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Aktfotografie
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Zurück zu Tante Gerti. Tante Gerti ist für Dein Aktfoto eigentlich gar nicht so ungeeignet.
Sie kommt aus Deinem Bekanntenkreis und das ist meistens die einfachste Möglichkeit, ein Aktmodell zu finden. Im Bereich Portrait habe ich bereits einige Tipps zum Ablauf gegeben, was Du genauso auf die Aktfotografie übertragen kannst.
Du solltest Dir aber als Grundregel merken, dass Dein “Fotostudio oder der Ort der Aufnahme” umso professioneller sein sollte, je unbekannter Dir Dein Modell ist. In der Rubrik "Mein improvisiertes Studio" habe
ich detailliert aufgelistet, was Du mindestens brauchst und wie Du vorgehen musst, um richtig gute Portraits und Akte zu fotografieren. Folge einfach dem Link, um Dich dort zu informieren.
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Mein improvisiertes Studio
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Tante Gerti kennt Dich und Du kennst sie. Sie kann Deine fotografischen Fähigkeiten einordnen und weiß in etwa, wen sie vor sich hat. Das hilft ihr, Unsicherheiten und
ihre Befangenheit abzulegen. Für sie wird es okay sein, dass Du mit Schreibtischlampen und einem gefärbten Bettlaken als Hintergrund arbeitest.
Das sieht aber ganz anders aus bei der hübschen Vanessa aus der
Szene-Kneipe an der Ecke, die Du am Freitag so lange belabert hast, dass sie “Ja” zu Deinem Akt-Foto-Shooting mit ihr als Model gesagt hat. Sie kennt Dich nur als Typ aus `ner Kneipe, der
“Fotograf” ist. Entsprechend wird sie unsicher, vorsichtig und abwartend sein bei Deinem Termin. Und Du kannst Dir sicher sein, sie wird auf jede Kleinigkeit in Deinem improvisierten Studio achten. Deine
Schreibtischlampenbeleuchtung wird dann gar nicht mehr so klasse ankommen.
Wenn Du doch den Weg gegangen sein solltest, ein Model aus einem (Internet-) Inserat zu engagieren, wirst Du mit einem
improvisierten Studio im Wohnzimmer kaum noch Chancen haben. Da ist Professionalität gefordert. Hier solltest Du überlegen, ob es in Deiner Nähe eventuell ein Fotostudio gibt, das Du mieten kannst. Im Idealfall mit
entsprechender Beleuchtungseinrichtung und Ausstattung (“Möbel” und Hintergründe).
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Neben der eigenen Wohnung, die sich aufgrund der Einrichtung meistens weniger eignet für gute Aktfotos, stehen Dir unzählige Locations in Deiner Umgebung zur Auswahl.
Das kann eine verlassene Fabrikhalle, ein alter vergessener Bahnhof, eine Burgruine, auf dem stillgelegten Zechengelände neben alten Maschinen, oder auf der Lichtung am Oberbruttenscheider Wald sein. Vielleicht
gestaltest Du Dein Akt-Shooting einfach in den Räumen eines benachbarten Schlosses oder einer Burg? Viele "Burgherren" gewähren Dir häufig kostenlosen Einlass, wenn Du freundlich fragst und kurz umreißt,
was Du vorhast. Vorhandene Requisiten lassen einen großen Spielraum für allerlei kreative Ideen und Du musst nicht viel an eigenem Material mitnehmen; Deiner Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt, es entscheidet
Deine Fantasie und Improvisationsbereitschaft.
