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Die Lichtstärke des Objektivs
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...wieviel schlucken die Linsen?...
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Auch wenn ich mir ja vorgenommen habe, die trockenen technischen Aspekte aus der Fotoschule rauszulassen, geht es manchmal nicht anders.... Mich haben in letzter Zeit vermehrt Emails erreicht, die nach der Lichtstärke von Objektiven fragten. Sei es, um sich ein neues Objektiv zu kaufen, oder auch um eine neue Mini-Digicam zu erwerben. Hier nun eine hoffentlich verständliche Erklärung der Zusammenhänge rund um die Lichtstärke von Objektiven:
Die größte Lichtempfindlichkeit eines Objektivs wird mit der kleinsten Blendenzahl angegeben. Auf dem Objektiv steht dann meist so ein Wert: 50mm ~ f1.7 Das heißt, daß die Brennweite des Objektivs (Abstand vorderste Linse bis zum Film) 50mm beträgt und das Objektiv eine Lichtempfindlichkeit von 1 zu 1.7 besitzt. Zum Vergleich würde ein Objektiv ohne jeglichen Lichtverlust den Wert 1 (also 1 zu 1) tragen. Durch die Anzahl, Lichtbrechungen und Qualität der Linsen im Objektiv geht aber Licht verloren; bei guten Objektiven mit qualitativ hochwertigen Linsen wenig, bei einfachen Objektiven entsprechend mehr. Somit ist ein Wert nahe 1 ein sehr guter Wert. Je weniger Licht im Objektiv ungenutzt verloren geht, umso mehr kann auf dem Film (CCD-Sensor) ankommen. Das ist ein klarer Vorteil, denn Dir gelingen leichter Fotos aus der Hand bei ungünstigen Lichtverhältnissen.
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...aus meiner Digital-Fotogalerie Serie “Zingst”... fotografiert mit Zoomobjektiv 28-200mm von Minolta
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In den 80er-Jahren haben sich immer mehr Zoom-Objektive im Fotomarkt etabliert und befriedigten den Wunsch nach mehreren Brennweiten in einem Objektiv (Weitwinkel bis Tele oder leichtes Tele bis starkes Tele). Um diesen optischen und technologischen Sprung zu realisieren, haben die Hersteller bewegliche Linsengruppen in das Objektiv gebaut und verändern dadurch die optische Brennweite. Das ist heute inzwischen allgemeiner Standard und wird im Digitalcameramarkt nur noch als x-fach Zoom ausgedrückt (3-fach opt. Zoom z.B.).
Das schon damals hemmende Problem ist aber auch heute noch aktuell: durch die beweglichen Linsen und den Mehraufwand im Objektivaufbau (sprich mehr Linsen) bleibt das Licht auf der Strecke, oder wohl besser im Objektiv. Zoom-Objektive haben einen Idealpunkt (also eine Brennweite, meistens im Weitwinkelbereich durch die Stellung der Linsen), der am wenigsten Licht frisst und genau dieser wird gerne von den Herstellern hervorgehoben. So wird dann freudig aufgedruckt: 18-270mm ~ f2.8-5.6 Das läßt den Schluß vermuten, dass dieses Objektiv eine Lichtstärke von 1 zu 2.8 besitzt (ein für Teleobjektive recht guter Wert...). Dem ist aber nicht so. Denn der Wert 2.8 wird nur bei der Objektivstellung 18mm erreicht. In der Telestellung 270mm frisst die Linsenstellung reichlich Licht und die Lichtstärke ist nur noch 1 zu 5.6 (ein gar nicht mehr so berauschender Wert). Anders ausgedrückt heisst das, daß dieses Zoomobjektiv in der Telestellung noch nicht mal mehr die Hälfte des Lichtes am Sensor ankommen läßt, wie in Weitwinkelstellung (18mm).
Im Vergleich wäre ein 18-270mm ~ f2.4-3.5 ein deutlich besseres Objektiv (ideal sind Objektive, die über den ganzen Zoombereich eine gute Lichtstärke von z.B. 2.8 gewährleisten), gemessen an dem Kriterium Lichtstärke. Wohlgemerkt ist das nicht das einzige Qualitätskriterium und auch wenig lichtempfindlichere Objektive können für Deinen Fotoalltag genauso tauglich und "gut" sein, wenn Du beispielsweise meistens draußen bei schönem Wetter fotografierst. Darüberhinaus kann ein superlichtempfindliches Objektiv beispielsweise Schwächen in der Schärfe, Farbgebung und Abbildungsleistung (Verzeichnungen) haben, was ein lichtschwächeres Objektiv vielleicht nicht hat. Auch hier zählt die Summe der Einzelkomponenten, die ein gutes Objektiv ausmachen.
Die Lichtstärke bzw. Lichtschwäche bei kleinen Digicams ist also durchaus ein Problem. Bedingt durch die kleinen Gesamtmaße der Winzlinge fallen auch die Objektivdurchmesser entsprechend klein aus. Einfach ausgedrückt ist es so, daß durch die kleinen Objektive von vornherein weniger Licht reinfällt und zusätzlich die Forderung nach großen Zoombereichen, verbunden mit dem Zwang immer leichtere Kameras zu produzieren, zu schlechten Lichtstärken der Objektive führt. Hersteller, die in diesem Bereich Geld investieren, um bessere Objektivleistungen durch bessere Linsen zu erreichen, können ihre Kameras selten zum Dumpingpreis anbieten; auch ein Grund, warum Qualitätsobjektive und Marken-Digicams oft deutlich teurer sind.
Ich hoffe, das war nicht zuviel Technik auf einen Streich, denn Die Fotoschule soll ja leicht verständlich bleiben ;-))
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...und hier gehts weiter in der Fotoschule...
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... alle, die es etwas genauer und vor allen Dingen präziser wissen wollen, sollten mal HIER klicken und sich die Email des Fotofans Alko anschauen ...
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... Folgende Email zum Thema Lichtstärke 2,8 bei Zooms und Festbrennweiten habe ich erhalten; klick HIER um sie zu lesen ...
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Zum Thema Lichtstärke hält die Fotoschule to go eine Fototipp-Card zum Mitnehmen bereit, konzentriert aufs Wesentliche, einfach ausdrucken und in die Fototasche stecken.
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