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Zurück zu Tante Gerti. Tante Gerti ist für Dein Aktfoto eigentlich gar nicht so ungeeignet.
Sie kommt aus Deinem Bekanntenkreis und das ist meistens die einfachste Möglichkeit, ein Aktmodell zu finden. Im Bereich Portrait habe ich bereits einige Tipps zum Ablauf gegeben, was Du genauso auf die Aktfotografie übertragen kannst. Du solltest Dir aber als Grundregel merken, daß Dein “Fotostudio oder der Ort der Aufnahme” umso professioneller sein sollte, je unbekannter Dir Dein Modell ist. In der Rubrik "Mein improvisiertes Studio" habe ich detailliert aufgelistet, was Du
mindestens brauchst und wie Du vorgehen mußt, um richtig gute Portraits und Akte zu fotografieren. Folge einfach dem Link, um Dich dort zu informieren.
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Tante Gerti kennt Dich und Du kennst sie. Sie kann Deine fotografischen Fähigkeiten einordnen und weiß in etwa, wen sie vor sich hat. Das hilft ihr, Unsicherheiten und
ihre Befangenheit abzulegen. Für sie wird es okay sein, daß Du mit Schreibtischlampen und einem gefärbten Bettlaken als Hintergrund arbeitest.
Das sieht aber ganz anders aus bei der hübschen Vanessa aus der
Kneipe an der Ecke, die Du am Freitag so lange belabert hast, daß sie “Ja” zu Deinem Akt-Foto-Shooting mit ihr als Modell gesagt hat. Sie kennt Dich nur als Typ aus `ner Kneipe, der
“Fotograf” ist. Entsprechend wird sie unsicher, vorsichtig und abwartend sein bei Deinem Termin. Und Du kannst Dir sicher sein, sie wird auf jede Kleinigkeit in Deinem improvisierten Studio achten.
Deine Schreibtischlampenbeleuchtung wird dann gar nicht mehr so klasse ankommen. Wenn Du doch den Weg gegangen sein solltest, ein Modell aus einem Inserat zu engagieren, wirst Du mit einem improvisierten
Studio im Wohnzimmer kaum noch Chancen haben. Da ist Professionalität gefordert.
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Um dieses Kapitel nicht allzuweit aufzublähen, will ich jetzt nicht detailliert beschreiben, was Tante Gerti so alles vor Deiner Kamera veranstaltet, sondern beschränke
mich auf einige Tipps und Voraussetzungen für eine gelungene Akt- Session.
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- lies vorab die Rubriken Portraitfotografie und "Mein improvisiertes Studio"
- beherrsche Deine Kamera und alle Geräte, die Du einsetzen willst (Lampen, Blitzschirme, Belichtungsmesser...)
- geh Dein Projekt im Voraus gedanklich durch,
bereite alles vor und organisiere Deine Kamera(s), prüfe das Licht, die Perspektiven, lege alles was Du während des Termins brauchst, so bereit, daß Du es sofort zur Hand hast und nicht anfangen mußt zu murksen
- wirke professionell und vor allen Dingen sicher, gib Anweisungen, leite die Szenerie, sei Choreograph
- Sensibilität und Atmosphäre sind wichtig. Du mußt fühlen, was in dem Modell vorgeht, was es
kann und was nicht geht. Schaffe eine positive Grundstimmung und klare (nicht mehr erklärungswürdige) Formulierungen, was Du mit dem Modell umsetzen willst. Das hilft ungemein.
- akzeptiere Grenzen, was das Modell nicht will oder kann, wird auch nicht gemacht.
– Flexibilität! Kommen Ideen und/oder Verbesserungsvorschläge vom Modell, dann schalte um. Geh darauf ein und
setz es um. Oft kommen dadurch bessere Ergebnisse, weil es jedem leichter fällt, das zu tun, was man will und kann.
- schaffe ein angenehmes Klima. Dazu gehören ein optimal geheiztes Studio, Getränke,
ein Umkleideraum und Überschaubarkeit.
- versuche das Modell so nüchtern, wie eine Stehlampe zu sehen. Erregung ist ebenso tabu, wie körperlicher Kontakt, Anweisungen erfolgen grundsätzlich verbal und
distanziert.
- solltest Du draußen in der Natur oder in Fabrikhallen fotografieren, muß Deine Fotoausrüstung einsatzfähig und komplett zusammengestellt sein. Zu beachten sind ebenfalls Fremde, die in
Deine Szenerie platzen könnten und die Fähigkeit flexibel und spontan zu reagieren, muß vorhanden sein. Bei Dir, wie auch bei Deinem Modell. Du mußt kreativ sein, Ideen haben, was Du fotografieren willst.
Unentschlossene Lücken und Leerlauf durch Ideenlosigkeit sind tödlich.
- grenze Dich von plumper Nacktfotografie ab. Schaffe etwas intensives, fotografiere Bilder, die sich selbst erzählen, wenn
gewünscht, setze erotische Akzente.
- verhandele mit dem Modell, was mit den fertigen Bildern geschehen darf, wer hat die Rechte am Bild?
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