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Bilder reproduzieren, die gerahmt an der Wand hängen
Ein wahrer kleiner Festtag, Du bist wieder genau zur richtigen Zeit am rechten Ort....
Tante Gerti steht mit dem Hämmerchen in der Hand vor dem riesigen Bild im Ausstellungsraum des Museums und späht mit verkniffenem Blick auf den herrlich gemalten Nelkenstrauss in einer weißen Vase. Noch bevor Du richtig fassen kannst, was nun geschehen wird, siehst Du das Hämmerchen auf die Glasscheibe schlagen und im nächsten Augenblick diese in tausend Scherben zu Boden zu gehen. Es kracht und klirrt und Tante Gerti grinst zufrieden. Du schaust nach links und rechts und kneifst Dich sicherheitshalber vorsichtig in den Arm; es schmerzt, es ist echt....
Tante Gerti geht zurück zu ihrem Foto-Stativ, auf dem sie die Digitalcamera bereits zum Bild ausgerichtet hat und murmelt unverständlich: "So, nun sind die Reflexe weg und den doofen Polfilter brauche ich auch nicht mehr."
Da kannste mal sehen, so geht´s!
Solltest Du ähnliche Ideen haben und vor dem Problem stehen, Bilder hinter Glas abfotografieren und reproduzieren zu wollen, gibt es allerdings auch Wege es so zu tun, daß man das Museum auch nach dem Fotoeinsatz als Besucher nochmal betreten darf.
Bei allen fototechnischen Problemen solltest Du Dir allerdings auch über das Thema Urheberrechtsverletzungen Gedanken machen; was hier jetzt aber nicht das Thema ist. Wenn Du Fotografien von Bildern hinter Glas machen willst, habe ich hier ein paar R@lfonso online Tipps für Dich.
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Das größte Problem, das es zu bewältigen gilt, sind die unerwünschten Reflexe durch Spiegelungen auf der Glasscheibe, hinter der Dein Bild liegt. Mit einigen einfachen Tricks, kannst Du möglicherweise schon recht gute Ergebnisse erzielen.
Der erste Tipp ist prinzipiell der, den auch Tante Gerti schon umsetzte. Du mußt es ja nicht gleich mit dem Hammer versuchen, aber der einfachste und schnellste Weg ist der, das Glas für´s Foto zu entfernen. Viele Bilder kannst Du sicher von der Wand abnehmen und kurz aus dem Rahmen holen. Je nach Bildgröße, kommt dann sogar der Scanner als mögliches "Fotogerät" zum Einsatz. Das hat den Vorteil, daß Du Dir über Beleuchtungsfragen, Schärfe und Abstand zum Bild keine Gedanken machen mußt.
Ist das Bild aber größer, als ein Scanner, dann muß Deine Kamera ran. Bei einem "entglasten" Bild, das nicht reflektiert, baust Du Deine Kamera genau gerade zu dem Bild auf, ideal sind Brennweiten um 50mm (also Normalobjektive), benutzt ein Stativ und fotografierst bei kleiner Blende (wegen der größeren Schärfentiefe; am besten f8 oder f11, Du hast ja ein Stativ, da ist die längere Verschlußzeit wurscht) ohne Blitz.
In den meisten Fällen dürfte der automatische Weißabgleich Deiner Digicam eine neutrale Filterung des Umgebungslichtes hinbekommen. Andernfalls bleibt Dir die spätere Korrektur in Deiner digitalen Dunkelkammer am Blechotto.
Muß das Glas vor´m Bild bleiben, wird es schon schwieriger, gute Reproduktionen hinzubekommen. Du kannst es vermutlich probieren, wie Du willst, aber alle Reflexe sind nur schwierig zu eliminieren. Echte Wunder bewirkt der Einsatz eines Polfilters. Sein Job ist es, nichtmetallische Reflexe auszuschalten, je nach Winkel zum Motiv stärker oder schwächer. Eine spiegelnde Glasscheibe ist somit ein ideales Einsatzgebiet für den Polarisationsfilter. Versuch durch unterschiedliche Standpunkte zum Bild im Rahmen die größtmögliche Filterwirkung des Polfilters zu finden.
Spiegeln sich jedoch Lampen oder Fenster im Rahmenglas, nützt Dir auch der Polfilter nichts mehr. Dann solltest Du versuchen, diese Störenfriede zu beseitigen (Fenster abdunkeln, Lampen ausschalten -- falls überhaupt möglich). In vielen Fällen hilft es, die Kamera etwas zu kippen, also schräg von unten das Bild zu fotografieren. Dadurch spiegelst zumindest Du Dich nicht selber auch noch mit Deiner Kamera im Glas. Leider verzerrt sich so auch das Bild (siehe meine Beispiele oben), was Du aber am Blechotto nachträglich digital korrigieren kannst. Viele Reflexe sind so auch nachträglich korrigierbar, allerdings benötigst Du dafür schon eine Portion Übung.
Falls Du das Bild selber aktiv beleuchten möchtest, solltest Du darauf achten, dass sich die Lampen nicht im Bild spiegeln; am besten seitlich aufbauen, eine links, eine rechts.
Tja,
es bleibt je nach Fall einfach ein kleines Glücksspiel, wie Du durch Ausrichten der Kamera und zusätzlichem Einsatz des Polfilters ein möglichst gutes Ergebnis erreichst.....oder auch eben nicht....
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