Vieles haette ich verstanden, wenn man es mir nicht erklaert haette

Ich will Bilder, keine Fotos

…  Fotofan Gerhard zeigt Dir seine Sicht der Fotografie …

Häufig erreichen Die Fotoschule Fragen verunsicherter Fotofans, "was man denn eigentlich als ernstzunehmender Fotograf am Foto so alles machen darf und was nicht". Es herrscht einerseits dieser festgefahrene Gedanke, dass man nichts am Foto verändern darf und gleich dahinter im Irrtum-Ranking: das können nur richtige Profis mit den tollsten Rechnern und Photoshop-Intensiv-Nutzer.

Ist natürlich beides Quatsch (auch wenn Tante Gerti nicht müde wird, das gebetsmühlenartig runterzukauen und mit der totalen Goldtröpchentorte-Verweigerung droht...).

Fotofan Gerhard hat da seine eigene Sicht und Auffassung zu und die setzt er auch um. Seine Bilder bestechen durch eine besondere Farbgebung, sind sichtbar bearbeitet und genau dadurch fesselnd und spannend. Wenn Du seine Fotos unbearbeitet siehst, wirst Du Dir sagen, dass Gerhard genau das Auge hat, um Motive zu erspüren. Dass seine Fotos doch eigentlich keine Nachbearbeitung "nötig" haben.

Das stimmt, Gerhard muss sich mit seinen Fotos ganz bestimmt nicht verstecken und seine Bearbeitung ist kein "Aus-Schrott-doch-noch-irgendwie-was-zusammenbasteln"! Vielmehr arbeitet Gerhard aus seinen guten Fotos noch viel bessere Bilder heraus, ganz so, wie er es beim Entstehen des Fotos empfunden hat.

Fotofan Gerhard

Aber schau selbst:

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Als alter Fan der Fotoschule hat es mich besonders gefreut, als mich Ralfonso gefragt hat, ob ich einen kleinen Beitrag über Bildbearbeitung aus meiner Sicht schreiben würde. Ich fühle mich geehrt, da ich auf diesem Gebiet selbst noch viel lernen kann und will.

Vielleicht ermuntert es aber den Ein oder Anderen sich mit diesem Thema auch oder etwas mehr auseinanderzusetzen.
Zu Beginn möchte ich betonen, dass dieser Beitrag meine Gedanken zum Thema Bildbearbeitung wiedergibt und dass diese Meinung natürlich nicht allgemein gültig ist. Zu dieser Meinung gehört auch:

Erlaubt ist, was gefällt.

Jeder soll und kann kreativ seine eigenen Vorstellungen in der Fotografie verwirklichen. Fotografieren und auch Bildbearbeitung soll Spaß machen! Kamera und Blechotto sind nur Werkzeuge, die wir für unsere Zwecke nach unseren Vorstellungen einsetzen.

Fotos wurden eigentlich schon immer bearbeitet.
Gerne erinnere ich mich an die Zeit zurück, in der ich schwarz-weiß Fotos in der Dunkelkammer selbst entwickelte. Angefangen hat das bereits bei der Filmauswahl. Schon die Filme der verschiedenen Hersteller hatten Einfluss auf das fertige Ergebnis.

In der Dunkelkammer gab es verschiedene Entwickler, Fotopapiere  in unterschiedlichen Gradationen, Oberflächen und Papierarten. Auch diese Entscheidung beeinflusste das fertige Bild. Beim Belichten ging es weiter. Man arbeitete mit verschiedenen Farbfiltern im Vergrößerungsgerät, es wurden Masken aus Karton geschnitten, selektiv abgewedelt und nachbelichtet bis man nach vielen Versuchen und Entwicklungen auf Teststeifen das für sich optimale Bild vorliegen hatte.
 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard
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Heutzutage haben Kamera, Smartphone, Tablett, Laptop und PC die Dunkelkammer ersetzt. Zahlreiche Bildbearbeitungsprogramme gibt es als Software und Apps für jedes Gerät.

