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Aktfotografie
Die Aktfotografie ist ein sehr begehrter Bereich im Rahmen der Fotografie. Einerseits lassen sich alle
Fotozeitungen sehr viel besser verkaufen, wenn es im Innenteil einen Spezialbereich –Akt- gibt, andererseits können viele, wohl überwiegend männliche Interessenten, ihre heimliche Begierde unter dem Deckmantel
des künstlerischen Anspruchs verbergen.
Sicher ist die Aktfotografie hoffnungslos überbewertet, verglichen mit anderen Themen rund um die Fotografie. Meinem Leitfaden für Die Fotoschule folgend, will ich auch hier nur die Tipps geben, die ich aus meinen eigenen Erfahrungen ableite und empfehle Dir für spezielle Informationen eines oder mehrere der zahllosen Bücher über den Akt.
Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen Nacktfotografie, Aktfotografie und Pornografie. Die Grenzen verlaufen fliessend, denn immer werden nackte Menschen abgebildet.
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Nehmen wir mal Tante Gerti. Na ja, in diesem Bereich brauchst Du schon etwas Vorstellungsgabe, aber Du bist ja ein pfiffiges Kerlchen/Frauchen... Tante Gerti
nackt am Strand, Tante Gerti als erotisch positioniertes Accessoire im Kontrast zum dunklen Lavagesteins Lanzarotes oder als Detailaufnahme in eindeutiger Position auf dem Küchentisch hockend;
da fliessen sie, die Grenzen von nackt über Akt zum Porno. Als Grenzlinie kannst Du Dir selbst folgende Hilfe nehmen: die Aktfotografie zeigt als Bildinhalt die Darstellung des nackten Koerpers in seiner
Ganzheit, die Pornografie hebt die Abbildung der Geschlechtsteile in den Vordergrund und die Nacktfotografie liegt irgendwo bei beiden und keinem.
Seitdem ich vor einiger Zeit angekündigt habe, diese Rubrik
auch in der Fotoschule zu behandeln, habe ich zahlreiche Emails bekommen von Leuten, die ungeduldig darauf warten. Um es gleich klarzustellen, ebenso wie Nacktfotos (was würden FKK-Katalog-Anbieter sonst machen?)
hat auch die Pornografie ihre Berechtigung und ich verurteile keines von beiden. Warum sonst war z.B. meine Rubrik Pussy Sites wohl seit der Aktivierung die mit weitem Abstand am meisten besuchte Rubrik von R@lfonso online...? Inzwischen habe ich die Seite deaktiviert, weil meine Katzenfotos
(nichts anderes war darin versteckt) aufgrund des vielversprechenden Namens Pussy Sites in allen Porno-Suchmaschinen vertreten war und zur Aufnahme der Fotoschule im Register jugendgefährdender Inhalte führte....
Genug des Geschwafels, hier wird das Thema Aktfotografie behandelt, Punkt.
Wenn ich so auf meine fotografische Vergangenheit zurückblicke, war ich in beinahe allen Bereichen aktiv, nur die
Aktfotografie war kein Thema. Nicht, weil sie mich nicht interessierte, sondern weil es so sauschwer war, jemanden zu finden, der sich “so” fotografieren ließ. Und selbst wenn das geklappt hat, wer war
dann noch bereit, diese Fotos Dritten zugänglich zu machen (sprich im Rahmen aufhängen, ins Album kleben, Internet gab’s noch nicht, Bekannten zeigen...). Oft mußte ich mich mit Fragen rumschlagen, wie:
“Solche Bilder willst Du von mir machen?!?” - - “Für sowas habe ich doch gar keine Figur...” - - “Du willst eine andere Frau nackt fotografieren?” Diese Liste kann man fiktiv
fortsetzen und es wird deutlich, es ist vermutlich leichter im militärischen Sperrbezirk Panzer zu fotografieren, als ein Modell (m/w) zu finden, das mitmacht.
Hilfreich können VHS- Kurse mit organisierten
Modellen sein, ebenso inserieren (semi-)professionelle Fotomodelle in Fotozeitungen, oder posten ihre Sed-Cards im Internet und posieren gegen eine Gage. Wem´s gefällt, der soll’s ausprobieren. Ich
persönlich kann diese VHS- Kurse nicht ab und bei den Modellinseraten bin ich eher unsicher, ob ich nicht einen getarnten Callservice engagiere. Dummerweise kommt durch diese ganze Moral und Schamklamotte eine
gewisse innere Unsicherheit bezüglich des eigenen Fotokönnens auf. Man wird verklemmt, beginnt zu zweifeln, ob man überhaupt schon mal fotografieren konnte und schaufelt sich den Kopf mit allerlei Gedanken zu,
anstatt sich auf das Bild zu konzentrieren.
Eine grundsätzliche Wandlung nahm das alles, als ich die Möglichkeit hatte, einem Freund, der als Studiofotograf arbeitete, bei seinen Projekten beizuwohnen. Sein
Schwerpunkt war die Arbeit mit Amateur-Modellen, die Sed-Cards für spätere Bewerbungen bei Agenturen anfertigen ließen. Dabei entstanden manchmal auch Aktaufnahmen, wobei der Ablauf, die Rahmenbedingungen
und die Arbeitsweise fast identisch waren. Ob das Modell was anhatte, oder nicht, war für den fototechnischen Ablauf unerheblich.
Warum hole ich wohl so weit aus? Na? Kommste drauf?
Wenn Du es schaffst, die Vase auf einem Tisch genauso konzentriert zu fotografieren, wie Dein Modell (und vor allen Dingen umgekehrt), dann hast Du gute Chancen, daß es was werden könnte...
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