Vieles haette ich verstanden, wenn man es mir nicht erklaert haette

Tablet-Fotografie / iPad-Fotografie

... die digitale Sofortbildkamera ...

>> Wenn Du heutzutage noch ein Handy besitzt, “dann bist Du 80er”. So mit Tastatur, so´n Knochen schlimmstenfalls. Ohne Kamera. Oder nur 1,3Megapixel. Auch wenn es in den 80er gar keine Handys gab, also für normale Menschen. <<

Heute sind Smartphones Standard, mit "Immer-Mehr-Pixel-Kameras" drin und groß wie´n Bügeleisen. Da so ziemlich jeder eins hat und seine Apps, Facebook, You Tube und WhatsApp liebt, folgt das nächste feine Spielzeug zum Touchen:

das Tablet oder iPad.

PC´s und Notebooks werden nämlich auch immer mehr oldschool und der medienorientierte Mensch von heute surft vernetzt vom Sofa mit dem Pad in der Hand. Darüber wird per Touch auch gleich der Smart TV, der Toaster und das Heizungsventil im Schlafzimmer zum genau richtigen Zeitpunkt gesteuert. Auch die Fotografie hat sich geändert, inzwischen ist es keine Frage der überflüssigen Features mehr, ob Deine DSLR und Digitalkamera alle frisch geschossenen Fotos per WLAN, NFC oder Bluetooth aufs Pad sendet. Nicht nur Dein Smartphone steuert Deine Kamera, sondern auch Dein iPad kann das, so wie den Toaster. Also kann das iPad alles, was Dein Smartphone kann, nur noch viel größer und meistens viel schneller und überhaupt.


Lübeck
Sonntagnachmittag 15 Uhr, Ende Mai 2012

Die Sonne lacht, Blende Acht!

Okay, war´n Scherz.
Aber es ist herrlicher Sonnenschein an diesem Nachmittag und ich wandere gerade über den Marienkirchhof und will runter zum
Holstentor. Da tippt mir tatsächlich jemand von hinten auf die Schulter und fragt mich in lustigem Englisch, ob ich ein Foto von ihm und seiner kleinen Gruppe japanischer Touristen machen könnte. Ich frage mich noch kurz, ob man mir mein Hobby wohl inzwischen ansehen mag und antworte in gekonntem Englisch: no problem.

Ich erwartete eine kleine japanische Highend-Kamera, schließlich habe ich ja noch nie behauptet, frei von Vorurteilen zu sein. Stattdessen drückt er mir ein iPad in die Hand und flitzt schnell rüber zu den anderen der Gruppe. Da stehe ich ein bisgen unbeholfen und gucke auf den gefühlt riesigen Monitor, mit dem ich tatsächlich fotografieren soll. Das ist meine erste Begegnung mit einem iPad und der Gedanke, das Ding jetzt zum Fotografieren hochzunehmen, lässt mich grinsen. Aber ich tu´s, immerhin steht die kleine Gruppe schon in fotogener Lächel-Erwartung, da kann ich ja gar nicht kneifen. Den Bildschirm vor der Nase ist es irgendwie so, als ob ich mir ein Foto auf dem Monitor angucke, nur dass es sich bewegt. Hat was von Harry Potter, die eingefleischten Fans werden wissen, was ich meine. Ich muss mir gar nicht vorstellen, wie das Bild wohl in groß aussehen wird, ich sehe es schon beim Fotografieren in groß. Das hat was. Auslösen kann ich auch, schließlich bin ich ja iPhone-erfahren und es ist wie ein ziemlich großes Exemplar. Vier-, fünfmal drücke ich die virtuelle Auslösertaste auf dem Bildschirm, es hat ja immer mal einer die Augen zu. Dann kommt der freundliche Herr schnellen Schrittes wieder auf mich zu, bedankt sich überschwänglich, nimmt sein iPad und verschwindet mit seiner Gruppe in der Masse der anderen Touristen hier.

Was bleibt ist so ein Gedanke:
"sieht so die Fotografie in ein paar Jahren aus? Das wird bei Konzerten aber lustig, da sehe ich im Innenraum nur noch Monitore..."