Wenn man diverse Foren oder Fotogruppen im Internet verfolgt, kann man feststellen, wie sich die Geister bei der Bildbearbeitung scheiden können.

Manche glauben, dass Bildbearbeitung heute nicht notwendig ist und nur „out of Cam“ das echte, natürliche Foto liefert. Sie vergessen dabei, dass jede Kamera schon intern das Foto bearbeitet und als JPEG umwandelt und zwar so, wie es sich der jeweilige Hersteller vorgestellt hat. Durch die Komprimierung in das JPEG Format gehen aber auch Bildinformationen verloren, die auch nicht mehr herstellbar sind. Für viele ist das vollkommen ausreichend und die Qualität der Aufnahmen wird immer besser. Ich möchte für mich aber mehr Optionen offen halten und die Entwicklung selbst in die Hand nehmen.





Zuerst stellt sich die Frage, ob man lieber im RAW-Format oder in JPEG fotografieren soll. Dieses Thema wurde an anderer Stelle hier in der Fotoschule schon ausführlich behandelt und soll als Entscheidungshilfe dienen.

Für mich habe ich dafür entschieden, dass ich ausschließlich im RAW-Format fotografiere. Ein weiterer großer Vorteil vom RAW-Format ist für mich die Tatsache, dass man jederzeit eine Bearbeitung verlustfrei in anderer Form wiederholen kann. Es ist mir schon öfters passiert, dass mir die Bearbeitung eines Fotos nach einiger Zeit nicht mehr gefallen hat und ich habe es neu bearbeitet. Das Thema "größere Datenmenge" spielt eigentlich heute keine Rolle mehr.

Natürlich kann man ein Foto im RAW-Format nicht direkt verwenden. Es muss erst in einem RAW Konverter „entwickelt“ werden. Wer also seine Fotos direkt anschauen oder weiterleiten will, wird an JPEG nicht vorbei kommen.
 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard
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Im Zweifelsfall kann man mit den meisten Kameras RAW und JPEG gleichzeitig aufnehmen, was ich anfangs auch gemacht habe. Bald habe ich aber festgestellt, dass das für mich unnötig ist, da ich die Fotos im JPEG Format nie verwendet habe.
Hat man aber nun hundert oder viel mehr Fotos z.B. von einem größeren Familienfest oder vom letzten Urlaub gemacht, hält sich der Spaß am Bearbeiten jedes einzelnen Fotos in Grenzen.

Oft sind aber größere Serien von Bildern mit gleichen Kameraeinstellungen und den gleichen Lichtverhältnissen aufgenommen worden. Da bietet sich dann eine Stapelverarbeitung an.
Das heißt, ein Foto wird bearbeitet und die anderen Fotos werden mit dem bearbeiteten Bild synchronisiert. Wenn dann in dieser Serie von Fotos das ein oder andere Foto dabei ist, das eine umfangreichere Bearbeitung verdient, ist man mit dem RAW Format auf der sicheren Seite und hält sich alle Möglichkeiten offen.

 


Welches Bearbeitungsprogramm?

Da habe ich schon einiges durchprobiert. Es gibt zahlreiche kostenlose Programme, die Ihren Dienst meist ganz gut verrichten und die ich anfangs auch verwendet habe.
Als ich begann im RAW Format zu fotografieren, dauerte es nicht lange und ich kaufte mir das Programm „Lightroom“.
Für mich war das schon eine gewisse Offenbarung. Mit diesem Programm ergaben sich für mich  Bearbeitungsmöglichkeiten, die ich so bisher noch nicht kannte. Von den Grundeinstellungen (Kontrast, Dynamik, Helligkeit, Weißabgleich etc.) abgesehen, konnte ich die Bilder nun auch selektiv bearbeiten. So kann man bestimmte Stellen im Bild fein dosiert z.B. aufhellen, abdunkeln, mehr Wärme oder auch Kälte geben,  Lichter setzen etc.

