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Hunde fotografieren Schöne Fotos von der treuen Fellnase
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Mit großen braunen Augen sitzt er wieder da und lauscht geduldig Deinen nicht enden wollenden Erzählungen über Tante Gertis letzten Besuch. Er widerspricht nicht, ist
niemals ungeduldig und stimmt Dir stumm und schweigend zu. Dein Bester Freund versteht Dich immer, hat vielleicht ein chronisches Haarverlierproblem und treibt an manchen Tagen durch seine Duftnote selbst die
hartgesottenste Hausfliege ins Koma, aber er freut sich jedes Mal auf´s Neue herzlich, wenn Du den Raum betrittst; auch wenn Du nur kurz draußen warst, um den Müll wegzubringen... Ihr habt Spaß an endlosen
Fresbee-Spielen am Strand, streunt gemeinsam durch den Oberbruttenscheider Wald und lungert an so manchem verregneten Sonntag gelangweilt auf der Couch rum.
Klaro, es geht um Deinen treuesten Freund, den mit der Fellnase.
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Was liegt demnach näher, als ihn zum Opfer Deiner Fotowut zu machen? Allzu schnell hast Du allerdings schon bemerkt, daß Deine kleine Fellnase ein paar fotografische
Schwierigkeiten mit im Fell hat. Hunde sind oft schnell, bewegen sich hektisch und unvorhersehbar, haben eine hervorstehende Nase (ich weiß, je nach Rasse auch nicht...) und verstellen sich komischerweise vor der
Optik wie Kinder, wenn sie ein Objektiv vor Deiner fellfreien Nase sehen.
Das Ergebnis zahlloser Fotos von Deinem Besten Freund ist dann oft: unscharf verwackelt
halb drauf gar nicht so typisch, wie er eigentlich ist.
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Klick vergrößert
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Damit sich Dein behaarter Freund auch auf Deinen Fotos gefällt und nicht nur in seinem Spiegelbild, habe ich ein paar Tipps für Dich, wie es vielleicht etwas besser
klappt mit den Bildern.
Beginnen wir mit der Ausrüstung: Ideal ist eine DSLR (oder analoge SLR) mit einem Zoom von 18-200mm und einem schwenkbarem externen Blitz.
Gut ist eine Digicam (besser noch eine Prosumer) mit mindestens 4-5fach Zoom und kurzer Auslöseverzögerung. Mit Abstrichen brauchbar ist eine Digicam mit 2- oder 3fach Zoom.
Egal welche Kamera Du auch
nimmst, mehr als 5 Megapixel braucht sie eigentlich nicht zu haben (es sei denn, Du strebst Poster-Tapeten mit Fellnasen-Motiven an...)
Nehmen wir mal an, Du besitzt eine DSLR mit Zoom. Wenn Du
Deinen eigenen Hund fotografieren willst, hast Du den Vorteil, daß Du seine Eigenheiten gut kennst und ihn typisch fotografieren kannst. Genau dieses “Typische” macht gerade bei Hunden den größten Teil
des Fotos aus und beeinflusst maßgeblich die Entscheidung des Betrachters, ob das Bild gut oder schlecht ist. Wenn der Betrachter sehen kann, was das für ein Typ Hund ist, seinen Charakter erahnen kann und das Bild
lebt, dann treten viele andere Kriterien in den Hintergrund. Der Satz: “Das Bild ist ja klasse, das zeigt den Benny so richtig typisch, wie er auch ist.” ist eine volle 50 ins Rote!
Leichte Fehlbelichtungen oder Unschärfen werden dann schnell nebensächlich.
Auf dem Bild unten kam eine kleine Digicam mit 3fach-Zoom zum Einsatz, das Foto hat keinen perfekten Schärfepunkt, ist leicht
verwackelt und die Belichtung ist ebenfalls nicht optimal. Es gibt allerdings kein zweites Foto, das den kleinen Benny treffender zeigt, wenn er wie ein fliegender Teppich am Strand entlang saust, voller
Lebensfreude und explodierender Energie in die Luft springt und seinem Zweitnamen >der kleine Wirbelwind< gerechter wird. Das Bild lebt in sich und ist ein Volltreffer.
