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direkt zum Inhaltsverzeichnis der Fotoschule klick bitte HIER
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Mein großes Hobby ist die Fotografie, seit nunmehr 31 Jahren betrachte ich die Welt durch den Sucher, seit 18 Jahren verarbeite ich meine Bilder in meinem eigenen Labor und mein
jüngstes Kind ist die digitale Bildverarbeitung am Blechotto (seit 1995). Ich habe keine speziellen Themenbereiche, was ich fotografiere, wobei ich zugeben muß, daß mich Menschen, Landschaften und Strände am meisten
begeistern.
1991 habe ich meine erste Fotoaustellung in Schwerte realisiert; Schwerpunkt war die Darstellung der Stadt in Form von handcolorierten Schwarz/Weiß- Fotografien. Es folgten diverse andere Projekte
unterschiedlichster Themeninhalte.
In der Rubrik BEST OF findest Du Auszüge meiner Arbeiten. Wie bereits eingangs erwähnt, findest Du verkleinerte Darstellungen der Fotos (kurze Ladezeiten) und per Klick darauf die höherauflösende Variante.
Seit Beginn meiner fotografischen
Aktionen benutze ich als “Handwerkszeug” eine Kleinbild- Spiegelreflex-Kamera. Anfangs habe ich vorwiegend auf niedrigempfindlichen und hochauflösenden Dia- Material fotografiert, mit Sandwich- Techniken experimentiert und
schon bald damit begonnen, veränderte Duplikate nach meinen Vorstellungen anzufertigen. Ich sammelte meine Erfahrungen mit klassisch ermüdenden Diavorführungen, in denen ich die Nervenkostüme von Familie und Freunden über
Gebühr strapazierte. Es folgte eine Zeit der Mehrprojektoren- Vorführungen mit zu Beginn selbstgebastelten manuellen Überblendsteuerungen, später halbautomatische Timergeräte.
Der Farbnegativfilm hatte bei mir noch nie eine sonderlich große Rolle gespielt. Ich vermute, der Hauptgrund lag darin, daß ich von ein und demselben Film bei drei verschiedenen Entwicklungslaboren auch drei
verschiedene Papierbilder erhielt. Ich war mir nie sicher, welche Version denn nun die originalgetreueste war. Bei einem Papierabzug vom Dia sieht man zum Vergleich immer das Original und erkennt, wann im Labor gefuscht wurde.
Es folgten Jahre, in denen ich bei all meinen Freunden und Bekannten das Image des Fotografen hatte. Brauchte jemand ein Foto (wofür auch immer), Rat oder Ideen, hat man mich gefragt. Ich habe mich nie für gut gehalten
und an meinen Fotos ausnahmslos noch was auszusetzen gehabt, aber ich war der Fotograf. Diese Bestätigungen für meine Fotografien haben mich stolz gemacht und waren der Motor, der mich voran trieb. Ich mutierte zum
fotografischen Autodidakten, saugte alle Informationen über fotografische Themen in mich auf, stöberte in Büchereien nach Fachbüchern und las regelmäßig Fotozeitschriften. Meine Fotografien fanden Platz in Leserwettbewerben
diverser Fotozeitungen (Color Foto, Foto, Meiers Fotoheft) und hin und wieder veröffentlichte ich auch mal ein Foto in “normalen” Zeitungen.
