Landschaftsfotografie

Wie oft schon bist Du durch wunderschöne Landschaften spaziert und hast Dich gefreut, wie toll alles aussieht. Manchmal hast Du sogar Deinen Fotoapparat mal nicht vergessen und fängst die schöne Landschaft als Erinnerungsfoto ein. Meistens ist es dann aber so, daß das Foto in der Fototüte beim freundlichen Händler an der Ecke nicht annähernd das rüberbringt, was Du in natura als schön empfunden hast... Und solltest Du, wie inzwischen so ziemlich alle Fotofans, digital Erinnerungen sammeln, kommt der Frust dann häufig beim ersten Durchblättern auf dem Blechotto.

Was also kannst Du machen, um keine langweiligen Landschaftsfotos zu sammeln?

Tante Gerti nimmt ihre Knipsmaschine, drückt drauf und fertig.
Wenn Du das Gegenteil davon versuchst, geht´s schon langsam in den grünen Bereich.
Versuche das charakteristische Feeling Deines Motivs zu entdecken, wähle den Ausschnitt, der dann auf Deinem Foto das ausstrahlt, was “Deine” Landschaft ausmacht.

Aus meiner Fotoserie Karibik

Aus meiner Fotoserie Karibik

Viele Fotofans greifen bei der Landschaftsfotografie gerne zum Weitwinkelobjektiv. Bedingt durch die Optik bekommst Du damit viel Landschaft auf´s Bild. Leider hat aber genau das den Nachteil, daß dadurch auch viel Überflüssiges mit eingefangen wird, die Landschaft flach und langweilig wirkt und alles ausdruckslos erscheint.
Der Griff zum Tele ist aber auch nicht immer die richtige Wahl, denn ein zu eng gewählter Ausschnitt verbirgt manchmal auch wichtige Informationen zur Orientierung des Betrachters.



Somit sind wir schon beim
R@lfonso online – Tipp Nummer 1:

Nimm Dir Zeit für die Auswahl des richtigen Ausschnitts.
Dein Bild sollte nur das zeigen, was wichtig ist. Nicht mehr und nicht weniger!

Aus meiner Fotoserie Darss (Deutsche Ostseeküste)

Aus meiner Fotoserie Darss (Deutsche Ostseeküste)

Die meisten Fotofans streifen tagsüber durchs Gelände.
Die Sonne scheint.
Von oben.
Tausende solcher Fotos hat Tante Gerti in ihren zahlreichen Fotoalben verewigt. Und eins ist langweiliger, als das andere.

“Deine schöne Landschaft” hat vielleicht im Frühnebel oder kurz nach Sonnenaufgang, wenn das warme Licht der schräg stehenden Sonne lange plastisch wirkende Schatten zaubert, einen ganz anderen, schöneren Reiz.
Gleiches gilt für
Regenwetter oder auch für stürmische Tage (siehe das Foto von dem rauhen Weststrand am Darß oben).
Vielleicht bringt ein Foto zur
Blauen Stunde oder sogar nachts einen nie vermuteten Effekt und ein fantastisches Foto?

Nachts in Puerto de Mogan auf Gran Canaria

Abends zur Blauen Stunde in Puerto de Mogan auf Gran Canaria

Der zweite R@lfonso online – Tipp:

Arbeite mit dem Licht!
Gehe zu einer anderen Tageszeit nochmal zu der Stelle, die Du schön findest und schau, wie eine andere Lichtsituation ein wunderbares Bild möglich macht.

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Viele Landschaftsfotos wirken wie Tante Gertis Küche: das komplette kurmelige Chaos...
Zuviele verwirrende und unzusammenhängende Bildinformationen lassen das Auge des Betrachters ziellos auf Deinem Bild umherirren. Was für Tante Gertis Küche noch Vorteile bringen mag, ist für Dein Landschaftsfoto tödlich. Wenn keine Struktur erkennbar ist, kein Vordergrund eine Tiefenstaffelung erlaubt und Größenunterschiede in einem Brei zerfliessen, solltest Du Dir die Frage stellen, warum Du überhaupt auf den Auslöser gedrückt hast und ob es mit Deiner verborgenen sadistischen Veranlagung zutun haben könnte, daß Du ahnungslose Betrachter so quälen mußt.


R@lfonso online – Tipp Nr. 3 heißt also:

Chaos vermeiden und Gliederung/Struktur schaffen.
Benutze einen optischen Vordergrund (das kann ein ins Bild ragender Zweig sein, der nebenbei noch einen natürlichen Rahmen schafft), schaffe eine erkennbare Tiefenstaffelung und achte auf eine kreative Ordnung.

