Vieles haette ich verstanden, wenn man es mir nicht erklaert haette

Smart HDR

… mit HDR fotografieren, ohne es zu merken…

 Und nochmal HDR, da wird Tante Gerti allmählich ungehalten, bei so vielen Infos zum gleichen Themengebiet. Darum könnte man auch hergehen und es ganz kurz machen: Smart HDR ist, wenn Du einfach tolle Fotos bekommst, ohne etwas davon mitzubekommen, was im Hintergrund alles rattert. Dank AI, künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernens erkennt Deine Kamera, was sie zu unternehmen hat um Deinem Foto einen maximalen Kontrast- und Farbumfang zu geben.

Solltest Du zu der Kategorie Fotofans gehören, die sich nicht mit der Technik und Regeln beschäftigen, sondern stattdessen ohne dieses Wissen lieber direkt fotografieren wollen und sich lediglich fragen: "Soll ich das nun an- oder ausstellen an der Kamera?" kann Dir Die Fotoschule raten:

Schalte es ein!

Die Rakotzbrücke im Rhododendronpark Kromlau

Die Rakotzbrücke im Rhododendronpark Kromlau liegt ca. 35 Kilometer von Cottbus entfernt. Sie lebte bisher eher ein entspanntes Brücken-Leben. Dank Insta, TikTok und Facebook hat diese Schönheit aus dem 19. Jahrhundert inzwischen ihren festen Chart-Platz im Ranking der Suchmaschinen.

 Für alle anderen Fotofans hat Die Fotoschule noch ein paar Hintergründe zum Smart HDR Thema:

HDR und Auto-HDR kennst Du nun bereits und die logische Weiterentwicklung davon ist Smart HDR. Die Smart HDR-Technologie ist basierend auf Auto-HDR, steuert die Abläufe jedoch intelligenter und viel praxistauglicher. Fortschrittliche Kamerasensoren, der Einsatz von Hochleistungs-Prozessoren, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, gepaart und ergänzt durch eine intelligente Erkennung von Szenen, Motiven und Objekten führt zu einfach fotografierbaren erstaunlich guten Bildern.

In den beiden anderen Rubriken zum Thema HDR hast Du den Hauptnachteil kennengelernt:
Dein Motiv sollte möglichst stillstehend sein und Du selbst ebenfalls (ideal das Stativ).

Mit Smart HDR gehört das nun endlich der Vergangenheit an. Selbst bewegte Motive können fotografiert werden und Du kannst ganz normal aus der Hand fotografieren. Das wird durch allerlei technische Finessen im Inneren der Kamera ermöglicht. Ein leistungsfähiger und superschneller Prozessor schafft es in Sekundenbruchteilen Dein Bild durchzurechnen, aus 10 - 15 Einzelfotos zusammenzusetzen und abzuspeichern. In demselben Tempo, in dem sonst ein normales Foto auf der Speicherkarte landet. Die neuesten Varianten von Smart HDR gehen sogar noch ein Stück weiter und setzen nicht aus den einzelnen Bilddateien, sondern aus den Bereichen im jeweiligen Einzelbild das fertige Foto zusammen. Hier werden klassische Motivsituationen erkannt und entsprechend die Kontrastumfänge berechnet und angeglichen. Ist es zum Beispiel ein typisches Landschaftsfoto, erfolgt der Kontrastausgleich zwischen der Landschaft und dem Himmel. Schimmert der Himmel durch Baumkronen, wird jedes Fitzelchen Himmel einzeln angepasst, ohne dass die Äste und Baumkronen unnatürlich oder mit Lichtsäumen abgebildet werden. In Räumen werden Fenster erkannt und die Anpassung erfolgt so, dass die Außenwelt vor dem Fenster natürlich sichtbar wird.

Zusammengefasst bekommst Du auf Knopfdruck in Echtzeit ein perfekt errechnetes und angepasstes Foto, ohne zu bemerken, was da im Hintergrund an Millionen von Rechenoperationen stattfindet. Das geht erst, seitdem die verbauten Prozessoren dazu auch fähig sind. Getrieben ist das alles vom Smartphone, denn hier war die Vorgabe ja klar umschrieben: per Touch schöne natürliche und farbenfrohe Fotos ohne groß was einzustellen.

Um Dir all das an Beispielen zu zeigen, hat Die Fotoschule ein paar simple Motivsituationen genommen (Tante Gerti schimpft, warum denn hier die schäbigen Mülltonnen fotografiert werden…) und mit einem iPhone 14 Pro, sowie einer DSLR Konica Minolta Dynax 5D aus dem Jahre 2004 fotografiert.

So sieht das Foto ohne den Einsatz von HDR aus:

ohne HDR

 Es ist korrekt belichtet auf den Bereich der Häuser, Zäune, Tante Gertis Mülltonnen und Pflanzen. Der Himmel erscheint im typischen „weiß ausgewaschen“, da der Kontrastumfang zu hoch für den Bildsensor ist.

Im Vergleich dazu ein Foto per Touch auf den Auslöser der Standard-Foto-App der iPhone, das dieses Motiv mit Smart HDR abbildet:

Smart HDR iPhone 14 Pro

 Hier kannst Du deutlich sehen, was diese Technik an Potential in sich trägt. Wohl gemerkt, das ist normaler Standard, wenn jemand sein Smartphone hochhält und ohne Fotokenntnisse einfach auslöst.

