Vieles haette ich verstanden, wenn man es mir nicht erklaert haette

Urlaubs-Foto-Tipps

Urlaubs-Foto-Typ 1

 R@lfonso-Tipp-Nr. 8

Digitale Fotos im Urlaub sichern
Je nach Größe Deiner Speicherkarte kann das ein Problem werden...
Die kostengünstigste und wohl praktischste Lösung ist eine Zweitkarte (oder auch Drittkarte) mit einem größeren Speicherbereich, die Du VOR dem Urlaub gekauft haben solltest.

Solltest Du nur eine kleine Speicherkarte besitzen, kaufe Dir eine zweite "große" Karte mit mehr Kapazität. Im Urlaub hast Du nicht wie damals (in analogen Zeiten) die Möglichkeit, einfach irgendwo einen neuen Film zu kaufen, falls alle mitgenommenen Filme voll sind. Speicherkarten sind im Urlaubsort fast immer überteuert, sofern überhaupt erhältlich. Übrigens kannst Du möglicherweise deutlich sparen, wenn Du anstelle einer Karte mit 16GB zwei Karten mit 8GB kaufst. Die jeweils niedrigeren Speicherdichten werden meistens von den Händlern verschleudert, weil jeder eine möglichst große Karte haben will. Das ist für Dich aber gar nicht nötig, denn sie nehmen keinen Platz in der Tasche weg und Du wirst ohnehin nur ein oder zweimal wechseln müssen; da gehen auch zwei, oder drei "kleinere" Zusatzkarten.

Alle anderen Ideen sind entweder "quatsch" oder überteuert.
Manch einer möchte seine Digitalfotos vom Internetcafe aus nach Hause in das Emailpostfach senden. Das macht aber nur Sinn, wenn das Internetcafe einen wirklich schnellen Internetzugang hat, Du nur ein paar Fotos übertragen willst und Dein eigenes Emailpostfach auch genug Kapazität besitzt. Letzteres ist eher unwahrscheinlich und auch lediglich 10 Fotos mit durchschnittlich 2mb würden schon eine Übertragungsgröße von 20mb haben.
Da werden selbst schnelle Internetcafes zur Wartehalle....
Willst Du Deine kostbare Urlaubszeit mit Warten vergeuden?

Gleiches gilt für Internetfestplatten. Die Datenübertragungen, gerade im Uploadbereich sind fast immer deutlich gedrosselt. So hast Du zwar Gigabytes an Speicherplatz im Internet, kommst aber nur langsam dran.

Eine teure Alternative, die für Dich als Wenig- und Urlaubsfotografierer/in wohl kaum eine sein dürfte, ist ein "Image Tank". Das ist eine transportable Festplatte, die 100 GB Fassungsvolumen besitzt (also soviel Fotos fasst, wie Du wohl in Deinem ganzen Leben schiessen dürftest), aber auch einige Hundert Euronen kostet.
Ist für Dich wohl eher am Ziel vorbei gesaust, wie auch das Mitführen eines Notebooks. Du willst ja lediglich ein paar Urlaubsfotos machen und nicht das Thema Digitalfotografie zum Hauptinhalt des Urlaubs werden lassen.

Eine praktikablere Alternative ist möglicherweise das Brennen einer CD / DVD.
Oft bieten Fotohändler, aber auch die oben erwähnten Internetcafes die Möglichkeit, Deine Bilddateien von der Speicherkarte auf einen Rohling zu brennen. So hast Du wieder Platz auf der Karte für weitere Fotos.
Trotzdem bin ich persönlich da eher eigen: für mich ist es angenehmer, mal eben eine Speicherkarte zu tauschen, als am Urlaubsort loszustiefeln um einen Fotohändler mit Brennservice zu suchen und da dann mit meinen Bilddateien rumzuhantieren. Ich habe auch nie im Urlaub meine Fotos entwickeln lassen, sondern immer erst zu Hause.

....auf der Terrasse meines Ferienhauses auf La Palma...

 R@lfonso-Tipp-Nr. 9

Meer, Salz und Sand
Oder anders ausgedrückt: >> Die Kamera-Killer <<
Feiner Sand, auch oft kaum sichtbar im Meereswind versteckt, wirkt in der Kameramechanik Wunder.
Ja genau, auch Digitalcameras haben ein mechanisches Innenleben, ein sogar sehr empfindliches Innenleben. Denk mal an die hinundherschwenkenden und präzise reinundraussausenden Zoomobjektive. Das richtige Sandkorn an der richtigen Stelle und schon wandert Deine Kamera zum Service.