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Benny, der fliegende Teppich
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Grundsätzlich ist natürlich ein korrekt belichtetes und scharfes Foto, das nebenbei auch noch den Typ Fellnase perfekt rüberbringt, die bessere Version. Wenn Du fremde
Hunde fotografieren sollst, beobachte Dein Fellnasen-Model vorher und versuche ein paar Eigenarten und Verhaltensweisen, den Grundtyp und Charakter des Hundes zu entdecken. Das erleichtert Dir die Aufgabe des
Fotografierens. Viele Hunde mögen Objektive und Kameras nicht besonders und verhalten sich schlagartig anders. Vermutlich haben sie gelernt, daß kurz nach dem Hochnehmen des komischen Kastens an Herrchens
(Frauchens) Gesicht ein fürchterlicher Blitz herausschießt. Und das empfindliche Hundeauge reagiert sicher entsprechend intensiver auf das Blitzlicht, als das menschliche Auge. Die besseren und unverstellteren Fotos
wirst Du demnach aus einer gewissen Entfernung durch den Einsatz des Teles erreichen. Dabei kannst Du Dir gleich den gestalterischen Nutzen der geringeren Schärfentiefe zueigen machen. Durch die Wahl einer offenen Blende (kleine Blendenzahl von 2,8 oder 3,5) hebt sich Dein Fellnasenmodell scharf vom unscharfen Hintergrund ab. Das Aufblenden nützt Dir auch auf anderer Ebene:
Du kannst kürzere Verschlußzeiten wählen, die Bewegungsunschärfen minimieren. Selten wird Dein Benny die ganze Zeit ruhig halten, damit Dein Foto auch was wird.
Weiter oben hatte ich es schon angedeutet, Du brauchst eine Kamera mit kurzen Auslöseverzögerungen. Um das schnelle Hin- und Her einzufangen, muß allerdings nicht nur Deine Kamera schnell sein, sondern auch Du. Reaktionsschnelles Betätigen des Auslösers und Erahnen, bzw. auch Sehen des richtigen
Moments ist wichtig.
Nicht alle Hunde donnern herum, viele liegen faul und behäbig auf ihrem Fellkissen und faulenzen gerne. Hier hast Du natürlich mehr Musse, Dein Bild zu schiessen. Wenn Du in der Wohnung, oder unter schlechteren Lichtverhältnissen fotografierst, nutze am
besten ein externes Blitzgerät, das sich auf indirektes Blitzen schwenken lässt. Fotostrahler sind zwar auch hier die bessere Wahl (wie bei Deinen Portraits von Tante Gerti), doch wird Benny sicher nicht lange liegen bleiben, wenn Du erstmal anfängst, die ganze Hütte um ihn herum umzubauen. Der indirekte Blitz gibt eine natürlichere Ausleuchtung und wird Dein Fellnasenmodell nicht wieder für Minuten erblinden
lassen, wie das klassische “Direkt von vorne druff”.
Gehe bei Deinen Hunde-Fotos öfter mal auf Hundegröße herunter, sprich fotografiere aus der Hundeperspektive. Fotos, die die Umwelt Bennys aus
seiner Sicht zeigen, wirken viel spannender als der klassische Blick von oben runter. Vorteilhaft ist es in vielen Fällen auch, wenn der Betrachter ein paar Anhaltspunkte zur aktuellen Umgebung bekommt. Rauscht
Benny durch die auslaufenden Wellen am Strand, sollte das auch erkennbar sein und nicht wie eine nasse Pfütze auf der Dorfstrasse wirken. Tollt Dein Fellnasenmodell durch den Wald, machen sich schemenhaft unscharfe
Bäume im Hintergrund sicher gut.
Zum Schluß noch ein Blick auf´s Licht. Achte bei Deinen Fotos darauf, daß die Augenbereiche ausreichend hell und richtig belichtet sind. Hier blickt der Betrachter
unweigerlich hin und empfindet Fehlbelichtungen in diesem Bereich als bildbestimmend (schlechter). Was für die Belichtung gilt, trifft in besonderem Masse auch auf die Schärfe zu:
auf die Augen scharf stellen!
Zu diesem Thema habe ich je eine Mail von Julia und Anastasia bekommen, die ständig das Problem haben, die Nasen scharf zu
haben, aber nicht die Augen. Wenn Du Interesse hast, kannst Du per Klick hier meine Tipps an Julia und per Klick hier meine Tipps an Anastasia nachlesen
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Vielen Dank an Chrissi für die schönen Bilder ihrer kleinen Fellnase Benny
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Zusammenfassend nochmal in Stichpunkten:
Den Charakter, das Wesen und Temperament des Hundes erfassen und rüberbringen
Schnell reagieren, auslösen und schnell wechselnde Szenen und Ausdrücke festhalten (ggf. Serienbild-Betrieb nutzen)
Tele nutzen, Schärfentiefe gezielt einsetzen, Hintergrund und Umgebung erkennbar machen
Korrekt belichten, Schwerpunkt Augenpartie, eventuell blitzen, aber möglichst indirekt
Bei aktiven Szenen kurze Verschlußzeiten wählen, Schärfepunkt liegt auf Hundeaugen
Öfters mal ab in die Hocke auf Hundeperspektive
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...zur Rubrik Pferde
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...weiter in der Fotoschule
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...Mail von Julia zu unscharfen Hundefotos
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...Mail von Anastasia zu unbefriedigenden Hundefotos
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