Bisher sah das von der Vorgehensweise so aus, bei HDR, wie auch bei Auto HDR:

Du brauchst mindestens drei Fotos, eines für die dunklen Bereiche im Bild, eines für die mittleren Abstufungen und eines für die hellen Stellen (hier der Himmel):

HDR Vorlage Himmel HDR Vorlage dunkle Bereiche vorne HDR Vorlage mittlere Helligkeiten

 Daraus bastelst Du später per Software am Blechotto (beim klassischen HDR) oder die Kamera intern selbst beim Auto HDR ein kontrastoptimiertes Foto. Das sieht dann so aus und kommt dem Smart HDR Bild zumindest nahe, wenn es auch während des Fotografierens den ganzen bekannten Einschränkungen unterlag (Stativ, keine Bewegung, Belichtung nicht über die Blende steuern…):

Fertiges klassisch erstelltes HDR

 Das Blau des Himmels und die Wolken sind nun, neben den Häusern, Zäunen und Pflanzen natürlicher zu erkennen. Es bleiben aber trotzdem noch problematische Stellen innerhalb der Wolken. Hier hätten also noch feinere Abstufungen bei den Ausgangsbildern stattfinden müssen, die Du durch 5 – 7 Einzelfotos erreichen könntest. Was jedoch nur noch beim HDR und nicht per kamerainternem Auto HDR geht.



Auch für das bereits zu Beginn im Text  erwähnte Motiv „dunkler Raum mit hellen Fenstern“ hat Die Fotoschule ein Beispiel für Dich. Das erste Foto entstand wieder mit der DSLR ohne HDR in einem leerstehenden Großraumbüro. Die Belichtung wählte einen möglichen Kompromiss aus dem dunklen Innenraumbereich und den deutlich helleren Partien in der Nähe der Fenster. Das führt aufgrund der mangelnden Fähigkeit, alle Helligkeitsstufen einfangen zu können, zu einer Überbelichtung und Ausfransen der Fensterpartien. Von der Welt draußen wird nichts mehr abgebildet, weil es für die Belichtungseinstellung zu hell ist.

DSLR mit Autobelichtung ohne HDR

 Das zweite Foto unten entstand wieder mit dem iPhone per Touch auf den Auslöser ohne zusätzliche Einstellungen. Die Kameraelektronik nutzt wieder das integrierte Smart HDR und gleicht die unterschiedlich hellen Stellen perfekt aus. Sowohl die Bereiche innerhalb des Raumes nahe der Fenster und die Welt draußen erscheint korrekt belichtet. Auch hier merkst Du von den immensen Eingriffen und internen Berechnungen während des Fotografierens nichts.

iPhone mit automatischem Smart HDR

 Die Deckenplatten, wie auch der Teppich (könnte laut Tante Gerti auch mal gereinigt werden) sind korrekt belichtet und die einfallende Sonne nahe der Fenster sind gut und differenziert zu erkennen. Dass die Fenster etwas milchig wirken geht nicht auf das Konto der Kamera, sie sind schlichtweg milchig, verdreckt und stellenweise verkalkt (Tante Gertis Kommentar kannst Du Dir denken…).



Als letztes Beispiel noch ein Foto, das die feinen Helligkeitswert-Abstufungen in einem fotografisch schwierigem Motiv optimal darstellt.

iPhone mit Smart HDR

 Die Minolta DSLR ohne HDR hätte die Blätter im Vordergrund kaum erkennbar zu dunkel abgebildet, den Uferbereich vermutlich korrekt belichtet und den Himmel wieder weiß dargestellt. Die Smart HDR Funktion setzt dagegen aus allen erstellten Einzelaufnahmen ein natürlich und ausgewogen wirkendes Bild zusammen.

Die Rinde des Baumes rechts im Bild, die Schattenseiten der Blätter vorne, wie auch die hell angestrahlten in der Sonne befindlichen Blätter werden richtig gezeigt. Mit natürlichen Helligkeitsunterschieden (die dunklen Bereiche sind auch auf dem Foto etwas dunkler und die hellen Bereiche heller), einem fein nuancierten Uferbereich und einem blauen Himmel samt detailliert erkennbarer weißer Deko-Wölkchen. Das Blau des Himmels wirkt an keiner Stelle, auch nicht im sehr schwierigem Bereich der Äste und Blätter oben im Foto, künstlich verändert. Es gibt keine Lichtsäume oder Bereiche, die nicht richtig erfasst wurden. Das ist auf dem Originalfoto noch besser erkennbar, als bei dem hier stark verkleinerten Bild für die Web-Ansicht.



Als Fazit rät Dir Die Fotoschule, diese Einstellung als Standard zu nutzen, denn ohne zeitliche Verzögerung und ohne weiteren Aufwand derart gut ausgeglichene Fotos zu erhalten, ist mit normalen HDR- oder Auto HDR Einstellungen nicht zu erreichen. Du magst nun anmerken wollen, dass Du so aber keine Kontrolle über die einzelnen Schritte und die Erstellung des Fotos hast. Das stimmt. Da in der Regel aber immer derart gute Ergebnisse zu erwarten sind, solltest Du im Falle des manuellen Übernehmens der HDR-Schritte zumindest in der Lage dazu sein, hier noch bessere Resultate im Nachhinein zu schaffen. Wenn dem so ist, dann übernimm besser die Führung an der Kamera und arbeite klassisch mit entsprechender Nachbearbeitung am Rechner. Wäge ab, ob der notwendige Aufwand während und nach dem Fotografieren letztlich wirklich bessere Resultate hervorbringt. Die Messlatte hängt schon recht hoch…

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