Der empfindliche TFT-Bildschirm kann Staub und Sand ebenfalls gar nicht gut haben.
Das Meersalz hat nicht nur die unschöne Angewohnheit die Gläser Deiner Designer-Sonnenbrille langsam erblinden zu lassen, sondern greift auch das Gehäuse und besonders die Frontlinse Deiner Digicam an. Das gilt besonders dann, wenn Du die Kamera in ein eng anliegendes Kameratäschchen stopfst. Dann wirken Salz und Sand wie Schmiergelpapier. Ebenso solltest Du nach Deinem Urlaub Deine Kamera gründlich säubern,
damit Salzreste nicht langfristig für teure Schäden sorgen.

Direktes Sonnenlicht (Digicam liegt auf dem Strandtuch in der kanarischen Sonne) mögen die
Akkus gar nicht gut leiden und eindringende Feuchtigkeit (am schlimmsten ist Meerwasser) führt zu Korrosionsschäden im Inneren.
Darum habe ich auf der Checkliste den Punkt "kleine Plastiktüte" aufgeführt. Dieser kleine Helfer hält Salz und Sand zuverlässig fern von Deiner teuren Digicam;

insgesamt hilft aber sicher auch etwas Sorgfalt.

 R@lfonso-Tipp-Nr. 10

Fototagebuch
Auch wenn Du ja eigentlich nur ein bißchen im Urlaub fotografieren willst, vielleicht könnte es ja doch reizvoll sein:
das Fototagebuch.
Im Urlaub hat man oft Zeit, manchmal sogar Langeweile. Halt doch einfach mal alle wichtigen Etappen Deines Urlaubs in Fotos fest. Mach eine Fotoserie, die alle alltäglichen, interessanten und unerwarteten Ereignisse und Erlebnisse ausführlich in "Fotoform" dokumentiert. Vielleicht hast Du sogar Freude daran, Dir ein kleines "Drehbuch" zu notieren, wie gesagt, im Urlaub hat man manchmal Langeweile und es könnte
eine schöne Beschäftigung daraus entstehen.

 R@lfonso-Tipp-Nr. 11

Tageszeit
Das Licht ist morgens und nachmittags am besten geeignet um ausgewogene farbenprächtige Fotos zu schießen. Besonders zur Goldenen Stunde gelingen Dir ausgesprochen schöne Fotos. In der Mittagszeit steht die Sonne hoch am Himmel und das Licht wirkt kalt und schlimmstenfalls blaustichig.
Das menschliche Auge gleicht solche Farbverschiebungen durch das Gehirn aus, die Kamera lichtet aber ab, was da ist. Darum solltest Du, sofern Dir das möglich und nicht zu umständlich ist, vorrangig zu diesen Zeiten fotografieren. Manchmal geht es nicht anders, weil Du nunmal mittags in der prallen Sonne gerade nur einmal an diesem Ort an dieser Stelle bist und nachher nicht mehr. Die Erinnerungsfotos von der herrlichen Poollandschaft des Hotels oder des traumhaften Gartens hinter dem Ferienhaus kannst Du jedoch zeitlich steuern. 

 R@lfonso-Tipp-Nr. 12

Langzeitbelichtung
Trau Dich doch mal!
Wenn Du ohnehin schon im Urlaub bist, dann hast Du doch Zeit mal ein paar Funktionen Deiner Kamera auszuprobieren, die Du sonst nie nutzen würdest. In der Bedienungsanleitung steht bestimmt, wie Du den
Langzeit-Belichtungsmodus an Deiner Digicam einschaltest. Schraub das Tischstativ in das Gewinde unten an der Kamera und probier es aus.
Fotografiere mal
abends ohne Blitz, während der Blauen Stunde oder an der schön beleuchteten Promenade.
Das Ergebnis kannst Du am TFT-Monitor der Kamera direkt überprüfen und Du kannst sicher sein:
Tante Gerti wird baff staunen, was Du alles kannst.... ;-))

Und bevor ich es vergesse, Sonnenuntergänge fotografiert man nicht mit Blitz.
Näheres findest Du in den jeweiligen Rubriken der Fotoschule.