Wahrscheinlich würde ich das Programm noch heute nutzen, wenn sich nicht die Geschäftspolitik von Adobe geändert hätte. Das heißt, es gab für Lightroom keine Updates mehr zu kaufen. Wenn man die Updates will, muss man auf das Abo – System umsteigen.
Da ich aber gerne die neuen Features von Lightroom nutzen wollte, habe ich mich nach längerem Rechnen und Überlegen dazu entschlossen das Abo abzuschließen. Für aktuell 11,89 Euro im Monat habe ich jetzt immer die aktuelle Version von Lightroom, Bridge und Photoshop in einem.

Photoshop war für mich bis dahin ein Buch mit sieben Siegeln und höchstens etwas für Profis.
In Gesprächen mit andern Fotografen wurde mir geraten mich einfach mal mit Photoshop zu beschäftigen. Es würde ja reichen anfangs mal nur einfache Sachen damit zu machen und langsam aufzubauen.
Um es abzukürzen: Seit dem nutze ich kein Lightroom mehr, obwohl es im Abo mit drin ist.
 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 


 

 

 

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard
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Meine Bilder bearbeite ich mit dem in Photoshop integrierten RAW Konverter (Camera Raw), der die ähnlichen Funktionen wie Lightroom hat. In vielen Fällen ist das schon ausreichend. Photoshop selbst nutze ich zur Verfeinerung der Bilder, da man hier noch sehr viel mehr Möglichkeiten hat und gezielter bearbeiten kann. Weiterhin ist Photoshop das ideale Programm für Composings, auf die ich später noch kurz eingehen werde.

Das Programm „Bridge“ ist für mich das ideale Archivierungsprogramm.
Was das Speichern und Archivieren der Fotos betrifft, war mir Lightroom in mancher Hinsicht zu kompliziert. Ich kam mit den Katalogen und Bibliotheken nie so richtig klar.

Mit Bridge hingegen ist für mich die Archivierung und Verwaltung der Fotos sehr viel einfacher und übersichtlicher geworden und ich kann es jedem, der Photoshop verwendet, nahelegen.

Als Ergänzung zu Lightroom oder Photoshop sind die Nik Filter zu empfehlen, die man kostenlos downloaden kann.





Warum bearbeite ich Fotos?

An dieser Stelle möchte ich mich nicht mit technischen Details beschäftigen, dazu gibt es z.B. im Netz massenhaft Informationen.

Nur so viel:
der Dynamikumfang des menschlichen Auges ist um einiges höher als der einer guten Kamera (ca. 20 Blendenstufen). Eine Kamera kann also (noch) nicht abbilden was das menschliche Auge bewusst sehen kann. Um diese Differenz auszugleichen kann uns die Bildbearbeitung helfen.

Zum Beispiel, indem man die Tiefen im Foto etwas aufhellt, werden gleich mehr Details sichtbar. Oder wenn man die Lichter etwas abdunkelt, kann man im Himmel einer Landschaftsaufnahme Wolken und Farbe erkennen, wo im unbearbeiteten Foto zuvor nur graue Fläche zu sehen war.

Abgesehen von den technischen Möglichkeiten, aus einem Foto mehr Details und Farben herauszuholen, erfüllt für mich die Bildbearbeitung eine viel wichtigere Funktion und zwar eine Emotionale. Was habe ich im Moment der Aufnahme gefühlt. Welche Stimmung hat die Situation in mir erzeugt. Zum Beispiel ein Sonnenuntergang am Strand. Die laufende Veränderung der Lichtstimmung innerhalb von Minuten. Die angenehme Wärme an dem Sommerabend, der sanfte Wind, der durch meine spärlichen Haare streicht,  der Geruch des Wassers, das Rauschen der Wellen und so weiter.

Diese Stimmung möchte ich für mich in einem Foto wiedergeben.
Da das die Kamera alleine nicht schaffen kann, hole ich mir diese Stimmung mit der Bearbeitung am PC zurück.
 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard
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Da ich beim Fotografieren nicht journalistisch tätig bin, lege ich keinen besonderen Wert auf dokumentarisch korrekte Fotos.
 