Insbesondere für Fotos in fremden Gefilden ist eine sehr sorgfältige Planung im Voraus notwendig. Du solltest Dir die örtlichen Gegebenheiten, Lichtverhältnisse
(insbesondere zu dem Zeitpunkt, wenn Dein Shooting starten soll) und Rahmenbedingungen vorab anschauen. Das Thema Lichtführung und die gezielte Beleuchtung (das ist nicht der “Platsch-von-vorne-Kamera-Blitz)
spielt in der Aktfotografie eine noch größere Rolle, als bei Portraits. Solche Vorgaben
solltest Du bereits für Dich geklärt haben, bevor Du mit Deinem Model am Ort erscheinst. Solltest Du draußen in der Natur oder in Fabrikhallen fotografieren, muss Deine Fotoausrüstung einsatzfähig und komplett
zusammengestellt sein. Zu beachten sind ebenfalls Fremde, die in Deine Szenerie platzen könnten und die Fähigkeit darauf flexibel und spontan zu reagieren. Bei Dir, wie auch bei Deinem Modell. Aber auch solche
Eventualitäten lassen sich im Vorfeld in einem gewissen Rahmen kalkulieren, wenn Du Dir Deine Location vorab anschaust (was nicht heißt, dass Kollege Zufall auch bei sorgfältigster Planung in Gestalt eines
ungebetenen Besuchers zuschlagen kann).
Für eine fremde Umgebung gilt grundsätzlich dasselbe, wie für Aufnahmen im (eigenen) Studio: Du musst kreativ sein, Ideen haben, was Du fotografieren willst.
Unentschlossene Lücken und Leerlauf durch Ideenlosigkeit sind tödlich. Ein Script, was Du wie fotografieren willst, ob als Papier oder Leitfaden in Deinem Kopf, ist hier die Basis für´s Gelingen. Arbeitest Du in
Deinem eigenen Studio, kannst Du zielgerichteter vorgehen, als im Freien. Beherrsche Deine Kamera und alle Geräte, die Du einsetzen willst (Lampen, Blitzschirme, Belichtungsmesser...). Auch für´s Studio gilt: geh
Dein Projekt im Voraus gedanklich durch, bereite alles vor und organisiere Deine Kamera(s), prüfe das Licht, die Perspektiven, lege alles was Du während des Termins brauchst, so bereit, dass Du es sofort zur Hand
hast und nicht anfangen musst zu murksen. Wirke professionell und vor allen Dingen sicher, gib Anweisungen, leite die Szenerie und sei Choreograph. Eine gewisse Sensibilität und stimmige Atmosphäre sind wichtig. Du
musst fühlen, was in dem Model vorgeht, was es kann und was nicht geht. Schaffe eine positive Grundstimmung und klare (nicht mehr erklärungswürdige) Formulierungen, was Du mit dem Model umsetzen willst. Das hilft
ungemein. Akzeptiere aber vor allen Dingen Grenzen, was das Modell nicht will oder kann, wird auch nicht gemacht. Bei allem Eifer, bleib flexibel. Kommen Ideen und/oder Verbesserungsvorschläge vom Model, dann
schalte gedanklich um. Geh darauf ein und setz es um. Oft kommen dadurch bessere Ergebnisse, weil es jedem leichter fällt, das zu tun, was man will und kann.
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Was draußen und in verlassenen Fabrikhallen sicher schwerer umzusetzen ist, sollte in Deinem Studio ein “Muss” sein:
schaffe ein angenehmes Klima. Dazu gehören ein optimal geheiztes Studio, Getränke, ein Umkleideraum und Überschaubarkeit. Und generell gilt, versuche das Model so nüchtern, wie eine Stehlampe zu sehen. Es ist
nicht mehr, als Dein Motiv und Du bist hinter der Kamera nichts anderes als der Fotograf (zwar nicht im weißen Kittel, aber der Ablauf sollte dieselben professionellen Züge haben, wie Dein Besuch beim Zahnarzt...).