 R@lfonso-Tipp-Nr. 13

MEHR als zu WENIG fotografieren
Digitalfotos kosten kein Geld mehr, denn die Dateien sind kostenlos. Zu Foto/Filmzeiten mußtest Du für jeden Abzug zahlen, Deine Digitalfotos kannst Du auf dem Blechotto für lau betrachten.
Es gibt also keinen Grund mehr, mit Fotos zu sparen.

FOTOGRAFIERE!
Nachher kannst Du den ganzen Müll dazwischen bequem löschen und behältst nur die besten Fotos.

 R@lfonso-Tipp-Nr. 14

Rangehn!!
“Wenn Tante Gerti Dein Bild nicht spannend findet, warst Du nicht nah genug dran....”

Dein Foto muß nicht immer so aufgebaut sein, daß das Dir Wichtige genau in der Mitte liegt.
Und obendrein weit weg in der Mitte liegt.
Geh ran ans Motiv, achte auf die Ränder Deines Fotos, den Hintergrund.
Hol Dir Dein Motiv ran, mit dem
Tele oder geh zu Fuß näher dran. Zeige groß und ohne störende Ablenkungen im Bild, was Du zeigen willst! Das lachende, vom Urlaub entspannte Gesicht Deines Freundes reicht als Motiv völlig aus und sagt dem Betrachter alles, was er wissen muß. Da müssen nicht noch seine Arme und Beine mit aufs Bild, denn jeder weiß, dass er welche hat. Jedes "Mehr" an Nebensächlichem lenkt von der Bildaussage ab.
 
Darum:
Weniger ist auch hier Mehr

 R@lfonso-Tipp-Nr. 15

Linse vs. Auge plus Hirn
Es gibt Motive, die man auf dem Chip (Film auch nicht....) einfach nicht einfangen kann. Das liegt daran, daß das Auge anders sieht als Deine Kamera. So kann der Fernblick von der Aussichtsplattform der Marienkirche in Stralsund für das Auge überwältigend sein, auf einem Foto sieht das alles ziemlich langweilig aus.
Was hilft, sind vielleicht
Panorama-Aufnahmen, die Du mit Deiner Digicam auch anfertigen kannst. Das erfordert aber, etwas tiefer in die Materie Fotografie und nachfolgende Bildverarbeitung einzusteigen....

Na ja,
auch schöne Panoramafotos geben nicht den gleichen Eindruck wieder, den Du nach der Besteigung des Turms der Marienkirche oder vom Gipfelkreuz des hohen Berges über dem Inntal hast.

Es kann aber auch sein, dass wesentliche Merkmale eines Motivs schlichtweg unsichtbar und damit nicht fotografierbar sind. Dies mag für Dich, wenn Du von einer Szene begeistert bist, nicht immer sofort zu erkennen sein. Die wunderbare Stimmung am Stachus mit den beiden Gitarrenspielern am späten Nachmittag ist ausgelöst von dem Klang der Gitarren. Das Interessante an diesem Motiv ist somit der Klang.
Den kannst Du auf Deinem Bild aber nicht festhalten und das Foto wird enttäuschend.
Vergleichbares gilt für Motive, bei denen das wirklich Interessante die Geschwindigkeit, der Geschmack oder Geruch ist. Hier solltest Du versuchen herauszufinden, was Dich an der Szene begeistert und unter Umständen auch mal auf ein Bild verzichten.

Strahlende, glitzernde Lichtquellen und Materialien sind ebenfalls schwer auf einem Foto einzufangen, denn der CCD (Film) bewertet das Motiv nicht, wie das Gehirn die optischen Sinneseindrücke des Auges.

Samana, Karibik

 R@lfonso-Tipp-Nr. 16

Selbstauslöser
Sei eitel und fotografier Dich; vor der Palme am Strand, vor der Rialtobrücke oder auf dem Stein am plätschernden Gebirgsbach. Das macht nämlich Spaß und nebenbei kannst Du so später schöne Bilder von Deinem Liebsten/Deiner Liebsten gemeinsam mit Dir auf einem Foto ins Album kleben (oder als Hintergrundbild im Blechotto am Arbeitsplatz einspeichern)