Mit verschiedenen Einstellungsebenen in Photoshop, kann ich selektiv und dosiert z.B. die Lichtstimmungen anpassen, Lichtspots setzen oder Schatten betonen. So kann ich den Fotos mehr Tiefe geben und den Blick des Betrachters auf das eigentliche Motiv lenken und das Bild interessanter machen.

Wenn ich das fertige Foto anschaue, möchte ich möglichst viel von der Stimmung, die ich empfunden habe, in die Erinnerung zurück rufen.

Es kann sein, dass ich an einem Bild schon mal 1 Stunde oder länger arbeite. Oft kommt dann das Argument, dass das dann kein Foto mehr ist. Das stimmt.

Es ist ein Bild.

Es ist für mich ein kleines Kunstwerk das mir persönlich gefällt.
Bildbearbeitung ist Geschmackssache und jeder kann einfach durch Machen und Experimentieren seinen persönlichen Weg finden. Für mich ist der Weg das Ziel und dieser Weg macht Spaß.
 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


 


Natürlich bearbeite ich nicht jedes Bild so intensiv. Man wählt bewusster aus und nur Bilder die den Aufwand wert sind. Das war aber bei mir zu Zeiten eines Diafilmes auch schon so (Diafilm = Die jüngeren unter Euch einfach googeln  ).

Von den 36 Bildern blieben damals meist nur 12 oder weniger erhaltenswerte übrig.





Für diejenigen, die auch mit Lightroom oder Photoshop arbeiten wollen, ein paar Tipps für den Anfang:

In den Grundeinstellungen sind für mich die wichtigsten Regler Farbtemperatur und Farbton (Weißabgleich). Den Weißabgleich habe ich in den Kameraeinstellungen auf neutral gestellt. Weiterhin die Regler für Lichter, Tiefen, Weiß, Klarheit und Dynamik.
„Kontrast“ verwende ich sehr selten, da man die Kontraste mit dem Regler „Klarheit“  oder/und „Dunst entfernen“ feiner bearbeiten kann.

Ebenso benutze ich den Regler „Sättigung“ nie, da dieser Regler pauschal auf das ganze Bild angewendet wird. Mit dem Regler „Dynamik“ lässt sich die Farbsättigung dosierter regeln.

Bei Architektur- und Landschaftsfotos kann man mit der Klarheit gut nach oben gehen, während bei Portraits die Klarheit eher leicht im Minusbereich liegt (besonders bei Damen).

Weitere wichtige Regler findet man unter „Details“ für Schärfe, Maskieren und Rauschreduzierung.

Im Bereich HSL/Graustufen kann man einzelne Farbtöne gezielt mit Luminanz und Sättigung regeln.

Weitere Techniken zur Bildbearbeitung, die ich mit Photoshop anwende, sind auch der Austausch eines langweiligen Himmels gegen einen interessanteren.
 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard
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Als nächsten Schritt mit der Beschäftigung mit Photoshop bin ich durch die Inspiration eines bekannten Fotografen auf das Thema Composing gestoßen.

Mit dem Composing stehe ich noch ziemlich am Anfang und es gibt noch viel zu lernen. Eines habe ich aber schon festgestellt: Mit Composings kann man sich in Photoshop voll austoben und es macht richtig Spaß.

Man probiert aus, ändert, macht Fehler und spielt herum.

Dabei sammelt man Erfahrungen und es entstehen neue Ideen. Für mich ist die Bildbearbeitung kein lästiges Übel oder zusätzliche Arbeit, sondern Spaß und Entspannung bis zum fertigen Bild.

Und diesen Spaß wünsche ich Euch auch!




Viele Grüße an alle Fotobegeisterten,

Gerhard
 

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard

Zwei Composings von Gerhard

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard

Einen ganz großen Dank der Fotoschule an Fotofan Gerhard für den detaillierten Text und die tollen Fotos!