So schoen sind Deine Bilder auf einem Tablet

Es sind ein paar Jahre ins Land gegangen, ich habe nicht nur selbst ein iPad, sondern ich habe an vielen touristisch anziehenden Orten viele Leutchen mit einem Tablet vor der Nase gesehen. Das Schöne ist ja, man sieht sogar, was sie fotografieren. Da möchte man schon das eine oder andere mal sagen: "jetzt besser ein Stückchen noch nach links, nein eine Idee tiefer, ah ja, so ist gut."


Wie praktikabel ist es, mit einem Tablet zu fotografieren?

Viele Fotofans spielen mit dem Gedanken, sich ein Tablet als Ergänzung zu ihrer Fotoausrüstung zuzulegen. Manche haben die App-Stores nach tollen Foto-Apps durchforstet und sehen in einem iPad sogar ihren neuen Fotoapparat. Mit all den fantastischen Apps kann man schließlich sooooo viel mehr machen, als mit "normalen" Kameras...

Nun ja.

Ein iPad ist sicher ein geniales Foto-Präsentations-Tool, das steht zumindest meiner subjektiven Meinung nach, außer Frage. Wenn Du jemandem Deine Fotos zeigen möchtest, was heutzutage leider allzu oft auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm oder direkt auf dem Kamera-Display stattfindet, kannst Du Deine Fotos brillant und vor allen Dingen auch im Detail erkennbar zeigen. Der Bildschirm entspricht im Grunde der besten Fotogröße aus analogen Zeiten: das 18x24cm Papierfoto (so ungefähr).

Damit ist ein Tablet auf jeden Fall eine Ergänzung Deiner Fotoausrüstung.

Für kaum einen Bereich im App-Angebot der Stores gibt es so viele unterschiedliche Apps, wie für die Fotografie. Unzählige Rahmen- und Filter-Apps, selbst der Klassenprimus Photoshop ist vertreten. Kombinierst Du die Apps entsprechend, hat Dein iPad durchaus die Ausstattung, eine äußerst mobile digitale Dunkelkammer zu sein. Ob das nun besser, oder schlechter ist, als die bekannte Bearbeitung am großen Bildschirm des Blechottos muss sicher jeder Fotofan für sich ausmachen. Trotz der angenehmen Größe eines Pads ist mir das ein zu großes Gefummel auf dem Touchscreen, ich bearbeite lieber auf dem 29"-Monitor. Auch das Angebot an Foto-Apps bestärkt mich in der Meinung, lieber Klasse, statt Masse. 125 bunte Filterchen sind toll, brauchbar habe ich die noch nicht empfunden.


Dein Pad kann aber noch mehr.
Es kann per passender App Deine Kamera fernsteuern (entsprechende Geräte mal vorausgesetzt). Solltest Du einen klassischen Fernauslöser für Deine DSLR besitzen, kennst Du die Vorzüge, die ein ferngesteuertes Auslösen mit sich bringen. Eine Fernsteuer-App beschränkt sich aber nicht auf das reine Auslösen und Scharfstellen, sondern überträgt das Kamerabild auf den kompletten Screen des Tablets. Alle relevanten Kameradaten werden angezeigt, sind einstellbar und Du schaust in gewisser Weise durch das Objektiv der Kamera; nur Meter davon entfernt. Das hat schon was, muss ich sagen. Natürlich ist hier auch der reine Spieltrieb und Fun-Faktor ein treibendes Element, denn die wirklichen Einsatzbereiche sind für Otto-Normal-Fotofans eher beschränkt. Nicht jeder legt sich auf die Lauer, um Maisen am Futterhäuschen zu fotografieren und der Einsatz damit Deine heiße Nachbarin heimlich zu beobachten, kann auch nach hinten losgehen. Für Nachtaufnahmen oder generell bei langen Belichtungszeiten nutzt Dir das Tablet auch nichts, da reicht der normale Fernauslöser. Derlei Apps laufen übrigens auch auf Deinem Smartphone, was vom Handling her praxistauglicher sein dürfte.


Damit sind wir auch bereits beim dritten Einsatzfeld, neben der Präsentation und Bildbearbeitung:

die iPad-Fotografie.

