Katzen fotografieren
Die kleinen grazilen und eigenwilligen Raubtiere....

Letzten Sonntag hast Du es erfahren: Tante Gerti hat ´ne Muschi!

Das zieht zwangsläufig ein paar Probleme nach sich. Das erste Problem dürfte Deine
Fellnase Benny sein, denn der hat eine instinktive Abneigung gegenüber Katzen. Das zweite Problem neben Tante Gertis einfallsreicher Namensgebung ist fotografischer Natur. Dir klingen noch Tante Gertis Worte in den Ohren: "Du hast doch so ´ne tolle Kamera, dann kannst Du doch damit mal meine Muschi fotografieren!" Damit bist Du auch schon bei dem dritten Problem: die Muschi haut nämlich, genau wie Du, viel lieber ab, wenn sie Tante Gerti sieht, als sich gemütlich auf ihrem abgewetzten Sofa zu räkeln....

Entdeckt in Venedig

Ein Katzenfoto aus den Anfängen meines Foto-Hobbies aus dem Jahre 1978. Entdeckt in Venedig, fotografiert mit einem Tele, lange im Diaschrank vergraben, 2008 wieder “ausgegraben” und am PC monochrome verändert.

Zur weiteren Schadensbegrenzung habe ich ein paar Tipps für Dich gesammelt, wie Du am besten mit Tante Gertis Muschi umgehst:

lass zum Fotoshooting den Benny am besten zu Hause....


Zur Auswahl der Kameraausrüstung empfehle ich Dir idealerweise eine
DSLR mit Zoomobjektiv im Brennweitenbereich von 50-200mm (ideal ist somit auch hier das Allround-Zoom 18-200mm). Zur Beleuchtung empfiehlt sich in Räumen eine indirekte Beleuchtung, Strahler oder noch besser ausreichendes Raumlicht. Ein Blitzgerät solltest Du nur nehmen, wenn es einen Schwenkreflektor zum indirekten Blitzen besitzt (ein zusätzlicher Bouncer oder eine Softbox sind ideal). Bei Aussenaufnahmen entfällt die Beleuchtungsfrage logischerweise.



Katzen sind eigenwillige Wesen, die keine hektischen und ungewohnten Situationen mögen, sowie sehr empfindlich auf Blitzlicht reagieren. Darauf solltest Du Deine Vorgehensweise beim Fotoshooting abstimmen.
Am einfachsten dürften Dir Fotos während der Ruhe- und Schmusephasen gelingen. Tante Gertis Muschi wird dann sicher auf den selbstgebauten Katzenbaum am Wohnzimmerfenster klettern und faul ihre Pfote runterhängen lassen. Dabei legt sie ihren Kopf gewöhnlich auf die andere Pfote und blinzelt durch ihre fast geschlossenen Augen. In der Situation hast Du die Chance, Dich langsam und ruhig der Muschi zu nähern und sie mit geringerer Brennweite zu fotografieren. Durch das grosse Wohnzimmerfenster fällt genug Licht herein, dass Du auf zusätzliche Beleuchtungen und insbesondere auf den Blitz verzichten kannst. Tante Gerti kann Dir jetzt gut assistieren, indem sie das Lieblingsspielzeug der Muschi in die Hand nimmt und so ihre Aufmerksamkeit weckt. So könnt ihr gemeinsam den Blick der Katze steuern und Du kannst Dich voll aufs Fotografieren konzentrieren. Arbeite möglichst im Serienbildmodus Deiner DSLR und mach lieber mehr Fotos, als zu wenige. Den Ausschuß kannst Du später aussortieren. Sicher wird Tante Gertis Katze aufstehen und vielleicht sogar richtig posieren. Wenn Du nun noch einen Blick für den idealen Hintergrund hast (offene Blende, also f3,5 oder f4 sorgen zusätzlich für einen unscharfen Hintergrund), der die Katze farblich hervorhebt, wirst Du sicher ein paar schöne Aufnahmen dabei haben.

Entdeckt auf einem Gestüt im Süden Menorcas

Noch ein Katzenfoto aus den Anfängen meines Foto-Hobbies aus dem Jahre 1978. Ebenfalls in Venedig nahe des Canale Grande fotografiert mit einem 500mm- Tele, auch lange im Diaschrank vergraben und 2008 wieder “ausgegraben” . Auch wenn es hier so wirkt, ich stand gute 10 Meter von dem Kätzchen entfernt, als ich den mechanischen Auslöser meiner Minolta SRT drückte.

Sollte die Muschi auf dem Boden liegen, oder sich doch auf Tante Gertis abgewetztem Antiksofa breit machen, denk an die Katzenperspektive. Auf die Knie mit Dir! Oder lang auf den Boden! In jedem Fall solltest Du auf Kopfhöhe mit der Katze sein und nicht von oben herab fotografieren.