Aus meiner Fotoserie Karibik

Wenn Du die Digital Fotogalerie by R@lfonso online bereits besucht hast, ist Dir sicher nicht entgangen, daß meine liebsten Landschaftsfotos Bilder vom Meer und von Stränden sind.
Landschaften müssen also keine endlosen Täler oder grüne Wiesen sein.

Um die Brillianz, genauer gesagt die Farbenprächtigkeit und Farbsättigung, zu erhöhen, bietet sich der Einsatz eines
Polarisationsfilters (Polfilter) an (bei Farbfotografie). Die Farbgebung der Landschaft wirkt intensiver und die Farbabstufungen nuancierter. Verzeichnungen und vergraute Farben, hauptsächlich durch UV- Strahlung und Luftfeuchtigkeit hervorgerufen, werden gemindert bzw. ganz ausgefiltert.

Der Himmel erscheint je nach Aufnahmewinkel kräftig blau, einzelne weiße Wolken wirken strukturierter.



R@lfonso online – Tipp Nr. 4:

Polfilter benutzen.
(nachträgliches digitales filtern am Blechotto bringt übrigens nie den gleichen Effekt;
siehe Email)



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Abschließend noch ein Bereich der Fotografie, der ganz nahe mit der Landschaftsfotografie verknüpft ist:

----- nein, falsch, ich meine jetzt nicht die Aktfotografie, auch wenn es da sicher die einen oder anderen schönen Landschaften geben mag ;-) ----

Gemeint ist die Panoramafotografie.

Dem Thema habe ich bereits in der Fotoschule eine separate Rubrik gewidmet, Einzelheiten kannst Du da entnehmen. Generell gilt aber auch für Landschafts-Panorama-Fotos das oben Beschriebene. Bedingt durch das breitere Format sollte Dein Augenmerk verstärkt auf Struktur und kreativer Gestaltung gerichtet sein.

Solch herrliche Ausblicke, weit oben über dem Meer, geniesst Du auf La Palma

Solch herrliche Ausblicke, weit oben über dem Meer, geniesst Du auf La Palma

Wichtig ist, daß Du mit Stimmungen arbeitest, das Schöne Deiner Landschaft in das rechteckige Kästchen des Bildes einfängst und der Betrachter etwas von dem Feeling “Deiner” Landschaft spüren kann.

Sonnenuntergang von Bord der AIDAbella in Civitavecchia, mit Blick auf die Isola di Giannutri.

Sonnenuntergang von Bord der AIDAbella in Civitavecchia, mit Blick auf die Isola di Giannutri.

Dabei können Sonnenuntergangsstimmungen hilfreich sein, aber auch das simple Einbinden von Spiegelungen, wie unten im Darßer Urwald.

Hier mag man nicht so gerne einfach kreuz und quer ziehen; das gibt nasse Füsse....

Hier mag man nicht so gerne einfach kreuz und quer ziehen; das gibt nasse Füsse....
Aus meiner Serie Darss

Abschließend noch ein Wort zur Kamera und den idealen Einstellungen

Es muß keine DSLR sein!

Gerade die Landschaftsfotografie stellt keine speziellen Anforderungen an die Ausrüstung. Gute Landschaftsfotos sind selbst mit guten Fotohandys möglich (Darß-Foto oben ist mit einem Sony Ericsson Aino entstanden). Die weitaus höheren Anforderungen werden an Dich, als Fotograf gestellt. Es liegt an Dir, die Landschaft so zu sehen und zu fotografieren, daß ein interessantes Foto entsteht. Tele und Weitwinkel, Polfilter und Stativ sind Hilfsmittel, die zum Teil ausrüstungstechnische Mindestanforderungen stellen, aber den großen Schärfetiefebereich von vorne bis hinten und eine relative Weitwinkeleinstellung um 35mm (Kleinbild) schafft jede Digicam. Darum, konzentriere Dich nicht auf eine teure Kamera (-ausrüstung), sondern eher auf Deine Landschaft.
Wann wirkt sie klasse (wann könnte sie klasse wirken, wenn nicht jetzt; vielleicht in zwei Stunden, zur Goldenen Stunde oder zur Blauen Stunde...?), wie wirkt sie klasse (Vordergrund, Goldener Schnitt, Panorama...) und von wo wirkt sie klasse (... vielleicht einfach mal ein paar Schritte nach links wandern, oder auf die Mauer klettern...)?

Entdeckt auf Kreta

Aus meiner Serie Kreta


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