Innenaufnahmen

...., denn drinnen isses dunkler als draussen.....

Du fotografierst gerne mal drinnen? Tante Gerti und ihre Freundinnen beim Kaffeekränzchen?
Oder auch in einer Kirche, einem großen Saal oder im
Konzert?
Da hast Du bestimmt nach der Fototour schonmal enttäuscht auf Deine gespeicherte Fotoausbeute geblickt....

Denn ein großes Problem ist das Licht. Oder besser gesagt das “Nicht-Licht”.
Klar, Deine Kamera bringt ihr eigenes Licht mit; den eingebauten Blitz. Nur ballert der alles platt, bestenfalls.
Normalerweise reicht die Funzel nämlich nur 3-5 Meter, danach wird´s dunkel.

Kirche in Volterra mit Stativ und DRI

HDR und DRI sind in der digitalen "Wenig-Licht-Fotografie" zu einer gebräuchlichen Komponente herangewachsen. Zur Vorgehensweise bei der Erstellung von HDR- Fotografien klickst Du Dich am besten schnell in die Rubrik HDR;
guckst Du HIER.

Diese toskanische Kirche im italienischen
Alabaster- Städtchen Volterra fotografierte ich per DSLR mit eingeschaltetem Antishake aus der Hand im RAW- Format. Es herrschten recht starke Kontraste zwischen den dunklen Stellen rechts und den helleren Bereichen vorne am Altar unter dem Fenster. Per Dynamikbereich-Anpassung (in diesem Fall als kamerabezogenes DRI und nicht per HDR) habe ich die Schattenbereiche etwas anheben können, daß die Kirche insgesamt richtig beleuchtet ist. Die natürlich vorhandene Lichtverteilung ist so erhalten geblieben und wäre durch den Einsatz von Blitzgeräten verloren gegangen.

Dem Thema “Blitzlicht in der Digicam” habe ich in der Fotoschule eine eigene Rubrik gewidmet, die Du per Klick HIER erreichst. In der Rubrik Blitzlicht findest Du bereits einige Parallelen zu diesem Thema Innenaufnahmen, die dortigen Tipps führe ich hier nicht nochmal auf (will ja nicht langweilen...)

Bei Innenaufnahmen hast Du zwei grundsätzliche Möglichkeiten:


entweder künstlich einen zu großen Raum aufhellen

oder

 mit dem vorhandenen Restlicht arbeiten
 

Aufhellen:

Entweder Du arbeitest mit einem oder besser noch mehreren separaten Blitzgeräten, die Du per Servoauslösung fern zündest, oder Du stellst Lampen, Halogenfluter oder Leuchtstofflampen auf.
Mit diesen künstlichen Lichtquellen kannst Du einen Raum akzentuieren, indem Du nur bestimmte Bereiche optisch aus dem Dunkeln hebst (oder z.B. auch durch farbige Lichtquellen anders wirken lässt), oder vorhandenes Raumlicht unterstützt und verstärkst. Wenn Du dagegen eine möglichst gleichmäßige Beleuchtung erzielen willst, ist es sehr wichtig, daß Du Dir Gedanken machst, wo Deine Strahler (oder externen Blitzgeräte) stehen müssen. Ein besonderes Augenmerk solltest Du auf mögliche Schatten legen, denn hier entlarvt der Betrachter künstliche Beleuchtungen recht schnell (wenn auch nur unbewusst, was aber zu einer Abwertung des Gefallens führt).
Du solltest übrigens vor Deinem Fototermin überlegen, ob Du Deine Strahler auch betreiben kannst. Nicht alle Örtlichkeiten haben Stromanschlüsse (oder nur an den falschen Ecken).

Wie auch immer, halbwegs gute Ergebnisse erzielst Du nur durch Erfahrung und mit mehreren Versuchen. Ideal ist eine Digitalcamera, denn da kannst Du das Ergebnis sofort auf dem Monitor prüfen. Ebenso ideal, wenn nicht sogar zwingend notwendig ist ein Stativ.

Kloster_Engelport_Die_Fotoschule

Das düstere Treppenhaus im Kloster Maria Engelport nahe der Mosel. Mit drei externen Blitzgeräten plus kamerainternem Blitz habe ich der Treppe eine gleichmäßige Lichtverteilung gegeben. An der Standuhr unten (Schatten an der Wand) und dem Geländer im Vordergrund (etwas zu arg reflektierend) zeigen sich Beleuchtungsfehler, die aber in der Gesamtheit des Bildes nicht auffallen. Dem Bild merkt man nicht mehr an, dass es sich um eine düstere Treppe handelt; was ich ja so auch bezweckt habe....

.

Eine weitere Möglichkeit ist das Wieselblitzen (wenn auch die schwierigste...).

Das geht so:
Du stellst Deine Kamera auf Langzeitbelichtung, möglichst auf “B” wie bulb, sofern vorhanden.
Dann flitzt Du flink, wie ein Wiesel durch den Raum und löst den losen Blitz in der Hand manuell an den Stellen des Raumes aus, der aufgehellt werden soll. Dabei darf natürlich weder der auslösende Einzelblitz, noch Dein Schatten auf dem Foto erscheinen. So addiert der Bildsensor Deiner Kamera die einzelnen Lichthappen und es entsteht ein gleichmäßig ausgeleuchtetes Bild.
Im Idealfall...
Du kannst Dir sicher vorstellen, daß Du schon einige Übung brauchst, damit Du weißt, was Du da tust. Mindestens ebensoviel Glück gehört zusätzlich dazu und Ausdauer, mehrere Versuche zu starten.
Perfekt ist auch hier wieder die Digitale, da kannst Du sofort sehen, wie gut Du als Wiesel warst...

