Scanner

Teil 2

Bleiben noch fünf Punkte:

Farbtreue
Schärfe
Geschwindigkeit
Abmessungen
Anschluß
(Auflösung hatten wir ja gerade)



Farbtreue
Ist heute wohl kein Thema mehr. Notfalls mußt Du nochmal einen Weißabgleich durchführen.



Schärfe
Auch das ist kein Thema mehr.
Die Optikeinheiten sind selbst bei den billigsten Scannern scharf abbildend.
Allerdings solltest Du hier ein “skeptisches Auge drauf werfen”.



Geschwindigkeit
Das ist schon eher ein Thema.
Geschwindigkeit kostet bei Scannern bares Geld, denn dieses Kriterium ist meistens der Grund, warum preiswerte Scanner preiswert sind.
Hier solltest Du wirklich überlegen, wieviel Du tatsächlich scannen willst.
Und das möglichst objektiv, will heissen ohne Deinen überschwenglichen momentanen Drang nach gescannten Fotografien.
Denn der Drang flacht schneller ab, als Du denkst.
Dann ist es vielleicht nicht mehr die Frage, ob der Scanner 20 Sekunden oder 30 Sekunden braucht.
Das kann ordentlich Geld sparen.



Abmessungen
Auch hier kannst Du sparen.
Ähnlich, wie es sich bei Deiner
rassigen scharfen Nachbarin mit den sündigen Bikinis verhält,
ist es auch bei Deinem Scanner:
je kleiner, desto teurer.
Wenn Du ohnehin ein geräumiges Hobbyzimmer
(Arbeitszimmer hört sich so schrecklich an, wir machen ja keine Arbeit....)
besitzt, darf der Scanner auch etwas breiter und länger sein.
Steht Dir der Platz nicht zur Verfügung solltest Du Dich mal im Angebot der superdünnen (thinline) Scanner umschauen, die nur minimal größer als ein Din-A4-Blatt und obendrein noch hochkant zu verstauen sind.
So passt der Scanner neben dem Notebook ins Bücherregal (sofern Du letzteres besitzt).
Da können wir gleich nahtlos zu den Anschlüssen springen:



Anschluß
Der Standard heutzutage ist der USB- Anschluß. Wenn Du ein neues Gerät kaufen willst, solltest Du darauf achten, daß Dein Scanner USB 2 beherrscht
(
ist schneller; macht aber kaum Sinn, wenn Dein Blechotto den Standard nicht unterstützt oder gar kein USB hat....).
Alte Scanner werden meistens noch über spezielle ISA-Karten (SCSI) oder über den Parallel-Port des Rechners betrieben. Hier solltest Du unbedingt darauf achten, ob Dein Blechotto eine solche Karte “verträgt”
(Notebooks z.B. nicht) und Parallelportscanner eher zu den Gemächlicheren gehören. Aber auch eine Entscheidung dafür kann durchaus Sinn machen, Geld sparen und zu ebenso hervorragenden
Digitalfotodateien führen, wie ein superschnelles Highend- Gerät.

Gescanntes Dia, am PC im Kontrast und Sättigung um 15% gesteigert

 
Für das Digitalisieren von Diapositiven (Dias) bzw. Farbnegativ- und Schwarzweißfilmen empfehle ich Dir einen Diascanner.
Und keinen Durchlichtaufsatz auf einem Scanner.

Entweder Qualität oder nicht.

Ist doch schon doof, wenn Du Tante Gerti später zu ihren schrubbeligen Marienkäferzuchtvereinfreundinnen sagen hörst: “Hat man mir eingescannt, ist mit ´nem normalen Scanner gescannt und darum nicht so brillant, wie auf dem Original-Dia; soll ich das mal zeigen.....?”. Dabei zeigt sie in Deine Richtung und ihre schräpigen Marienkäferzuchtvereinfreundinnen schauen Dich mit ihren schiefen Nasen und knubbeligen Ohren strafend an.

Die Qualität der Diascanner ist durchweg sehr hoch, die Geschwindigkeit wieder mal stark unterschiedlich und der Preis satt hoch.
Da kannst Du Dir schon eine Digitalcamera für kaufen.... ;-))



R@lfonso online Tipp
Verliere Dich nicht in unnötigen, kaum zu bewältigenden “Super-Aktionen”.
Ich habe mich schon mit einigen
Fotofans unterhalten, die genauso dachten, wie ich:

>> digital ist ja prima, aber wie bekomme ich meine ganzen Dias, Filme und Fotos in meinen Blechotto und katalogisiert? <<


Auch wenn der Gedanke noch so brennt, fang es nicht an.
Du wirst es niemals schaffen.
Und selbst wenn Du einen gewissen Teil bewältigen solltest, werden Deine neu entstanden Bilddateien ebenso in ihren (
wenn jetzt auch digitalen) Ablagen schlummern. Stattdessen machst Du Dir nur selber Frust, indem Du mit einer nervtötenden und langwierigen Arbeit beginnst, die Dir nachhaltig den Spaß am “Digitalen Bild im Blechotto” verdirbt.

Ich habe damit auch begonnen und irgendwann genervt gestoppt.
Bis ein Bild komplett eingescannt, nachbearbeitet und gespeichert ist, vergehen Minuten.
Und das bei Tausenden von Fotos (Dias)?

Konzentriere Dich auf Deine Besten!

Scanne die Fotos (Dias) ein, mit denen Du etwas Besonderes machen willst und nimm Dir dafür Zeit, sie richtig gut zu bearbeiten.

>> Qualität statt Quantität <<



Zuguterletzt will ich es zumindest noch erwähnen:
Mit einer Digitalcamera hast Du gewissermassen einen Scanner miteingebaut.
Wenn Du die Digitalcamera im
rechten Winkel zu Deiner Vorlage ausrichtest, mit einem Stativ für Verwacklungssicherheit sorgst, gute neutral leuchtende Lampen im 45Grad-Winkel aufbaust und die Kamerautomatik entsprechend einstellst, wirst Du zu gescannten Fotos keinen Unterschied ausmachen. Zudem geht das, nach einer gewissen Übungsphase, sogar schneller, als mit so manchem Scanner.

In meiner Rubrik
“Bilder hinter Glas” findest Du weitere nützliche Tipps,
klick HIER
(öffnet sich in neuem Fenster)

Und die Diafreunde können sich auch unter gewissen Voraussetzungen den Diascanner sparen.
Wenn Deine Digitalcamera die Möglichkeit bietet, Deinen Diavorsatz (
oder Nahaufnahmebalgen) zu montieren, kannst Du den prima nutzen zum Digitalisieren Deiner Dias oder Negative.

Viele Fotolabore bieten zudem günstige Pauschalen an, um Deine Dias zu digitalisieren. Meistens sind das Angebote in Sätzen a´ 100 Dias. Die Preise purzeln zunehmend. Je nach der Qualität des Labores ist das eine gute Alternative für größere Dia- Archive!

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