Vieles haette ich verstanden, wenn man es mir nicht erklaert haette

HDR - Funktion in der Kamera

... die kleinen Extras in Deiner Cam ...

Über die Funktionsweise der HDR-Fotografie konntest Du einiges lesen und die grundlegenden Abläufe sind Dir nun sicher klar. Ebenso kennst Du das Hauptproblem der HDR-Fotografie: die Bewegung im Motiv. Bis Du die mindestens drei Einzelfotos mit unterschiedlicher Belichtung auf der Speicherkarte hast, kann sich vor Deiner Kamera viel bewegen.

Da die Kamerahersteller Unsummen in die technische Weiterentwicklung ihrer Kameras investieren, um zumindest zeitweise ein Alleinstellungsmerkmal für ihr Gerät zu erreichen, kannst Du als Käufer einer Kamera der neuesten Generation durchaus von ein paar Features profitieren. Neben dem immer häufiger anzutreffenden DRO (Kontrastausgleich in der Kamera) kommen fast alle neuen Kameras mit einer integrierten HDR-Funktion auf den Markt. Bei den meisten DSLR kannst Du aktiv die EV-Werte (das sind die Belichtungsstufen, z.B. -2 / 0 / +2 Blendenstufen) vor dem Druck auf den Auslöser auswählen, die meisten Digitalkameras im Kompaktkamera-Segment bringen lediglich einen fest voreingestellten Programmpunkt HDR mit. Selbst im Smartphone-Sektor ist HDR kein Fremdwort mehr, ob per zusätzlicher App oder wie im iPhone bereits fest im Kameraumfang integriert.

Am Phoenix-See in Dortmund.

Am Phoenix-See in Dortmund.
Das Motiv hat drei “schwierige” Helligkeitsbereiche, die von dem Sensor in einem Bild nicht zugleich korrekt erfasst werden können. Links im Bild ist das angestrahlte Fabrik-Denkmal, dahinter kommt der vergleichsweise dunkle Bereich der Uferpromenade mit seinen recht schwachen Außenbeleuchtungen und oben zeigt sich die Blaue Stunde von ihrer schönsten Seite.

Das linke Foto zeigt die klassische Langzeitbelichtung vom Stativ (ISO 100 / f16 / 1 sec. / DSLR 40mm). Das Denkmal links ist korrekt belichtet, dafür verläuft der komplette Seehintergrund in schwarz zu. Der Himmel geht gerade noch so durch.

Das rechte Foto ist per kamerainternem HDR (Sony A65) aus drei einzelnen Fotos entstanden, die in der Kamera automatisch zusammengesetzt wurden. Die Kameraelektronik hat hier korrekt aus allen drei Einzelfotos die richtig belichteten Bereiche zu einem stimmigen ganzen Foto kombiniert.

Hier nochmal die Vergrößerung:

Am Phoenix-See in Dortmund.

Die Funktionsweise des kamerainternem HDR entspricht dem klassischen "Drei-Foto-Schuss", die Berechnung der Einzelbilder zum kontrast-erweiterten HDR-Foto geschieht direkt nach dem Auslösen fast in Echtzeit und die Speicherung auf der Karte je nach Kamera als "normales" Foto oder als HDR-Foto plus unbearbeitetem Foto. Während Du beispielsweise beim iPhone-HDR-Fotografieren während des Auslösens eigentlich gar keinen Unterschied im Ablauf bemerkst, rattert der Verschluss Deiner DSLR deutlich vernehmbar dreimal kurz hintereinander.

Das kamerainterne HDR hat zwei hilfreiche und praxisnahe Vorteile:
es ist schnell und es geschieht in der Kamera.

Das endlose Zusammenfügen der Einzelfotos zu einem HDR-Bild mit einer entsprechenden Software am Blechotto nach dem Shooting entfällt komplett, Du musst auch keine Software mehr kaufen und installieren. Das Highlight der kamerainternen HDR-Funktion ist aber die Schnelligkeit. Die drei Einzelfotos werden so schnell hintereinander aufgenommen, dass Du selbst bei sich langsam bewegenden Motiven eine gute Chance auf das perfekt kontrasterweiterte Foto hast. Die Chancen hierfür steigen deutlich bei guten, hellen Lichtverhältnissen an. In solchen Motivsituationen können die drei Einzelfotos, bedingt durch die kurzen Verschlusszeiten, in "Windeseile" gesammelt werden und ermöglichen die HDR-Fotografie auch bei schnelleren Motivbewegungen. Umgekehrt sinkt die Chance mit zunehmender Dunkelheit.

Hamburger Hafen

Dieses fotografisch nicht sonderlich einfallsreiche Foto vom Hamburger Hafen soll Dir den Unterschied zeigen zwischen einem klassisch aufgenommenen normalen Foto und einem kamerainternen HDR-Bild. Links verliert insbesondere der blaue Himmel jegliche Struktur und Farbe, rechts ist er so zu sehen, wie er im echten Leben auch wirklich war.

Beide Fotos entstanden mit einem iPhone 4s und wurden, mit Ausnahme der Verkleinerung für die Internet-Ansicht, nicht weiter bearbeitet.

Meine persönlichen Erfahrungen mit dem kamerainternen HDR sind durchweg gut. Sowohl mit der DSLR, wie auch mit dem iPhone nutze ich die Funktion häufig. Allein das klassische Motiv >> heller Sonnenschein, schöne Landschaft, blauer Himmel << endet bei klassischen Fotos fast immer mit einem weißen, in keinster Weise blauem Himmel. Ebenso wird fast immer alles schwarz, was im Schatten liegt. Allein dafür lohnt sich das Kamera-HDR perfekt.