Gerhards Sicht der Fotografie zeigt deutlich, dass er sich vom anfänglichen Ausprobieren ganz klar hin zu einem persönlichen Stil entwickelt hat. Das kannst Du sehr schön an den begleitenden Fotos erkennen. Er sieht sein fertiges Bild schon während des Fotografierens und arbeitet alle Komponenten später so heraus, dass sein fertiges Bild genau dem anfänglichen Gefühl entspricht. Natürlich ist es ein Weg, mit der Fotografie umzugehen und Gerhard erwähnt es sicher nicht nur zufällig selbst, dass er damit häufig in Diskussionen endet. Alle, die ein Bild als fertig ansehen, wenn es belichtet wurde, werden hier ihre Ansätze finden. Aber auch alle die, denen sichtbar veränderte Fotos nicht zusagen. Das ist nun mal so und in allen Bereichen des Lebens nicht anders.

Tante Gerti sagt immer: "der eine mag blaue Autos und der andere nur rote..."

Und mit den Farben der Autos fängt es gerade mal an.




Entscheidend ist, was Gerhard schreibt:

"Und diesen Spaß wünsche ich Euch auch!"


Gönn ihn Dir, den Spaß. Deinen Spaß mit Deiner Fotografie, wie auch immer sie aussehen wird. Ich habe in der Dunkelkammer damals, ähnlich wie Gerhard, praktisch an jedem Foto rumgebastelt. Und das hat sich nicht verändert, nur sind die Möglichkeiten heutzutage bombastisch. Und der unterscheidende Gedanke Gerhards gefällt mir ausgesprochen gut:

es ist dann kein Foto mehr, es ist ein Bild!





Zu den vielen hervorragenden Fotos und daraus entstandenen Bildern möchte ich gerne noch ein paar Anmerkungen hinterlassen.

Schau Dir Gerhards Originalfoto des flotten "Sport-Cabrios" auf der Wiese genau an. Von solchen Fotos landen während einer Auto-Show vermutlich Hunderte auf Deiner Speicherkarte. Fade Farben, dafür umso buntere Leute im Bild, ein langweiliger weißer Himmel und auch sonst: Fotos, die Du Dir sicher nicht mal mehr anschauen wirst. Das soll jetzt nicht Gerhards Foto (-Vorlage) herabsetzen, immerhin ist er sogar in die Hocke gegangen, um das Fahrzeug zu fotografieren. Aber so, wie es ist, ist es gerade mal scharf und haut Dich nicht vom Hocker.

Fotofan Gerhard hatte aber seine Idee von dem Retro-Flitzer und begann zu werkeln. Die Leutchen auf dem Foto müssen ebenso weichen, wie der ausdruckslose Himmel. Das detaillierte Herausarbeiten selbst kleinster Details, wie die gold-kupfer-farbene Radnabe, selbst die Schrift auf den Reifen und alle im Dunkeln liegenden Kleinigkeiten rund um das gesamte Gefährt, lassen das “Cabrio” zum Hingucker werden.

Gerhard sagt dazu: "Ich habe aus dem anfänglichen Foto ein Bild gestaltet."

Und genau das hat er mit Akribie und Feingefühl perfekt getan.




In der Fotoschule findest Du die Rubrik, bzw. im Buch der Fotoschule das Kapitel namens "Schönwetter-Fotografie -- Schlechtwetter-Fotografie". Eine Reise nach Italien, der Traum vom Dolce Vita, La Italianita in Konzentration. Was da natürlich völlig außer Frage steht, ist der herrliche Sonnenschein. Eine Gondelfahrt mit einem charismatischen Gondolieri, der seine italienischen Lieder trällert.

Gerhard war da und dann das:




 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard

Es schüttet. Und nicht zu wenig.