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Aus meiner Fotoserie Schwarzweiß-Bilder >>Klick<<
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Ein entscheidender Einschnitt folgte im Jahre 1988. Den überzeugenden Argumenten meiner damaligen Freundin erliegend, machte ich erste Gehversuche in Richtung “Eigenes Labor”. Ich
stieg ein in einen Bereich, der mich zwar immer magisch anzog, aber in meiner praktischen Fotografie quasi nicht existierte: Das Schwarz- Weiss- Bild. Überwältigt von den gestalterischen Möglichkeiten “ohne Farbe” und nur in
Grautönen begannen Wochen aus denen Monate wurden, die mich noch tiefer mit der Fotografie verschmelzen liessen. Wenn ich vorher schon viel fotografierte, jetzt wurde es extrem. Ich verbrachte Stunden in der Dunkelkammer und
bemerkte bei mir eine auffallend andere Sichtweise für Motive; ich reduzierte alles in Licht und Schatten, selektierte in Grautönen. Ich bemerkte schnell, dass das eigentliche Bild erst hier wirklich entsteht und der
Negativfilm lediglich die noch feinzuschleifende Rohmasse ist. Anfangs war ich unsicher und ich kann mich noch gut an meine verzweifelten Versuche erinnern, einen Film in völliger Dunkelheit in die Mitnehmer der
Entwicklungsdosenspirale einzufädeln. Ebenso lebendig sind die Erinnerungen an meine ersten Filmentwicklungen im Trommelentwickler. Ich war nachher pitschnass, das Badezimmer schwamm, alles lag kreuz und quer, ich wußte gar
nicht mehr so recht, was ich da eigentlich tat und blickte ungläubig auf einen tropfenden 35mm- Film, der korrekt belichtete und vor allen Dingen entwickelte Negative enthielt. Und um der Schwelgerei noch einen drauf zu setzen:
ich liebe diesen Moment, wenn das noch weiße Fotopapier in der gefüllten Entwicklerschale im schwachen Rotlicht der Dunkelkammerleuchte liegt und ganz zaghaft die ersten Konturen des Bildes sichtbar werden. Erst so schwach, daß
ich mir nie sicher bin, ob ich schon was sehe, dann aber immer deutlicher und klarer.
Aber beim reinen Schwarz- Weiss- Bild sollte es nicht bleiben, schnell hörte ich von Möglichkeiten, ein Schwarz- Weiss- Bild manuell zu colorieren; ganz so, wie man möchte....
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Aufmerksam auf diese Art der nachträglichen Bildveredelung im Fotolabor wurde ich durch Arbeiten des Aachener Fotografen Hermann Brettin. Er arbeitete auf unterschiedlichen Papiersorten
und colorierte seine extrem weich graduierten Fotopapiere vorwiegend mit einer Stift/Schwamm-Technik. Inspiriert durch diese Bilder begann für mich eine Zeit des Experimentierens auf allen mir bekannten Fotomaterialien mit
verschiedensten Farbtechniken. Schnell habe ich herausgefunden, daß mir die besten Ergebnisse auf mattem Barythpapier geringer Gradation (übrigens war seinerzeit der DDR- Hersteller ORWO in diesem Bereich ein echter Geheimtip!)
mit Eiweißlasurfarben in Verbindung mit Buntstiften gelangen. Es war eine andere Form des Fotografierens für mich entstanden, denn es lag in meiner Hand, die Natur nachträglich auf meinen Bildern farblich so zu gestalten,
wie ich sie gerne gesehen hätte. Meistens arbeitete ich nahe am Realen, benutzte die Farbgebung nur, um ein farbiges Bild zu schaffen, das die Natur auch hätte so erscheinen lassen können. Hat sie aber nicht...
Und so entstanden Bilder, die zum Teil echt und natürlich wirkten, andererseits aber doch diesen Touch des Fremden hatten. Meiner ”Colorierwut” blieb nichts verborgen, schnell wagte ich mich auch daran, menschliche Haut
coloriert darzustellen, was mich vor einige unerwartete Probleme stellte.
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Obwohl ich technisch problemlos in der Lage war, in meinem Labor Farbfotografien auf Farbnegativ- oder Diapositivfilmen zu verarbeiten, ließ ich die Farbfotografie für Jahre links
liegen und lenkte mein Hauptaugenmerk auf die colorierten Schwarz/Weiß-Fotos. Die technische Entwicklung des PCs und somit ebenfalls die digitale Bildverarbeitung im finanzierbarem Heimbereich schritt rasant voran und zog
somit auch bei mir irgendwann ein. Ich habe jedoch bis heute keine vergleichbaren Realisationen mit den Tricks des Blechottos erreicht, der individuelle Flair meiner Schwarz- Weiss- Colorationen bleibt irgendwo zwischen PCI-
Bus und Prozessor- Cache auf der Strecke.