Die meisten Tabs haben eine eingebaute Kamera, ähnlich wie beim Smartphone. Leider nur ähnlich, da der überwiegende Teil der Geräte hier ordentlich abgespecktere Komponenten verpasst bekommen hat. Selbst die aktuellen iPads hinken den iPhone-Varianten um einige Generationen hinterher. Die Philosophie der Hersteller ist eine andere: während das Smartphone immer mehr zum handlichen
Digicam-Ersatz avanciert, liegen die Schwerpunkte bei den Tabs nicht beim reinen Fotografieren. Videotelefonie, QR-Codes-Erfassung und das eine oder andere Foto für Facebook oder eBay sind hier die Einsatzbereiche. Der durch die Stadt irrende fotobegeisterte Tourist ist kein typischer Tablet-User. Fotos zeigen auf dem Pad dagegen schon, darum gibt´s in den neuen Geräten auch so geniale Bildschirme
(und immer noch schwache Kameras).

Somit hast Du neben einer eher schwachen Kamera (Rauschen, Schärfe, Auflösung) noch das mangelhafte Handling. Relativ unbemerkt wirst Du genauso wenig fotografieren können, wie das iPad bequem unterzubringen während der Foto-Tour. Ein fester Halt des Gerätes ist auch so eine Sache, bedingt durch die schmale Form. Wenn Du das Tablet in die Höhe vor Deine Nase hältst, wird das eine wackelige Sache; den Bildschirm darfst Du ja nicht irgendwo berühren, das löst ungünstigstenfalls andere Funktion durch einen vermeintlichen
Touch-Befehl aus. Und es gibt da ja noch den gewissen Fremd-Effekt. So ziemlich jeder hat sich inzwischen daran gewöhnt, dass Fotofans heutzutage nicht mehr durch Sucher an Kameras schauen, sondern ihren Foto-Winzling mit gestreckten Händen vor sich halten. Dieses fremdartige Gehabe mitsamt Blick auf das Display wird allgemein als Fotografieren akzeptiert. Wenn Du mit Deinem iPad fotografierst, sieht das dann so aus:

Das ist definitiv kein Brett

Es gibt natürlich auch ein paar positive Seiten.

Wenn es die einzige Möglichkeit ist zu fotografieren, dann ist es auf jeden Fall die beste Wahl. Besser als gar keine Kamera. Ebenso ist es bequem, zum Beispiel für Online-Auktionen mal eben Fotos der Artikel zu fotografieren und die Anzeige im nächsten Schritt direkt zu bearbeiten. Du musst keine Speicherkarten hin und herschieben und es vergeht auch keine Zeit. Der große Bildschirm, im Vergleich zum kleinen Kameradisplay, lässt eine recht gute Beurteilung des Fotos und auch des Motivs zu. Mir kommt es immer ein bisschen so vor, als ob man das Bild irgendwie einfängt mit dem Bildschirm. Ich glaube, Du musst das mal probieren, um zu fühlen, was ich meine.

Das Tablet eignet sich auch, um parallel zur Kamera Beleuchtungssituationen zu checken und schnell Testfotos zu haben. Im Grunde so eine Art moderne Polaroid-Sofortbildkamera. Damals nutzte ich sie (die echte Polaroid) häufig, um Lichtsituationen oder Körperhaltungen von Models vorab zu prüfen. Bei aller Vorstellungsgabe, so ein aussagefähiges Bild deckt häufig Flüchtigkeitsfehler auf.

Ob das Smartphone der Digicam Konkurrenz macht, ist offensichtlich. Das hat vor ein paar Jahren jeder Kameraentwickler belächelt, heute kauft sich kaum noch jemand eine Digicam, wenn er ein Smartphone der jüngeren Generation besitzt. Das Tablet als Fotokamera wird aber sicher keinen nennenswerten Stellenwert bekommen, jedoch fände ich trotzdem schön, die guten Kameras aus den Smartphones dort wiederzufinden. Es erweitert einfach die persönlichen Möglichkeiten und irgendwie macht es Spaß, mit dem Teil zu fotografieren.

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