Wenn Du draussen fotografierst und die Muschi in Aktion erwischen willst, brauchst Du zwingend ein Teleobjektiv. 200mm gehen gut, 300mm sind noch besser und bis zu 500mm ideal (bezogen auf Kleinbild-Format).
Wenn Muschi versteinert in Angriffsposition an der Stelle verharrt, den Blick fest fixiert auf etwas, das sich Deinen schwächelnden Augäpfeln entzieht, kommt Dein grosser Einsatz! Sicherer Stand (ideal: Stativ), möglichst von der Katze unbemerkt, Tele im Einsatz, kurze Verschlußzeit, auf die Katzenaugen scharf gestellt und los gehts. Wenn Du schnell genug bist (da wird Dich die Erfahrung ständig besser werden lassen), schaffst Du sicher ein paar Sprung-, Lauf- und Angriffsfotos.

Katzenfamilie auf Korfu

Klick vergrößert

Wer mag sie nicht, junge Katzen?
Diese Katzenfamilie hat es mir nicht schwer gemacht, sie zu fotografieren, denn alle
Fünf waren sehr zahm. Sie liefen im Garten des Ferienhauses, dass ich auf
Korfu im
Sommer bewohnte, quasi als wilde Haustiere um meine Beine herum. Schon nach kurzer
Zeit war ich ihnen so vertraut, daß sie mich gar nicht mehr so recht wahrnahmen.
Das war die ideale Voraussetzung für unbemerkte Fotografien.
Dieses Bild entstand mit einem 200mm-Tele;
so hatte ich trotz etwas Abstand die Katzen ganz nah auf dem Chip.

Minolta Dimage7i 200 mm 1/125s  f5,6

zzzzzzzzzzz  schnarch  zzzzzzzzzzzzzz

.....tja, auch faule Kätzchen schlafen gerne.....

Diese faule Katze habe ich auf Gran Canaria entdeckt.


Grundsätzlich und zusammenfassend solltest Du bei Katzenfotos folgende Tipps berücksichtigen:

Beginnen wir mit der Ausrüstung:

Ausrüstung Standard
Ideal ist eine DSLR (oder analoge SLR) mit einem Zoom von 18-200mm (oder analog 28-200mm oder mehr) und einem schwenkbarem externen Blitz.
Gut ist eine Digicam (besser noch eine Prosumer) mit mindestens 4-5fach Zoom und kurzer Auslöseverzögerung.
Mit Abstrichen brauchbar ist eine Digicam mit 2- oder 3fach Zoom.

Egal welche Kamera Du auch nimmst, mehr als 5 Megapixel braucht sie eigentlich nicht zu haben (es sei denn, Du strebst Poster-Tapeten mit Katzen-Motiven an...)
 


                                        Foto-Tipps

- nicht direkt blitzen (Muschi hat auf dem Foto dann sicher Zombie-Augen und ist nach dem ersten Foto futsch), nutze
 das vorhandene Licht
- wähle möglichst die gewohnte Umgebung der Katze für Dein Foto
- achte auf einen passenden Hintergrund (der nicht von Muschi ablenkt)
- bewege Dich ruhig, besonnen und langsam
- steuer den Blick der Katze (durch Geräusche, Spielzeug, zweite helfende Person)
- Rangehn! Auch hier heisst mehr Katze auf dem Bild das bessere Foto
- Serienbildmodus (drück ordentlich drauf und mach eher zuviel Fotos)
- Auf die Knie! Auge in Auge mit der Muschi auf Katzenperspektive
- Flexibel bleiben: Katzen begeben sich aus Neugier an die unmöglichsten Orte. Das ist Deine Chance für einzigartige
 Bilder
- Ausdauer und Geduld brauchst Du oft mehr als genug
- Versuch den typischen Charakter der Muschi festzuhalten (Blick, Ohrenstellung, typische Posen)
- oft hilft es unbemerkt zu bleiben; nutze das Teleobjektiv (besonders draussen)
- bei Aktionsfotos auf kurze Verschlusszeiten achten (ggf. Sportmodus der Digicam wählen)
- Aussenaufnahmen bringen häufig interessantere Katzenbilder, als die klassischen Haustierfotos
- wenn die Muschi schwarz ist, besonders auf die Scharfstellung achten (AF macht schnell Messfehler, da der Kontrast
 für die Messung zu gering ist  <-- Achtung! Fehlerquelle)
- beobachte auslösebereit und reagiere schnell
- gewöhne die Katze an die Kamera; wenn sie die langweilige Kiste erstmal kennt, reagiert sie auch nicht mehr verändert
 darauf
 

Klick vergrößert

Die vier kleinen Katzen begleiteten mich während meines Korfu-Urlaubes.
Und zwar manchmal so nah, dass ich aufpassen mußte, sie nicht
plattzutreten.....

Entstanden mit Minolta Dimage 7 und Tele 200mm

...weiter in der Fotoschule

Huppala, falsche Rubrik....
Nur mal so nebenbei bemerkt, wenn Tante Gertis Muschi so aussehen sollte, dann verzichte einfach mal drauf, sie im Garten in Aktion zu fotografieren.

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