Und doch, obwohl ich Zeit meines “Fotolebens” darüber meckerte und mich lustig machte, sie sind auch über mich hergefallen und werden immer bestimmender: die Bits, Bytes, Dots
und Pixel. Es sollte der zweite entscheidende Einschnitt folgen, 1996. Ich tauchte ein in Eieruhrszenarien, quälte mich mit 8mb Arbeitsspeicher und schreibtischbedeckenden Scannern rum, hielt gedruckte “Fotos” in den
Händen, die ich als Resultat meines Dunkelkammerlabors vermutlich sofort in die Tonne gekloppt hätte. Aber ich blieb hartnäckig dran und arbeitete ständig an meinem digitalen Labor, bis ich nun Ergebnisse erziele, die meinem
Qualitätsstandard der Dunkelkammer nicht nur entsprechen, sondern ihn weit übertreffen. Immer seltener wurden die Dunkelkammernächte, der beissende Geruch von Essig in der Luft der ganzen Wohnung und der Griff zum klassischen Film. Flash-
Cards und Jpegs bestimmen das Bild, die Schränke mit Fotopapier beherbergen nun zum immer bestimmenderen Teil Druckerpapier und anstelle des Entwicklerfläschchens kaufe ich nun Tintenpatronen.
In dieser Zeit hatte ich
zusätzlich das Glück, einen Freund kennenzulernen, der als freiberuflicher Fotograf im eigenen Studio arbeitete. Torstens fotografischer Schwerpunkt lag in der Erstellung von Set- Cards für Models. Hier lernte ich jede Menge über die Arbeit mit Modellen, allerdings auch mit Agenturen kennen....
Tja, was im Jahre 1999 folgte, kannst Du Dir sicher denken: R@lfonso online. Meine Fotografien nahmen eine neue Gestalt an, sie verwandelten sich in pics. Und ausgezogen sind sie auch, sie wohnen jetzt nicht mehr bei mir
zu Hause, sondern auf fernen Servern dieser Welt. Und obendrein lassen sie sich von allen begucken, gar nicht mehr so fein und rein wie ihre Vorreiter, die sittsam im Diamagazin auf ihren großen Auftritt warteten.
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Aus meiner Fotoserie Winterimpressionen >>Klick<<
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Aber soll ich Dir was verraten? Manchmal hole ich meine alte erste Spiegelreflexkamera aus dem Schrank, lege einen Film ein und gehe hinaus. Ich geniesse es, ohne ratternden Motor
den Film per Schnellschalthebel weiterzuspulen, per Dreh am Entfernungsring des Objektivs und Blick durch den Sucher scharf zu stellen und dann den Auslöser zu drücken, der den Spiegel im Inneren satt und geräuschvoll klacken
läßt. Und soll ich Dir noch was verraten? Komischerweise entstehen dann meine besten Fotos.....
Falls Du Dich auch mit der Fotografie beschäftigst und ich vielleicht Dein Interesse an diesem Thema geweckt habe, bin ich gerne bereit, Dir detaillierte Informationen und
einige brauchbare Tipps zu geben. Ich kann es nur jedem empfehlen, der in der eigenen Dunkelkammer werkelt, sich diesem Thema zu widmen. Schreib mir, ich werde jede Email hierzu beantworten. Solltest Du ”nur” Lust haben, ein
Portrait oder sonst irgendein Bild, das Dir vorschwebt, von mir fotografieren und nachträglich colorieren zu lassen, um es Dir an die Wand zu nageln oder Deiner/Deinem Liebsten zu kredenzen, ja auch dann solltest Du jetzt
kräftig in die Tasten hauen..... Ich beschäftige mich mit der Fotografie aus Spaß an der Sache und verfolge keine materiellen Interessen; anders ausgedrückt, ich kann glücklicherweise machen, was ich möchte, denn ich lebe
nicht davon.... ;-)
So, nun viel Spaß mit der Fotoschule.
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