Der Brunnen der Wiederkehr in Volterra

Der Brunnen der Wiederkehr in Volterra.
Das einzige Licht in dieser düsteren Kapelle fiel durch die beiden kleinen Fensterchen hinein. Ich montierte meine DSLR auf´s Stativ und belichtete mit der Einstellung "Bulb". Dann nahm ich meinen Blitz und löste ihn viermal, von links nach rechts, aus. Das Licht reichte, um die Kapelle ausreichend zu erhellen. Zwar flitzte ich nicht umher, wie ein Wiesel (ich stand hinter der Kamera), aber grundsätzlich ist es diegleiche Vorgehensweise.

Available Light
(mit verfügbarem Licht fotografieren)
--> zum Thema Available Light habe ich noch eine Extra-Rubrik geschrieben, die Du per Klick HIER erreichst <--

Ich bin kein großer Freund von Blitzgeräten, weil ihr Einsatz fast immer die vorhandene Atmosphäre zerstört.
Available Light Fotografie ist schon immer meine Antwort auf “zu wenig Licht” gewesen.

Kamera auf´s Stativ (oder auf ein Möbelstück im Raum), BLITZ AUS (!) und schon kann es losgehen.
Du arbeitest mit dem Licht, das da ist. Restlicht, das durch die Fenster von draußen reinfällt, Kerzenlicht, vorhandene Lichtquellen....
In sehr vielen Fällen wirst Du schon bei der klassischen Einstellung “P” (Programmautomatik) beste Ergebnisse erzielen, denn Deine Kamera erkennt, was Du da vorhast und stellt die Verschlußzeit entsprechend ein. Präziser wird es per manueller Einstellung, optimal als Belichtungsreihe mit verschiedenen Belichtungseinstellungen.

Auslösen solltest Du am besten per Selbstauslöser, dadurch entsteht kein Verwackeln beim Betätigen des Auslösers (besser ist natürlich ein Fernauslöser oder Drahtauslöser bei betagteren Kameramodellen).
Du wirst überrascht sein, was Du für fantastische Bilder im Available Light fotografieren wirst!
Wie das so ist, auch hier gibt’s den Wermutstropfen: geht nicht bei bewegten Motiven (ätsch).
Da hilft dann nur ein hochempfindlicher Film oder eine Erhöhung der ISO-Vorgabe an Deiner Digitalen, um kürzere Verschlußzeiten zu erzielen (in Verbindung mit lichtempfindlichen Brennweiten).

Vor_der_Trauung

Wenige Minuten vor der Trauung, fotografiert in der Olfener Kirche. Das Brautpaar wartet noch aufgeregt vor der Kirchentür, der Brautvater schwitzt, die Kirche ist still. Ich bin nervös, ob ich auch alle Momente der Hochzeit im Bild einfangen werde....
Die Sonne hinter den großen Kirchenfenstern meint es gut mit mir, ich fotografiere dieses Bild ohne Blitz und nutze nur das vorhandene Licht. Mit Antishake und lichtstarkem Normalobjektiv (f1,7) gelingt mir das Bild ohne Stativ aus der Hand.

Deine Aufmerksamkeit sollte aber auch einem weiteren Aspekt gelten:
dem
Objektiv.

Du hast oft nicht genug Platz, alles das aufs Bild zu kriegen, was Dein Auge wahrnimmt. Hilfreich sind Weitwinkelobjektive, da sie bedingt durch den Winkel “viel Raum” einfangen (leider aber auch gerade Linien verzerrend krümmen).
Eine weitere Alternative bieten viele Digitalcameras mit
Stitching-Funktion.
Häppchenweise, wie die Fliesen an der Wand, fotografierst Du den Raum und fügst das so entstandene
Quadrat-Panorama am Blechotto per Panoramaprogramm als ganzes Bild zusammen.
Da bekommst Du garantiert mehr drauf von Deinem Raum, als mit jedem Weitwinkel...
(Tipps in der Rubrik Panorama)


Bei Innenaufnahmen ist es genauso wichtig, wie bei allen anderen Motiven auch, den typischen Ausdruck des Raumes (der Kirche, Halle, Bühne....) wiederzugeben. Dabei kann man nicht pauschal sagen, daß künstliches Zusatzlicht immer die eigentliche Stimmung zerstört oder verändert. Gezielt und überlegt eingesetztes Licht kann die Atmosphäre deutlich unterstützen. Der beste Weg ist aber meistens das vorhandene Licht hauptsächlich zu nutzen und nur notwendigerweise mit Fremdlicht nachzuhelfen. Der kleine Frontalblitz in der Digicam (oder auch in der DSLR) ist auch bei der Innenraum- Fotografie, wie in so vielen anderen Bereichen der Fotografie, nicht zu gebrauchen. Das frontale Platschlicht lässt keinen Raum natürlich wirken (mal ganz abgesehen von der bescheidenen Reichweite).

Available Light Fotos gelingen übrigens auch draußen....

Hier sind noch ein paar themenverwandte Rubriken der Fotoschule:


Available Light
Blitz
Blaue Stunde
Nachtaufnahmen/Lange Belichtungszeiten
Verschlußzeit
Lange Belichtungszeiten
Lichtstärke
 

...weiter in der Fotoschule


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