Erregung ist ebenso tabu, wie körperlicher Kontakt, Anweisungen erfolgen grundsätzlich verbal und distanziert. Das heißt nicht, dass durch eine positive Grundstimmung und Dein Eingehen auf das Model, keine
erotischen Spannungen entstehen sollen. Sofern das Zusammenspiel zwischen Dir und dem Model harmoniert, kannst Du solche Elemente prima in Dein Foto fließen lassen. Aber eben nur dahin, sie sind nur für Deinen
Bildsensor in der Kamera bestimmt. Grenze Dich von plumper Nacktfotografie ab. Schaffe etwas intensives, fotografiere Bilder, die sich selbst erzählen, wenn gewünscht, setze erotische Akzente. Es ist sehr schwer,
gelungene Aktfotografien zu schaffen. Bevor Du damit beginnst, sollten aussagefähige Portraits für Dich zu einem Routine-Job geworden sein. Vieles ähnelt sich übrigens im Bereich Akt und Portrait. Ich empfehle Dir
zusätzlich die beiden Rubriken Portraitfotografie und "Mein improvisiertes Studio", die Dir Tipps zum Ablauf und Aufbau einer Fotosession mit “menschlichen Motiven” geben.
Und ganz wichtig, weil es allzu oft (gerade im privaten Bereich) vergessen wird,
verhandele mit dem Model, was mit den fertigen Bildern geschehen darf, wer hat die Rechte am Bild? Ein einfacher Vertrag sichert die Rechte von beiden, Model und Fotograf.
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Ob knisterscharf mit Gänsehaut oder digital gesoftet, die Gestaltung liegt bei Dir!
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Nach dem Shooting erfolgt die Bildauswahl und Weiterverarbeitung am Blechotto. So schön Dein Model auch sein mag, Du wirst heutzutage um ein paar Beauty-Retuschen nicht
herum kommen. Das ist sicher ein Punkt, worüber man diskutieren kann, aber dann kannst Du auch darüber diskutieren, ob eine LP oder eine CD das Medium unserer Zeit ist. Hautunreinheiten, Muttermale und sonstige
störende Elemente gilt es zumindest in den optischen Hintergrund zu befördern. Die Vorgehensweise ist vergleichbar mit den Retuschen im Portraitbereich. Ebenfalls dazu gehören diverse Fotoeffekte (z.B.
Weichzeichner), Korrekturen des Hintergrunds (vor allen Dingen beim “Draussen-Shooting” übersehene Dinge), das Umwandeln in kontrastlich abgestufte Schwarzweißbilder, oder das Montieren passender
Hintergründe bei Bluescreen-Fotosessions. Bei allen
Eingriffen ins Bild solltest Du zielgerichtet und mit einem gleich hohen Anspruch ans fertige Bild vorgehen, wie beim Fotografieren. Nicht selten optimiert man sein gutes Foto durch zu viele Eingriffe kaputt. Häufig
hat auch Dein Model eine klare Vorstellung von den fertigen, zu erzielenden Bildergebnissen. Habt ihr hier im Vorfeld Vereinbarungen getroffen, solltest Du Dich mit Deinen digitalen Eingriffen nicht allzuweit davon
entfernen (oder zum vereinbarten Material Deine zusätzlichen Ergebnisse separat vorstellen). Deine fertigen Fotos (digital veredelt oder die Originale aus der DSLR) gehst Du dann gemeinsam mit dem Model durch. Dazu
kann man sich nochmal treffen, oder nutzt die digitalen Möglichkeiten (CD senden, Email schicken, gesichertes Webalbum).
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Begeistern Dich die verwinkelten Gassen und kleinen Innenhöfe des alten italienischen Dörfchens? Schlenderst Du umher und stellst Dir vor, dass es die ideale Kulisse für eine
Aktaufnahme wäre? Ein Bild, das einerseits die verfallenen Fassaden und das Marode der Umgebung und andererseits im Kontrast dazu die Frische Deines Models zeigt? Wäre ein Schwarzweißbild die ideale Symbiose von
beiden, dass alles gleichwertig ineinander fliesst?
Dieses Foto habe ich in der Rubrik EQ+IQ=FQ eingebunden, um zu zeigen, dass es ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen bedarf, solche Ideen umzusetzen. Hinzu
kommt der Umstand, dass es in südlichen Ländern nicht allerleuts Geschmack ist, vor der eigenen Haustür Aktmodelle und Fotografen zu tolerieren. So ist Tempo angesagt. Nicht minder wichtig ist das Beherrschen Deiner
Kamera und Beurteilen der Lichtverhältnisse. Hier trifft hartes Sonnenlicht auf dunkle Häuserschatten, was einige Erfahrungswerte voraussetzt. Ein langes Rumprobieren ist in dieser Situation nicht möglich, da nur
ein begrenzter Zeitraum für das Foto zur Verfügung stand.