Die Leutchen haben ihre Gondel bereits pauschal vorab gebucht (ist dann ja gleich ein paar Hunderte billiger...) und auf gehts. Du denkst Dir bestimmt, die mit dem lila Schirm, ist bestimmt Tante Gerti. Aber an so einen Venedig-Tag mit Tante Gerti magst Du gar nicht im Traum dran denken, musst Du auch nicht. Die lassen wir mal mit den anderen Tanten aus dem Marienkäferzuchtverein in der Gondel unter den Schirmen hocken. Aber ganz im Ernst, würdest Du an so einem Tag Deine Kamera zücken und fotografieren? Ich behaupte mal, sicher nicht.

Fotofan Gerhard ist da ja ein harter Knochen, er tats.

Der Unterschied ist aber, Dein Bild sieht vermutlich so aus, wie Gerhards Foto oben. Gerhard hat aber ein ganz anderes Bild im Kopf, das aus dem Regenwetter ein Gondel-Foto unter der Seufzerbrücke werden lässt, wie man es eher selten bis gar nicht sieht:

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard

Nicht nur, dass Du nun gut erkennen kannst, wie klar die Canale (Kanäle klingt immer so abwertend und hat was von Tante Gertis Sickergrube im Garten zu tun...) Venedigs sind, dass Tante Gertis lila Regenschirm sogar hübsche gelbe und schwarze Verzierungen am Rand trägt und die Jogging-Buchse des Gondolieri zu kurz ist...

Das triste Foto aus der Kamera ist durch die Farbgebung, die Nuancierung und das Herausstellen scheinbarer Nebensächlichkeiten ein Hingucker geworden. Man könnte fast schon meinen, das macht richtig Spaß, in der Gondel zu sitzen...

Soviel zum Thema >> bei Regen gibts nichts zu fotografieren <<.

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard

Während des Entstehens dieser Rubrik schrieb mir Gerhard eine kleine Ergänzung:

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Hallo Ralfonso,

hier ein Beispiel, wie sich die Bearbeitung ändern kann, wenn man das Foto nach einigen Monaten (und etwas mehr Erfahrung) neu bearbeitet. Das Foto mit der ersten Bearbeitung hast Du ja schon.
Ich bin mal gespannt, wie das Bild in drei Jahren aussieht. ;-)

Liebe Grüße und einen schönen Abend noch.

Gerhard
 

In der Reihenfolge siehst Du zuerst das Foto aus der Kamera, dann Gerhards erste Bearbeitung und seine jüngste Version. Wie Du seinem Kommentar zu Beginn entnehmen kannst, arbeitet Gerhard meistens mit RAW-Dateien, so hat er immer das "fotografische Negativ", sprich das Original im Archiv. Möchte er sein Foto dann mit neuem Wissen, oder neuen Ideen noch mal ausarbeiten, kann er das ohne Qualitätsverluste.




 

 


 

 

 

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard

Das ist das Foto aus der Kamera. Vermutlich würde es so, wie es ist, nach der Durchsicht der Speicherkarte auf dem digitalen Friedhof landen. Stürzende Linien, zu dunkel, langweilig und die beiden Männer stören im Grunde auch. Gerhard hatte aber sein ganz anderes Bild im Kopf. Es war morgens in Venedig, es herrschte eine für Venedig typische morgendliche Stimmung. Die sollte man auf seinem Bild sehen. So entstand diese Version:

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard

Aber wie Gerhard selber schreibt, das gefiel ihm dann doch noch nicht so ganz. Seine Fähigkeiten in Photoshop sind gewachsen und helfen ihm, seine Ideen umzusetzen:

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard

Selbst die kleine Lampe im Hintergrund hat er nun digital eingeschaltet...




Und zum Abschluss noch zwei Beispiele dafür, was in einem Foto steckt, wenn man es nur weiß, richtig herauszuholen:

Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard
Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard
Dieses Bild stammt von Fotofan Gerhard
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Wenn Dir Gerhards Fotografien gefallen, besuch ihn mal auf seiner Facebook-Seite:

Fotofan Gerhard

Gerhard freut sich sicher auch, wenn Du ihn auf seiner eigenen Homepage besuchst:

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