Farbe oder keine Farbe

....wie bunt treibt´s das Leben?....

In der Rubrik Colorationen habe ich mich bezüglich Farben und Farbgebungen schon ausfühlich ausgelassen, darum beschränke ich mich hier auf das Gestalten mit Farbe.
Als ich begann ernsthaft zu fotografieren, da war ich satte 12 Jahre alt und fand es superklasse, wenn meine Fotos vor Farbe förmlich schrien. Je bunter, knalliger und poppiger desto besser.
Ich habe nur Fuji- Filme (ein Film ist so eine Art analoges Speichermedium mit einer Kapazität von rund 36 Fotos) genommen, weil sie damals deutlich bunter erschienen. Sie hatten eine höhere Sättigung und waren unausgewogener als Kodakfilme. Letztere waren erste Auswahl für naturgetreue Hauttöne und realistische Landschaftsfarben.
 
Aber ich wollte es gar nicht ausgewogen.

Ich suchte auch immer nach möglichst bunten Motiven und mein erster eigener
Polarisationsfilter wurde schnell zum Standardfilter auf dem Objektiv. Polfilter erhöhen bei richtigem Einsatz die Farbsättigung immens.
Wie Du siehst, schon damals war mir ein Grundprinzip klar:

ich suche bewußt nach Farben.

Aus meiner Fotoserie Korfu
Aus meiner Fotoserie Korfu

So unterschiedlich kann ein Foto wirken, wenn die Farben anders verteilt sind. Auf dem rechten Foto kam das Color-Key-Verfahren zum Einsatz, bei dem nur bestimmte Bereiche des Fotos die ursprüngliche Farbe tragen, während der Rest entfärbt und somit schwarzweiß bleibt. Die Stuhlreihen rechts im Bild, die Hauswand und da besonders die orangerötliche Färbung ganz links lenken das Auge des Betrachters nicht mehr ab vom Bildmittelpunkt: dem Papageien (oder ist es doch die Taube...?)

Wenn auch mein Farbgeschmack im Laufe der Fotojahre ein ganz anderer geworden ist, so bleibt die frühe Erkenntnis, daß Farben Werkzeuge der Bildgestaltung sind.
Farben drücken Emotionen aus, im Frühling überwiegen warme gelbgrüne Farbtöne, rot (Ampel) wird häufig mit Signalwirkungen verbunden und blau gilt als kalt. Du kannst mithilfe moderner Bildbearbeitungsprogramme Farben verändern, den Sättigungsgrad erhöhen oder komplett austauschen. Im Grunde macht es aber Sinn, schon bei der Motivwahl auf den Aspekt Farbe zu achten und entsprechend vorausschauend zu gestalten. Generell wirken helle Farbtöne positiv, dunkle dagegen negativ.

Auch die Werbedesigner machen sich die Farbenlehre zunutze und setzen ganz bewußt Farben zur Manipulation ein. Blau wird gerne eingesetzt, wenn es um Vertrauen und Zuverlässigkeit geht,
Erotik ist meistens verbunden mit rot, helles gelbgrün wirkt rein und frisch, dunkles grün ruhig, bodenständig und langsam.

Darum solltest Du bei der Wahl Deines Motivs unbedingt auf den Ausdruck der Farben achten. Nicht zuletzt darum verzichten viele Fotografen ganz auf die Farbe und
fotografieren in schwarzweiss.

Keine Farbe soll vom Bildinhalt ablenken.

Knallbunte Bilder haben sicher ihre Berechtigung und werden durchaus Aufsehen erregen, was aber schnell auch kurmelig wirken kann. Andererseits gibt es Fotografien, die nur aufgrund der Farbe wirken, das Motiv im Prinzip die Farbe selbst geworden ist.
Fotofan Harald hat im Hafen den Bug eines Schiffes fotografiert:

Fotofan Harald hat ein Auge für Farben

Das Bild wird dominiert von den Farben Blau und Orange. Erst beim zweiten Hinsehen erkennt man das Motiv (Schiff). Unterstützend wirken die durchs Bild verlaufenden Linien. Stell Dir das Foto farblos in schwarzweiß vor, es wäre schlichtweg langweilig. Darum ist es wichtig, dass Du Dein “fotografisches Sehen” auf die Farben in Deinem Motiv trimmst.


Ansonsten:
wenn Du auf der Suche nach Hintergründen, beispielsweise für ein Portrait bist, nutze möglichst einfarbige und ruhige Hintergründe, damit sie auch als solche im Hintergrund bleiben und versuche die Farbanzahl im Bild zu reduzieren. Umso weniger lenkt von Deinem Motiv ab.


Auch monochrome Fotografien sind reizvoll oder Du probierst es mal so wie ich es tat vor Jahren:

Coloration von Schwarzweißbildern.

Hier kannst Du nach Belieben Deine Fotos im Nachhinein so verändern, wie es Dir gefällt. Eine interessante und äußerst kreative Möglichkeit der Bildbearbeitung (auch heutzutage im digitalen Zeitalter), die ich nur empfehlen kann. Schau Dir meine Rubriken Colorationen und Schwerter Stadtansichten mal in Ruhe an, dann weißt Du, was ich meine.

Übrigens kann man am
PC viel ausprobieren und dabei wenig kaputt machen.
 
Experimentiere, sei kreativ und schau, was alles geht.

Alsterfest Hamburg

Was wäre ein Feuerwerk ohne seine prächtigen Farben?
Alsterfest in Hamburg
Das Foto entstand in der Einstellung “manuell -- f5,6 -- ISO 100 -- 3sec.” mit einer Panasonic DMC TZ 10 Digicam per Naturstativ (Brückengeländer). Auch hier zeigt sich wieder, dass es nicht unbedingt die Hightech-DSLR sein muss. Was allerdings nicht heißt, dass eine DSLR mit Funkauslöser und gutem Dreibeinstativ plus guter Optik an der Kamera, die Aufgabe etwas bequemer erfüllt hätte. In dem vor Ort herrschenden Gedränge war ich aber froh, den ganzen Ballast nicht dabei gehabt zu haben (das Stativ hätte wohl nicht allzu lange gestanden...).


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