauarbeiten zum improvisierten Studio nicht ahnte, was letztlich an Fotografien hier entstehen wird.

Das Gelingen hängt stark von Deiner Kreativität ab, der Gabe Dein fertiges Bild schon grob vorab im Kopf zu haben und gezielt beim Shooting genau "dahin" zu arbeiten.

Eine freundliche Leihgabe von MaBu
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Abschliessend nochmal meine generelle Einstellung zum Thema Portraits und somit “Menschen fotografieren”:

Das beste “Menschen- Bild” ist das Foto, das dem Betrachter fühlen lässt, was Dein Modell ausdrückt, empfindet oder fühlt.

Das ist wirklich das aller, allerwichtigste und lässt Dich besondere Fotografien schaffen . Das unterschätzen oder mißachten viele Fotografen (männlich, wie weiblich...). Sie verdrehen ihr Model bis zum Beinbruch, nur um etwas besonderes zu machen. Und dabei ist der Gesichtsausdruck das Wichtigste bei allem. Natürlich sollte Tante Gerti im Umkehrschluß auch nicht stocksteif vor Deiner Kamera hocken, oder wie ein Depp dastehen oder sitzen. Da liegt es eben auch an Dir, was Du für Impulse gibst und wie Du die jeweilige Situation positiv leitest.



Alle diese Tipps gelten logischerweise nicht nur für die
Portraitfotografie, sondern sind ebenso für die Aktfotografie anzuwenden. Weitere Tipps findest Du in den Rubriken Akt und Portraits der Fotoschule.


Fußnote

In dieser Rubrik "Mein improvisiertes Studio" habe ich mich entschlossen, Fotografien des Fotofans Martina zu verwenden. Sie sollen Dir zeigen, dass es eben nicht unmöglich oder unerreichbar ist, mit der eigenen Kamera loszulegen und hervorragende Ergebnisse, "wie beim Fotografen" selbst zu erschaffen. Martina nahm vor rund zwei Jahren im Jahre 2006 mit mir Kontakt auf und fragte sich, ob sie überhaupt "das Fotoauge" hat. Nach vielen Jahren Fotopause stand sie vor einem Neueinstieg und wollte sich in die digitale Fotografie hineinwagen. Seit einem guten Jahr hat Martina ihre Vorliebe für die Portrait- und Aktfotografie entdeckt und einfach losgelegt.

Einfach losgelegt in zweierlei Hinsicht:
sie nahm die Kamera in die Hand und probierte, korrigierte, erkannte Fehler und versuchte sie beim nächsten Foto zu vermeiden und wurde immer besser und (ich sagte ja in zweierlei Hinsicht) das alles ohne Profi-Ausrüstung mit einer "einfachen" DSLR, Normalobjektiv, zwei Strahlern und motivierten Modellen. Ihre Fotos verstauben nicht auf Festplatten, sondern stellen sich erfolgreich den kritischen Beurteilungen anderer Fotobegeisterter im Rahmen der
Online- Gemeinde Foto Community.

Bereits in den Rubriken "
Anfängergedanken I und II", sowie der Rubrik "Bin ich gut?" habe ich betont:
 
Es ist nicht schwer! Versuch es, probiere, lerne, laß Dich nicht entmutigen von scheinbar unerreichbar schönen Fotografien anderer, sondern nutze sie als Inspiration für eigene Ideen!

Learning by doing halte ich für den effektiveren Weg zu guten Fotos, als frustrierendes Wälzen unverständlicher und trockener Fachliteratur im Wohnzimmersessel. Und überlege Dir in Momenten des großen Frustes immer, wer es wirklich drauf hat, Deine Fotos zu kritisieren und wessen Ratschlag für Dich relevant ist, ihn auch zu beherzigen... ;-))
 

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