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Damit das, was auf den ersten Blick recht trivial erscheinen mag, nicht zum totalen Desaster wird, habe ich drei wichtige Tipps für Dich, die Du an anderen Stellen der
Fotoschule ebenso finden wirst (z.B. im Bereich von Hochzeitsfotos) und besonders in Verbindung mit gebuchten Models gelten:
1. Versuch Deine Fotokenntnisse realistisch einzuschätzen. Bei Aktfotos ist mehr gefordert, als einfach nur eine Digicam mit Programmautomatik in die Hand zu nehmen und loszuknipsen. Du solltest Dich insbesondere im Bereich der Portraitfotografie, Blitzlicht- und Available-Light-Fotografie sicher bewegen. Es wird mehr von Dir erwartet, als nur die Tatsache, schonmal ganz gute Fotos gemacht zu haben. Zweifelst Du an Deinen Fähigkeiten, solltest Du besser jemand anderem den Vortritt überlassen. Oder versuch Deine ersten Gehversuche im privaten Bereich mit einem Model Deines Vertrauens zu beschreiten.
2. Hast Du die nötige fotografische Ausrüstung? Dazu gehören mindestens eine DSLR (oder
entsprechend eine klassische Spiegelreflex), ein oder zwei Objektive, die den Brennweitenbereich vom Weitwinkel bis hin zum Teleobjektiv abdecken, mindestens ein kräftiges Blitzgerät, das indirektes Blitzen ermöglicht und genügend Speichermedien plus Akku/Batterien-Power. Hinzu kommt gegebenenfalls die entsprechende Studioausrüstung (Studioblitzanlage, Leuchten, Leinwände, Möbel und Requisiten). Eine Ersatzkamera solltest Du in jedem Fall in erreichbarer Nähe haben, am
besten eine, die Du mehrere Jahre besitzt und blind beherrschst. Falls in der Hektik Deine Kamera ihren Dienst quittiert, brauchst Du "was Vertrautes" als Ersatz und vor allen Dingen, Du brauchst
augenblicklich Ersatz.
3. Cool bleiben In jeglicher Hinsicht...
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----------------------------------------------------------------------- Zum Thema Akt habe ich folgende Frage per Email bekommen, die ich HIER beantworte
Und hier habe ich noch eine, guckst Du HIER
Und noch eine, guckst Du HIER
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Tipps zur Portraitfotografie
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Tipps zum eigenen improvisierten Studio
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Zum Thema Akt hält die Fotoschule to go eine Fototipp-Card zum Mitnehmen bereit, konzentriert aufs Wesentliche, einfach ausdrucken und in die Fototasche stecken.
Klick auf das Fototipp-Card-Logo:
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Fertig formatiert ist die Fototipp-Card leicht verständlich und bei Deinen Foto-Streifzügen als Fotoschule to go Dein Taschen-Ratgeber vor Ort.
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...hier gehts weiter in der Fotoschule
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Die Fotoschule zum Mitnehmen,
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Das Buch der Fotoschule als eBook
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Zu Deiner Orientierung auf den Seiten von Ralfonso online:
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Wenn Du diese Seite ausdrucken möchtest, wird Dir vermutlich das Seitenlayout etwas Sorge bereiten. Die Darstellung der Fotoschule ist auf das Online-Medium
abgestimmt, nicht auf den Druck. Ich empfehle Dir Das Buch der Fotoschule als eBook, das druckfertig formatiert ist und obendrein keine Navigations-Schaltflächen und Seitenhinweise trägt. Da macht nicht nur das Drucken Freude, sondern auch das Offline-Lesen auf allen gängigen
eBook-Readern, PC´s, Netbooks, iPad und entsprechenden Smartphones (HTC, iPhone etc.). Hier findest Du per Klick weitere Infos.
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