Sollte Tante Gerti rausbekommen, dass Deine Kamera eine solche Funktion besitzt, kannst Du ihr ja sagen,
dass sie gerade kaputt ist.....
ansonsten:
In der Bedienungsanleitung Deiner Kamera steht, wie es technisch geht. Alles was Du noch brauchst, ist ein kleines Stativ (zur Not geht ein Zaun oder ´ne Mauer), etwas Geschick und vielleicht ein oder zwei Versuche. Das Schöne an der Digicam ist ja die Möglichkeit, direkt nach der Aufnahme prüfen zu können, ob Du es rechtzeitig mit auf´s Bild geschafft hast ;-))

 R@lfonso-Tipp-Nr. 17

Diebstahl, Raub und Überfall
Tante Gertis Digicam ist nicht sehr klein, muß sie auch nicht sein, denn sie hat ja meistens ihre geräumige Handtasche bei, damit sie die Gaspistole gut unterbringen kann. Ob Du Dich zu Deinem Schutze während des Urlaubs mit Verteidigungsspray, Gaspistole und Schnappmesser bewaffnen mußt, obliegt Deiner Entscheidung. Vielleicht ist es dann auch besser, die Fotoausrüstung gleich zu Hause zu lassen, so kann sie keinem Dieb in die Hände fallen....

Komischerweise denken viele Leute über Selbstschutz, Diebstahl und Überfall erst nach, wenn sie sich Gedanken über den bevorstehenden Urlaub machen. Man unterstellt dem Urlaubsland und somit auch dem Urlaubsort eine deutlich erhöhte Kriminalität, als man sie vor der eigenen Tür erwartet. Da gibt es die Wohnwagen-Reifenschlitzer in
Spanien, Motorroller-Handtaschenräuber in Italien und Bandenüberfälle auf den französischen Rastplätzen. Die wird es geben, aber eben nicht nur im Urlaubsort, sondern auch in der lieben schönen heimischen Welt. Meine Autos sind immer im schönen sauberen Deutschland geknackt und ausgeraubt worden und nicht in Italien, Griechenland oder Kroatien. Meine Digicam habe ich in Italien verdeckt getragen und lege sie im heimischen Biergarten offen auf den Tisch....
Falsches Sicherheitsdenken?

Ja.

Du solltest Dich in Deinem Urlaubsort genauso vorausschauend und sicher bewegen, wie Du es zu Hause auch tust. Ein gesunder Mittelweg zwischen Vorsicht und ausgelebter Freiheit wird Dir bestimmt besser helfen, einen spannenden und gelungenen (Foto)-Urlaub zu erleben, als Gaspistolen und heimlich getragene Messer. Wer auf belebten und unübersichtlichen Plätzen seine 1500,- Euro-DSLR samt montierter 400mm-Tüte vornedran mit stolz gerundetem Bauch vor sich trägt, als habe man ihm ein "Hab-Dich-Lieb"-Lebkuchenherzchen um den Hals gehangen, der signalisiert potenziellen Räubern direkt seine Bereitschaft endlich Raubopfer sein zu dürfen.
Ebenso einschränkend kann es andererseits sein, seinen Urlaub in panischer Furcht vor Diebstahl und Kriminalität zu verbringen, was Dich schließlich so sehr einschränkt, daß Du Dich gar nicht mehr traust, die Digicam zum Fotografieren überhaupt mitzunehmen oder sie zu gebrauchen.

Für den Strandbesuch könnte zum Beispiel immer noch die alte Kamera zum Einsatz kommen (da ist es mit dem Salz und Sand auch nicht ganz so entscheidend) und gibt Dir die Chance, etwas entspannter in den hohen Wellen umher zu springen, als mit 1000,-- Euro- Luxus-Kamera unter dem Handtuch auf der Bastmatte. Und im engen Gedränge der romantischen südländischen Altstadt muß man vielleicht nicht an jeder Ecke zur Schau tragen, wöfür man sein letztes Weihnachtsgeld investiert hat.

Statistiken zufolge gehen die meisten Diebstähle in Urlaubsorten nicht auf das Konto langfingriger Putzfrauen oder Motorroller-rasender langhaariger Profis, sondern auf die lieben Touris selbst. Der abgrundtiefe Neid zwischen den sonnenentwöhnten relaxwütigen Touris treibt so manchen unbescholtenen Urlauber auf die Sonnenliege des werten Nachbarn und läßt ihn kurzentschlossen zugreifen....

Also:
Augen auf, besonnene Vorsicht, aber kein urlaubshemmendes und einschränkendes Angst-Einigeln oder Verstecken! 

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