In Gesprächen mit anderen Fotofans fiel häufig das Argument, dass die kamerainternen HDR´s gar nicht so beeindruckend aussehen, wie klassisch hergestellte HDR´s. Ihnen fehlt dieser fremd anmutende Hauch. Das stimmt, ist allerdings auch kein klassischer HDR-Effekt, sondern ein über das anschließende Tone-Mapping erzeugter LDR-Effekt. Dieser wird während der Umwandlung am Blechotto künstlich erzeugt. Allerdings hat sich genau dieses Verfahren als "typisches HDR-Bild" etabliert, was im Grunde falsch ist.

Ein HDR-korrigiertes Bild zeigt lediglich in allen Bereichen einen ausgewogenen Kontrastumfang und lässt weder Helles in weiß, noch Dunkles in schwarz verschwinden. Das solltest Du bedenken, besonders wenn es Dir um die "Pseudo-Effekt-HDR´s" geht. Um diese Fotos generieren zu können, brauchst Du auch weiterhin Deine klassischen drei Vorlagen in unterschiedlichen Belichtungsstufen Deines Motivs. Die weitere Verarbeitung erfolgt dann, wie im Kapitel zuvor beschrieben, im HDR-Programm.

Hamburger Hafen

Auch dieses Foto vom Hamburger Hafen soll Dir den Unterschied zeigen zwischen einem klassisch aufgenommenen normalen Foto und einem kamerainternen HDR-Bild. Links verliert insbesondere der blaue Himmel jegliche Struktur und Farbe, die Container wirken fade und wenig interessant und die Elbe erscheint auch digifoto-langweilig.

Im Bild rechts ist der Himmel blau, die Container bunt und das Foto insgesamt viel echter im Auge des Betrachters. Beide Fotos entstanden mit einem iPhone 4s und wurden, mit Ausnahme der Verkleinerung für die Internet-Ansicht, nicht weiter bearbeitet.

Wenn Du erst mal so richtig auf den Geschmack gekommen bist, wird Dir vielleicht das kamerainterne HDR im iPhone nicht mehr ausreichen. Da es bekanntlich für alles eine App gibt, kann Dir auch hier geholfen werden: "True-HDR". True-HDR arbeitet klassisch mit drei Aufnahmen und bietet die smartphonetypischen Filterchen und Schieberegler an. Letzteres musst Du selbst entscheiden, ob Dir das einen bildaufwertenden Nutzen bringt. Den reinen HDR-Job beherrscht True-HDR allerdings perfekt und übertrifft die eingebaute Variante des iPhone´s um Längen. Hier sind drei Beispiele einer typisch schwierigen Lichtsituation, die ohne HDR nicht nur beim Smartphone zum Ergebnis wie im Bild links führt (Gegenlicht, starke Kontraste, weißer konturloser Himmel).

True HDR Vergleich

Links das Ergebnis ohne HDR, in der Mitte die kamerainterne iPhone-Variante und rechts das Ergebnis mit True-HDR

Du siehst deutlich, was in Deinem Motiv stecken kann, wenn Du es Dir nur richtig vornimmst. True-HDR arbeitet hier perfekt den blauen Himmel heraus und bringt eine gute Zeichnung in die Bäume. Das iPhone-Bord-HDR bringt auf jeden Fall schon eine Verbesserung zum normalen Foto, im Vergleich zu True-HDR zeigt sich aber, was hier noch alles fehlt (und tatsächlich noch geht...).

Das Fotografieren mit der App True-HDR erfordert allerdings ein etwas geduldigeres Herangehen an Dein Motiv. Während die iPhone-interne HDR-Version das Fotografieren kaum merklich verändert, brauchst Du bei True-HDR eigentlich schon fast zwingend ein Stativ. Die zwei Vorlagen im kamerainternen iPhone-HDR kannst Du aus der Hand schießen und geschieht im Tempo eines normalen Fotos. Bei True-HDR werden die drei Fotos, mit einer Gedenksekunde dazwischen, nacheinander und deutlich erkennbar aufgenommen. In dieser Zeit darf sich weder Dein Bildausschnitt, noch Dein Motiv verändern. Das geht im Prinzip nur mit einer super ruhigen Hand, oder eben einem Stativ (Stativersatz: Ablegen des iPhones auf einem Zaun, Baumstumpf, Tisch....). Nach dem Fotografieren der drei Einzelfotos, musst Du den Merge per Button-Touch manuell auslösen und rund 10-15 Sekunden warten. Dann speichert das iPhone und Dein HDR ist im Kasten.

Kurz gesagt: nichts für zeitkritische Aktionen und auch nix für mal eben so zwischendurch.

Da HDR aber ohnehin eine Form der Fotografie ist, die etwas Ruhe und Bedacht erfordert, sollte das kein Problem sein. Richtig eingesetzt, erreichst Du in der Kombi iPhone / True-HDR sehr ausdrucksstarke Fotos. Allerdings bewegst Du Dich hier bereits weg von dem iPhone-Gelegenheitsknipser hin zum überlegenden und bildgestaltenden Fotofan.

Verrückt:
das machst Du alles mit Deiner Telefonzelle und brauchst dafür keine Extra-Kamera!

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